Archiv der Kategorie: Gesellschaft

Wien, Böhmen und Mähren

Mit dem Nationalismus kommen die Herrschenden, kommen Regierungen immer dann, wenn sie nichts weiter mehr anzubieten haben und der Arsch auf Grundeis geht. Trotzdem halte ich die postnationale Konstellation, wie sie etwas Habermas im Hinblick auf die EU vorschwebt, für … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gesellschaft | Verschlagwortet mit | 6 Kommentare

Theorie, die praktisch wird. Thomas Wagner „Die Angstmacher“

Wer erkennen will, wie eine Sache wurde, wie sie ist, wird sich mit Geschichte befassen müssen. Das gilt insbesondere für das Phänomen der Neuen Rechten, wie wir sie neuerdings mit der AfD, Götz Kubitscheks Antaios Verlag oder der Identitären Bewegung … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Buchkritik, Gesellschaft, Gewaltdiskurse | Verschlagwortet mit , , , , | 11 Kommentare

Mit Rechten reden, mit Linken leben: Rechtsaußen und die Moralisierung der Diskurse

Der Standardreflex gegenüber rechts geht meist in zwei Varianten: entweder wird sich der intellektuellen Konfrontation komplett verweigert, oder es folgt die moralische Empörung. Im Brustton der Überzeugung, als Meinung vorgetragen. Jüngst konnte man diese Art von Entgleisung bei Sibylle Berg … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Bundesrepublik Deutschland, Gesellschaft | Verschlagwortet mit , , | 118 Kommentare

„Wacht auf, Verdammte dieser Erde!“ – 100 Jahre Oktober-Revolution

„Ich hatte einen Traum. Es war ein Alptraum Ich wachte auf und alles war in Ordnung.“ (Heiner Müller, Wolokolamsker Chaussee IV: Kentauren) SPIEGEL: Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung … ADORNO: Mir nicht. Als die … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gesellschaft, Gewaltdiskurse | Verschlagwortet mit , , | 30 Kommentare

Von den Moralisierungen der bürgerlichen Gesellschaft oder die Tyrannei der Werte

Kurz vor der Französischen Revolution, eine Zeit des Umbruchs war es, wilde Gedanken trieben durch die Epoche – von Paris bis Königsberg. Über jene Jahre  schreibt der Historiker Reinhart Koselleck: „Der hohe Gerichtshof der Vernunft, zu dessen natürlichen Beisitzern sich … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gesellschaft | Verschlagwortet mit | 17 Kommentare

Korrekt-politische Wandgedichte: Herbst in Peking 2017

Eugen Gomringer ist ein bolivianisch-schweizerischer Schriftsteller, bekannt vor allem als Lyriker. Konkrete Poesie oder auch visuelle Poesie, so heißen hier die Stichworte. Was der österreichische Maler Heinz Gappmayr in der bildenden Kunst tat, nämlich Flächen und Wörter in eine Verbindung … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gedichte, Gesellschaft, Gewaltdiskurse, Urbane Räume | Verschlagwortet mit | 85 Kommentare

Von den Kulturräumen. Der freie Gebrauch des Eigenen

„Was ist deutsch?“ lautete jüngst der Titel eines Buches von Peter Trawny. Darin ging es um das Verhältnis Adornos zur Frage der nationalen Identität. Adorno betitelte seinen Aufsatz aus dem Jahre 1965 derart: „Auf die Frage: Was ist deutsch“. Also … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gesellschaft, Moderne | Verschlagwortet mit , , | 33 Kommentare

Im Grandhotel Abgrund, der Ästhetiker in der Revolte

Ich hoffe, meine Bestellung beim lokalen Buchhändler führt dort nicht zu Irritationen und darüber hinaus zu einer möglichen Rasterfahndung nach subversiven Gesellen. Zwar ist im Leben und in der Welt nichts mehr harmlos, hier aber im Reich der Bücher sowie … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Fetzen des Alltags, Gesellschaft | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Deutscher Dichter, dichte mir! Oder wovon Lyriker leben

„Es sind zuverlässig in Deutschland mehr Schriftsteller, als alle vier Weltteile überhaupt zu ihrer Wohlfahrt nötig haben.“ (Georg Christoph Lichtenberg) Diesen Satz schrieb vor über 200 Jahren jener Naturforscher und Aphoristiker mit dem scharfen Witz und der exakten Beobachtungsgabe in … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gesellschaft, Lyrik | 103 Kommentare

Post Marx? Postromantischer Belastungsstreß? 150 Jahre „Das Kapital“

„Der Mensch ist im wörtlichsten Sinn ein zoon politikon nicht nur ein geselliges Tier, sondern ein Tier, das nur in der Gesellschaft sich vereinzeln kann. Die Produktion des vereinzelten Einzelnen außerhalb der Gesellschaft – eine Rarität, die einem durch Zufall … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gesellschaft, Kapitalismuskritik, Kritische Theorie, Philosophie | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen