Die Tonspur für Wien

Demnächst wieder durch Favoriten, Mariahilfer Gürtel, Margareten Gürtel streifen – die Ringstraße des Proletariats, wie es hieß. Zwischen Lugner City, Hofburg, dem Café Griensteidl, Stadtpark, drittem Bezirk, hinüber zum Praterstern, Vororte und Zentrum – bis nach Transdanubien. Wir werden sehen, was die Kamera einfängt. Die Theaterkarten für die Burg sind besorgt. Glaube, Liebe, Hoffnung, von Michael Thalheimer inszeniert. Guter Platz im Parkett. Ob der Wienfluß inzwischen vertrocknet ist? „Gesellschaft für projektive Ästhetik“ lese ich auf dem Google-Plan, Photogalerie Ostlicht, Photogalerie Westlicht – das alles besuchen wir. Egon Schieles Innenblicke. Nichts Schöneres als diese Stadt. Farben im Ornament verwoben. Zur Großstadt demoliert. Ich suche, suche in allen Straßen: Neue Bilder. Wo alles schön, wo alles bös ist. Wo ich aus dem herrlichen Café Prückel abends trunken nach Hause schleife.

Im verhüllten Modus oder hinter den Fenstern – die Tonspur zum Montag

Samstagnacht auf dem Fahrrad mit Riesling im Blut, im trunkenen Fürsichsein, im reichen Westen Berlins, Grunewald, an den Villen vorbei auf menschenleeren Straßen heimwärts radeln, irgendwann im Monat Mai in einer dieser warmen Nächte, da man noch bis tief in die Mitternacht hinein im Garten sitzen kann, auf dieser Nachtfahrt mit imaginierter Musik im Ohr, und sie sind, trotz meines vehementen Vorbehalts gegen das Zwangsystem Pop, immer noch, seit über 20 Jahren, die besten aus England oder vielleicht eher eine der besten Bands, denn auf Neil Young lasse ich ebensowenig kommen: Oasis. Sage ich als Franzosenfreund. Doch dieser Sound blieb immer in mir kleben, haftete, wenngleich ich die Attitüde von Oasis ansonsten läppisch fand. Aber es bleibt diese Musik, die sich, wie sollte es auch anders sein, mit Erinnern koppelt. Hier, da, dort, Dresden,  eine Autofahrt nach Leipzig, ein Tag an der Elbe bei Wittenberg, an den Orten in Hamburg, das Café unter den Linden, die Ess-Bar in der Rentzelstraße. Daß Alkohol und Literatur das ästhetische Denken beflügelten und daß Philosophie auch etwas mit Intensität zu schaffen hat, Philosophie immer auch eine Variation auf Ästhetik ist, bei aller rationalen Konstruktion und bei aller logischen Schärfe, ging uns  in jenen Abenden in Hamburg auf. Mit deutschem Riesling im Blut, der aus dem Elsaß geht auch und ist durchaus lecker, aber anders in seinem Geschmack, dachte ich mir beim Treten in die Pedalen und während der Alkohol vom situativ-seltenen Sporteln zunehmend in den Kopf mir stieg, tönte es und ich dachte mir, wie man einen solchen Augenblick festhalten könnte: An einem jener klassischen Sommertage in einer Seitenstraße von Dahlem. Inzwischen Bezirkwechsel und meine Wohnung rückt in Reichweite. Ob dort im Kühlschrank noch ein Absackwein stünde? Es ist eben am Ende immer noch die Erde, die den Geschmack eines Weins bestimmt. Terroir, dachte ich, was lustig ist vom Französischen her und mich sogleich an deren Große Revolution und den terreur  erinnerte, wie dicht die Begriffe phonetisch beieianderliegen, und so kam mir in den Sinn, daß mir die Freigeistigkeit am Ende doch über alles und vor jegliches politische Systemn geht.

So radelte ich mit dieser Musik. Dachte an den Tag in Wittenberg, das Bett in Leipzig, das nach spanischem Weißwein immer wieder auseinanderrückte, dachte und dachte und fuhr in diese schöne Nacht, weit im Westen Berlins, da wo wenig Menschen sind und die Stadt tatsächlich noch schön ist. Dem folgt Gesang.

