Archiv der Kategorie: Gesellschaft

Achtundsechziger Geschichtszeichen (1). Von den Chiffre-Rätseln und von brennender Ware

Ein Jubeljahr ist es nicht oder zumindest nur bedingt, denn mit dem Einschnitt 1968 lösten sich nicht bloß klammheimlich viele der Ideale auf, die die Protestler, die Liebenden, die Studenten, die Theoretiker und die Empathievollen in die Welt tragen wollten, … Weiterlesen

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Von einem unheimlichen und sehnsüchtigen Gefühl: Heimat

„So sind mir die langen und fernen Fichtelgebirge lieber als die nahen Tyrolerberge bei München; nur jene lassen meine Phantasie über die Berge und hinter die Berge ziehen und in der Nebelwelt auf ihrem Nebelrücken eine neue Morgenwelt aufbauen.“ (Jean … Weiterlesen

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Avenidas!

Erinnert sich eigentlich noch jemand an die Leute, die 1987 laut protestierten und sich ob der Kunst im öffentlichen Raum empörten, als zur 750-Jahr-Feier von Berlin von Wolf Vostell „Zwei Beton-Cadillacs in Form der Nackten Maja“ am Kudamm aufgestellt wurde? … Weiterlesen

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Fescher Feminist im Trachtenkleid und katholisches Muttertier – Don Alphonso und Birgit Kelle in Berlin

Aha, Don Alphonso und Birgit Kelle zusammen auf einer Podiumsdiskussion. Die Karten waren schnell abverkauft, gut also, daß ich bereits am ersten Weihnachtstag, als Kelle den Termin twitterte, mir online was ergatterte. Bei dem despektierlich klingenden Beitragstitel, soviel sei zur … Weiterlesen

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Von der neuen Unsichtbarkeit über Guillaume Paoli zum NetzDG – der kulturalistischen „Linken“ ins Stammbuch geschrieben

Ein instruktives wie auch gutes Interview gibt es im „Freitag“ dieser Woche, und zwar mit dem Philosophen Guillaume Paoli. Es trägt den Titel „Die Armen sind Gegner“. Zu Beginn des Marx-Jahres bereits vom Titel her ein guter Auftakt. Wer sind … Weiterlesen

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Wien, Böhmen und Mähren

Mit dem Nationalismus kommen die Herrschenden, kommen Regierungen immer dann, wenn sie nichts weiter mehr anzubieten haben und der Arsch auf Grundeis geht. Trotzdem halte ich die postnationale Konstellation, wie sie etwas Habermas im Hinblick auf die EU vorschwebt, für … Weiterlesen

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Theorie, die praktisch wird. Thomas Wagner „Die Angstmacher“

Wer erkennen will, wie eine Sache wurde, wie sie ist, wird sich mit Geschichte befassen müssen. Das gilt insbesondere für das Phänomen der Neuen Rechten, wie wir sie neuerdings mit der AfD, Götz Kubitscheks Antaios Verlag oder der Identitären Bewegung … Weiterlesen

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Mit Rechten reden, mit Linken leben: Rechtsaußen und die Moralisierung der Diskurse

Der Standardreflex gegenüber rechts geht meist in zwei Varianten: entweder wird sich der intellektuellen Konfrontation komplett verweigert, oder es folgt die moralische Empörung. Im Brustton der Überzeugung, als Meinung vorgetragen. Jüngst konnte man diese Art von Entgleisung bei Sibylle Berg … Weiterlesen

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„Wacht auf, Verdammte dieser Erde!“ – 100 Jahre Oktober-Revolution

„Ich hatte einen Traum. Es war ein Alptraum Ich wachte auf und alles war in Ordnung.“ (Heiner Müller, Wolokolamsker Chaussee IV: Kentauren) SPIEGEL: Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung … ADORNO: Mir nicht. Als die … Weiterlesen

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Von den Moralisierungen der bürgerlichen Gesellschaft oder die Tyrannei der Werte

Kurz vor der Französischen Revolution, eine Zeit des Umbruchs war es, wilde Gedanken trieben durch die Epoche – von Paris bis Königsberg. Über jene Jahre  schreibt der Historiker Reinhart Koselleck: „Der hohe Gerichtshof der Vernunft, zu dessen natürlichen Beisitzern sich … Weiterlesen

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