Archiv der Kategorie: Theater

Laßt das Räuberrad stehen!

„Ich weiß nicht, wieso ich euch so hasse, Tanztheater dieser Stadt.“ (Tocotronic, auf der LP: Digital ist besser, 1995) Es ragt da, nicht prunkvoll, sondern eisenrostig und inzwischen irgendwie trotzig, wenn ich kämpferisch-böse die Rosa-Luxemburg-Straße zur Volksbühne hin entlang schreite. … Weiterlesen

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„Auf Vernichtung läuft’s hinaus“ – Castorfs „Faust“-Inszenierung an der Volksbühne

Seinen Einstand an der Berliner Volksbühne gab Frank Castorf 1990 mit Schillers Räubern. Seine letzte Inszenierung dort ist der Faust. Ein wunderbares Abschiedsgeschenk, das Castorf uns auf die Bühne wuchtete. Sieben Stunden Höllenfeuer, ein Ideengewimmel, es wird uns heiß zumute. … Weiterlesen

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Karin Beiers „Hysteria – Gespenster der Freiheit“

Aus politisch aktuellem Anlaß und zum Spielzeitauftakt inszenierte Karin Beier am Deutschen Schauspielhaus ein Theaterstück frei nach Szenen und Versatzstücken aus Luis Buñuels Filmen. Der Titel deutet an, worum es geht – unsere Angstneurosen, im Reigen der bürgerlichen Gesellschaft, inmitten … Weiterlesen

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Gottsucherbande auf den Höllenwegen – Hans Henny Jahnns „Pastor Ephraim Magnus“

Highway to hell – so könnte man’s im popkulturellen Pastiche ebenso überschreiben. Denn auf diesem Weg fahren die Figuren dieses Stückes dahin. Ob gerettet oder gerichtet, bleibt zum Ende offen. Jahnn begann 1916 an diesem Drama zu arbeiten, und er … Weiterlesen

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Es blühen wie immer die Bäume im Prater und das Blätterfegen hört nimmer auf …

Wenn man Robert Stolz folgen mag, blühen bekanntlich, weil’s Frühling ist, im Prater wieder die Bäume. Was der Prater ist, muß nicht groß erläutert werden. Es gibt in Wien übrigens noch einen zweiten, lange nicht so bekannten Prater. Der liegt … Weiterlesen

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Heiner Müllers „Zement“. Vom Mythos der Revolution zur Revolution des Mythos?

„Und Morgen wird gemacht aus Jetzt und Hier Nämlich der Kommunismus ist kein Traum Genossin, sondern eine Arbeit, unsere.“ (H. Müller, Zement) Wie den Ausbruch aus der Geschichte gestalten, die eine von Klassenkämpfen ist? Immerwährend, nicht stillgestellt, die „Totschlägerreihe“ (F. … Weiterlesen

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Daily Diary (104) – Transiträume und Transmission: Vorblick auf Heiner Müllers „Zement“

Sofaplaneten: Alter Schrott muß raus, neuer Schrott kommt rein. So geht das in Berlin. [Das ist von der Länge des Textes her kürzer als ein Haiku und damit sicherlich ganz im Geschmack von Hannes Wurst. Weshalb viele Worte verlieren, wenn’s … Weiterlesen

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Die Salzburger Festspiele, die nicht nicht gehaltene Rede Jean Zieglers und das Pfaffenpack

Nein, ich fuhr nicht nach Salzburg zu den Festspielen, und ich werde dorthin nicht reisen, weil mein Urlaub und meine Zeit Begrenzungen unterliegen. Insofern kann es bei „Aisthesis“ keine Theaterkritik geben, keinen Bericht vom ersten, zweiten oder dritten Abend liefere … Weiterlesen

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Theater mit dem Theater

Über Fassbinders „Der Müll, die Stadt und der Tod“ Wieder einmal gibt es Streit um ein Theaterstück, und zwar um Fassbinders „Der Müll, die Stadt und der Tod“ von 1975, das im Rahmen einer Fassbinder-Trilogie von Roberto Ciulli heute am … Weiterlesen

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Daniel Kehlmann und das gute alte Regietheater

Zur Eröffnung der Salzburger Festspiele donnert Kehlmann gegen das Regietheater. So heißt es in der Welt: An den teilweise in die Jahre gekommenen Protagonisten der Theater-Avantgarde ließ der 34-jährige Kehlmann kein gutes Haar. In Zeiten, in denen niemand mehr Karl Marx … Weiterlesen

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