 

Die halb zugezogenen Jalousien – den Sinn vom Französischen genommen, was sprachlich auf die Eifersucht verweist – in solchen Wohnhäusern, vorm Fenster, irgendwo im Juni, im Fränkischen, in Bamberg, an jenen Junitagen, da der Sommer noch nicht ganz verstaubt ist, in einer deutschen Stadt, in den Gassen einer deutschen Kleinstadt, eher ein Schweigen. Diese Stille, diese halbweißen, silbernen Jalousien vorm Glas, die irgendjemand halb oder sogar ganz herunterzog, haben mich immer schon fasziniert. Mitten am Tag. Oder im Süden ein geschlossener Fensterladen, wie damals in Rom oder Paris. Jenes südländische Blickdichtmachen des Wohnraums, und jenes Aussperren des Blickes im Norden in der modernen, effizienten, metallischen Weise. Die Hitze, das Licht, die Wärme draußen zu halten. Auch im Süden sind die Fensterläden zum hohen Mittag meist geschlossen. Pans Mittag, nur ohne den schrillen Schrei der Flöte und ohne den Schrecken inzwischen, der in dieser stillen Stunde einst in die Glieder fuhr. Aber doch immer noch dieses Licht, darin sich sowas wie Mythos zeigt. Nicht anders als in Bamberg – „Wörtersüden“. Oft sind diese Läden aus schönem Holz. Jalousien sind aus Leichtmetal. Kälte von Lamellen. Ich mag diese Dichte. Mineralisch in ihrer Weise. Deutsch im schönen Sinn. In der Wohnung ist es kühl und Obst liegt in einer Schale oder eine Photographie von Rilke da an der Wand. In der dunstigen Abgestorbenheit Bambergs zum hohen Mittag.

Die Tonspur zum Sonntag – 2000 Jahre Karl Marx und darüber hinaus

Zum Abtakt des 200. Marx-Geburtstags im Mai, den dieser Blog von seiner Herkunft her naturgemäß beging: Der Mann mit dem Koks ist da! Essen und Villa Hügel. Schnee und Schwarz. Unser Fetisch ist die übliche Verkehrung und der Verkehr beim Betrachten. Mit Falco und einem Video, das den Verkehr mit Fetisch pointiert.

 

Die Tonspur zum Sonntag

Ostzonensuppenwürfelmachenkrebs sind eine Band aus der schönen Stadt Hamburg, und es liegen ihre Zeiten, nicht aber ihre Texte wie eine Weile schon zurück. In tiefe, tiefe Vergangenheit gepackt und gezuckert und das ist: in Erinnerung gebettet und gepudert. Und versenkt. Ein nettes sonntägliches Lied hier wie heute übers Für- oder Beisichsein: Von Haus aus allein. Jeder Photograph und jeder schreibende Spaziergänger wird es wissen: es geht am besten allein, andererseits wollen wir auch nicht überdramatisieren und Beisichsein als Fetisch herausstellen, doch zum Bildermachen und beim Spazieren im Hain, über Wiesen, am Fluß, durch die Straßen einer Stadt oder an der See braucht es niemanden. Hamburgbilder im Kopf, Hamburgbilder im Video, Berlinphotos aus der Kamera: Berlin ist beileibe keine schöne Stadt und schöner ist es, wenn man aus ihr fort ist. Aber solch öde Orte wie Berlin laden zum Photographieren ein. Ablichten des Absonderlichen oder Toten.

Ein schönes Video begleitet diese Musik. All das ist lange her: die Zeit, die Musik in Hamburg und das Augehen und die Ereignisse, denen ich lieber als Zaungast beiwohnte und bis heute als Betrachter nur beiwohne, ohne mich irgendwo dazuzuschlagen oder zu engagieren.

Traumgänge eines Photographen zur Zeitumstellung: Genau auf den Punkt als am Leipziger Hauptbahnhof die tschechischen Neonazi-Biker unter großem Hallo zum großen Naziaufmarsch einreiten und die Polizei in ungemütliche Alarmbereitschaft gerät, als es also dramatisch zu werden droht und eine Situation eskaliert, muß ich aus diesem herrlichen Traum aufwachen, weil draußen im Garten die Vögel tirilieren.

Es waren schöne Bilder, ich hätte gerne eines meiner Photos, die ich aus den Polizeiketten heraus im Traum schoß, hier eingestellt, um zu zeigen, wie aufregend und dramatisch die Sache war. Aber Träume lassen sich nicht photographieren. Die Stimmung, die Gegendemonstranten, deren Protest-Rufe, die Anreise der Nazis mit der Bahn, die Blockaden. Ein spannender Photographen-Traum. Auch dort wieder allein und ungesellig durch die verschiedenen Menschengruppen gestreift. Von Polizisten, Gegendemonstranten und Nazi-Demonstranten mißtrauisch beäugt.

Die Tonspur zum Sonntag – Robert Walser: Le promeneur solitaire

Ein Essay, gelesen von W.G. Sebald aus „Logis in einem Landhaus“. Dazu ein ganz wunderbarer Bilderreigen, vor allem die Photographien zu den unterschiedlichen Altern von Walser sind aufschlußreich, samt Sebalds Kommentar dazu. (Besonderer Dank dafür geht an Mladen Gladić , durch den ich diese Trouvaille auftat.)

Ein großartiger und meisterhafter, hier auch noch gelesener Essay. (Hier passen diese Adjektive einmal, die ansonsten als Superlative des Bezeichnens eher die Sache entwerten und vertun und aufs Normale abziehen.) Ein Text, durchdrungen von Klugheit und von Beziehungsreichtum – genau in der Art, wie ich mir Lektüre und Interpretation vorstelle.

Und es sei diese Passage ergänzt, aus Robert Walsers Erzählung „Der Spaziergang“:

„Und wenn jemand mit Genießen und mit aller Lebenslust so lange warten wollte, bis die Welt endlich keine unglücklichen armen Menschen mehr aufweisen würde, so müßte er bis an das graue unausdenkbare Ende aller Tage und bis ins eisigkalte, öde Ende der Welt warten, und bis dahin dürften ihm die Lust und das Leben selber gründlich vergangen sein.“

Überhaupt ist Walsers Prosa voll von solchen Sätzen, Fundstücken, Spielereien. Und was für ein Anfang, mit dem Das Spazieren in „Der Spaziergang“:

„Ich teile mit, daß ich eines schönen Vormittags, ich weiß nicht mehr genau um wieviel Uhr, da mich die Lust einen Spaziergang zu machen, ankam, den Hut auf den Kopf setzte, das Schreib- und Geisteszimmer verließ, die Treppe herunterlief, um auf die Straße zu eilen.“

Ich wollte eigentlich heute im Hause bleiben, aber als ich das da von Sebald hörte und dann nochmal nach der kleinen Walser-Erzählung griff, dachte ich mir: Hinaus, hinaus! Wie sehr in diesem Walser-Satz ein intuitive Moment steckt und zugleich der unbedingte Wille, wie von einer Macht erfaßt, um in diese Welt hinein, oder genauer gesagt: hinaus zu gehen. Heute kann man solches kaum noch schreiben, allein deshalb, weil sich kaum einer beim Verlassen des Schreib- und Geisteszimmers einen Hut aufsetzt, sofern es solche Räume überhaupt noch gibt. Im Grunde funktioniert dieser Satz gerade durch dieses so unscheinbare Detail des Hutes. Es gibt Texte, die funktionieren wie Kokain oder wie Champagner: sie greifen ins Hirn, erzeugen Assoziationen, die ich dann ordnen und reihen muß, ich bin inspiriert, nichts hält einen mehr, man möchte schaffen und möchte hinaus. Die Eindrücke sammeln, am besten Denken und Schreiben in einem Zug. Dazu bräuchte der Flaneur entweder ein Diktiergerät oder aber ein sehr gutes Gedächtnis für das, was einem alles durch den Kopf ging – sowieso braucht der Flaneuer Gedächtnis, das wissen wir ja schon von Walter Benjamin und Kracauer. Oder eben einen Photoapparat. Wir sind von solcher Natur.

