Archiv der Kategorie: Lyrik

Herbstnotizen – lakonisch. Wiglaf Droste

Nun sind die Tage kürzer, trüber, grauer. Laub fällt wie jedes Jahr und als Alleinstellungsmerkmal des Herbstes, wenn nicht gerade Dürre herrscht oder Agent Orange irgendwo auf der Welt zum Einsatz kommt. Ich nehme mir den neuen Gedichtband von Wiglaf … Weiterlesen

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Lyrik am Sonntag. Das Blumengedicht

Hier ist das Reich der Finsternisse Es blüht kein Krokus. Nur Narzisse Schlafbenommen im SMS-Verkehr, wie im Fluß in die Tasten geschrieben. An einem Sonntag, kurz vor Frühstück und Kaffee, als Antwort, am Frauentag schreibe ich diese Zeilen schnell auf. … Weiterlesen

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Brit Mila. Zirkumzision. Lichtschnitte in Sprache

Alles ist weniger, als es ist, alles ist mehr. (Paul Celan) Eine schöne und angenehme Tradition ist es, den Weihnachtsbaum und seine Dekorationen, sofern sie denn stilvoll und klassisch-alt ausfällt, ansonsten ist’s überflüssig, bis Purificatio Mariae bzw. unser Lieben Frauen … Weiterlesen

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Von den Flüssen: der Landwehrkanal als (geschichtsphilosophisches) Fanal. Oder: die Farbe Rot. Die Beschneidung der Zeit (1)

  DU LIEGST im großen Gelausche, umbuscht, umflockt. Geh zur Spree, geh zur Havel, geh zu den Fleischerhaken, zu den roten Äppelstaken aus Schweden – Es kommt der Tisch mit den Gaben, er biegt um ein Eden – Der Mann … Weiterlesen

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Heiner Müller zum 85. Geburtstag – „Trümmer die großen Gedichte, wie Leiber, lange geliebt …“

 Ich schrieb in diesem Blog an verschiedenen Stellen über Heiner Müller, so z.B. hier, ich verlinke dies, damit auch die alten Texte einmal wieder ausgegraben und gelesen werden, denn das ist es, was ich am Prinzip des Blogs als unzureichend … Weiterlesen

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Reisebilder

Kalter Rotwein: Herrengedeck Hephaistos schmiedet Verse Orphisch verweht mitunter. Bildbeschreibung: Eine Landschaft unter dem Schleier Römisch-antik Gravitätisch, aber nicht schwer. Die Methode, Photographien mit Gedichten zu koppeln, ist nicht neu. Alles war schon einmal da. Der Rotwein ist leicht unter … Weiterlesen

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„Ins Ungebundene gehet eine Sehnsucht …“ – Was aber bleibt, ist das Versiegen: Friedrich Hölderlin zum 170. Todestag

Es gibt – nach Heideggers Diktum – die Seinsvergessenheit, und es gibt die Todestagsvergessenheit, die Jahrestagevergessenheit, die Geburtstagsvergeßlichkeit und vieles mehr, was vergessen (oder verdrängt) werden kann. Für diese Posten des Vergessens und Verdrängens, für alle die Sendungen, die nicht … Weiterlesen

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Alkohol (Alcools), Verbotsirrtum, virale Delirien. Krankenlager, Prämortem samt Arbeit der Lyrik

Ich liebe auf dem Lager, dahingestreckt, ich kann flanieren, jedoch: ich darf nichts trinken. Dunkel öde und leer/ist das Meer. Der Riesling ist mir verwehrt, der Whisky sowieso, des Väterchen Frosts Wodka nicht mehr mein Geselle und die weibliche Anmut … Weiterlesen

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Ornament und Versprechen. Teilzeit- und Freizeiterotiker – plüschophil

Am 29.1. gab es im Lido ein Konzert der besten deutschsprachigen Band, nämlich von Tocotronic. Ich konnte leider aus verschiedenen Gründen nicht auf dieser Veranstaltung weilen. Wie der dort anwesende Jens Balzer berichtete, war es ein ausgesprochen gelungenes Konzert. 20 … Weiterlesen

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Lyrische Arbeitsfläche – aporetisch, dithyrambisch verdreht, mit einem Seitensprung zu Georg Lukács

Morgenlatte morgens, ohne Erfüllung. Während der Löffel im Kaffee stakt. Wo sonst? Fünf Uhr. Daß Lyrik noch funktioniert, ist ein Gerücht. Die Texte rauschen nicht einmal mehr. Denn Schreiben ist nirgends. Ich denke, die Aporie der Kunst, daß es keine … Weiterlesen

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