Archiv der Kategorie: Literatur

Von den Statuen oder die herbe Schönheit fränkischer Frauen

 „Je näher wir dem Park kommen, wo das Unbewußte der Stadt nistet, desto bedrohlichere Formen nehmen die großen Faktoren des städtischen Lebens an, erheben sich über das Ödland und seinen Lumpensammler- und Schrebergärtnerhütten mit der stereotypen Majestät und der erstarrten … Weiterlesen

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Jan Wagner und der Georg-Büchner-Preis

Die einen sagen so, die anderen meinen es seien die „Regentonnenvariatonen“ eine allzuseichte und gefällige Lyrik – eher den gediegenen Publikumsgeschmack des typischen „Landlust“-Lesers treffend. Ich habe mir in der Causa Grünzeug kein abschließendes Urteil gebildet. Ob ich freilich die … Weiterlesen

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Karl Ove Knausgård oder Berlinerisch ist Sächsisch mit niederdeutschem Einschlag. From Meißen with love

„Daher wird es dem Dichter so schwer, zugleich dichterisch zu seyn und vollkommen wahr und natürlich zu bleiben, da seine Einbildungskraft, um diesen Gipfel der Kunst zu erreichen, noch mitten im strengsten Gehorsam ihre Freiheit bewahren muß.“ (Wilhelm von Humboldt, … Weiterlesen

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Nora Bossongs „Rotlicht“, die Temperatur des menschlichen Körpers und Todestage (Antonio Gramsci)

Nora Bossong taucht in ihrem neuen Buch „Rotlicht“ ins Milieu ein, sie recherchiert und betrachtet die Varianten des käuflichen Sexes. Diesmal also ein Sachbuch. (Eine Kritik zu „Rotlicht“ gibt es bei „tell – Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft“.) Ein Laufhaus … Weiterlesen

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Zum Tod von Gerd-Peter Eigner

Der Schriftsteller Gerd-Peter Eigner ist gestorben – ich muß, es ist traurig, das Berufsfeld wie auch die Tätigkeit dieses Mannes für viele Leser wohl hinzufügen, weil Eigner den wenigsten noch bekannt sein dürfte. Schade, daß die Berliner Zeitung diese Nachricht … Weiterlesen

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Nachblick Buchmesse sowie ein Vorblick auf Clemens Meyer

Was bleibt? Wie immer viele Manga-Mädchen, Manga-Boys, Fleisch, Haut, Lektüren, ein Freiabo von der Jungen Welt, was mir ein mißbilligendes Kopfschütteln sowie die Ausschimpfe der Frau an meiner Seite eintrug. Jugendliche, die in Scharen sich durch die Hallen schieben. Vermüffelte … Weiterlesen

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Morgens mit Heine, Hegel und Jean Paul

Das ist zwar nicht ganz gerecht gegenüber Jean Paul, was Hegel hier in seiner Ästhetikvorlesung von 1823 sagt, aber ich habe mich beim Lesen dieser Sätze sehr an Thomas Melles „Die Welt im Rücken“ erinnert gefühlt: „In den Jean Paulschen … Weiterlesen

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Mein Plädoyer für Helene Fischer und eine Tonspur zum Nobelpreis für Literatur

Lyrik unter modernen Bedingungen hat sich dem Pop anverwandt. Wir sehen das an Helene Fischer, die eine seit Jahren für den Literaturnobelpreis heiß gehandelte Kandidatin ist. Man nehme ihr Gedicht „Atemlos“, das in einer interpretatorischen Parataxe bereits vom Titel her … Weiterlesen

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Auf den Gipfeln der Verzweiflung: Curzio Malapartes Komik

Eine der wenigen – zunächst – komischen Passagen – es finden sich in seinem düsteren Roman „Die Haut“ kaum Stellen, die Lachen lassen, allenfalls ein bitteres, galliges, schwarzes Lachen, das der Verzweiflung geschuldet ist – möchte ich hier zitieren. Sowieso … Weiterlesen

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Der Fall Ferrante oder Neapel ist ein Text

Die Instanz des Autors ist wesentlicher Teil des Literaturbetriebs – Foucault deklinierte dies in seinem Essay zum Autor durch –, und es gehört zur Literatur das Authentische des Textes wie’s Täßlein Espresso zum Bücherphoto auf Blogs mit dazu. Gerade in … Weiterlesen

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