La Belle de France – in Trauer, zum Tod von France Gall

Es war die Musik meiner Eltern, in den frühen 60er Jahren, der kleine Bersarin war nicht einmal ein Jahr alt, Kennedy keine zwei Jahre tot, und auf den Mond sollte der Mensch erst vier Jahre später fliegen, drei Jahr also, bevor die Schwester des Kolumnisten geboren wurde, das Jahr 1965, langsam begannen Studenten aufmüpfig zu werden und gegen Regeln und Verbote zu protestieren, als France Gall beim Grand Prix Eurovision de la Chanson, wie dieser Contest damals noch hieß, mit  Poupée de cire, poupée de son antrat. Und gewann. Eine unbeschwerte Zeit, trotz aller politischen Beschwernisse. Eine Zeit erotischer Freizügigkeiten.

So wie Serge Gainsbourg, der jenen Song für France Gall schrieb, kann man heute nicht mehr singen. Es ergingen über die Sängerin und den Texter Kübel von Denunziationen. Weil nämlich jegliche Regung in einer biederen Moral erstickt wird. Waren die linken 68er damals noch für die Befreiung von Frau, Gesellschaft und Sexualität angetreten und standen ihnen die Konservativen damals als Feinde gegenüber, so haben sich heute die Register empfindlich verschoben. Die heutige kulturalistische Linke hat den Part der Konservativen übernommen, Ideologiekritik verkam unter der Hand zum Werkzeug von Inquisition. Die Grünen sind inzwischen eine Verbotspartei und beim Namen Heiko Maas fällt den wenigsten heute Gutes ein. Sänge heute eine Frau Poupée de cire, poupée de son in der naiven Weise, wie France Gall es tat, träte beim Spiegel die Hysterikerin Stokowski oder irgendeine andere sogenannten, selbsternannte Twitter-Feministin an, um in schrillem Ton Banales zu posten und die Standardspielmarke Sexismus einzusetzen. Die Lust am Mehrdeutigen ist dem zwanghaften Bekenntnis gewichen. Nicht mehr „Zeig mir, ob er steht!“, sondern wiedermal jenes unsägliche „Sag mir, wo du stehst!“

Oder aber es herrscht eine solche Ubiquität des Sexuellen, daß jeglicher Nebensinn und jegliches Subtile einfach nur verblaßt und verschimmert. Von Erotik keine Spur mehr, sondern angesichts derb gezeigter Titten und Ärschen in Videos und von Halbstarkposen der Hip-Hop-Macker bietet der Pop aufdringlich die Körper dar. Nein, früher war nicht alles besser. Aber manche Musik hatte mehr Kraft und Potential. Selbst dort, wo es bloß Unterhaltung war. Ein Hauch von Mode und ein Tick des Zeitgeists, an dessen Gewand sich aber immerhin noch die Idee von Schönheit und von Lust heftete, wie sie einst die Moderne, auch als Imago von Erotik, beschwor. Ein Moment von Freiheit blitzte in solchen Liedern wie von France Gall auf. Eine durchzechte Party, ein Engtanz und übrig blieben morgens ein paar schöne Luftballons. Oder zertanzte Schuhe oder ein neues Lebewesen, das da im Bauch sich bald regte und mit den Monaten langsam zu strampeln begann, weil’s die Pille noch nicht gab. Es wurde gelebt und nicht gelabert. Männer stellten sich tatsächlich manchmal noch ihrer Verantwortung anstatt ein Ticket für Holland zu besorgen oder sich einfach aus dem Staub zu machen. [Sicher – es gab auch das Gegenteil. Feige Männer existieren zu allen Zeiten.]

All jene freien und manchmal eben auch wieder verklemmten Momente jener 60er Jahre und der frühen 70er schossen mir durch den Kopf, als ich die CD mit Songs von France Gall vorhin hörte. Die Erzählungen meiner Eltern. Der kiffende Hippiefreund Klaus, der einmal seinen Joint in der Zigarettenschachtel vergaß. Muttern, die nichts ahnte, verschenkte die Packung mit den letzten drei oder vier Zigaretten darin an die Handwerker. Die werden statt Astra („Wer Häuser baut und seine Frau verhaut, der trinkt auch das, was Astra braut!“) mal einen anderen Spaß gehabt haben. (Gott hab ihn selig, den guten alten Klassismus.) Unsere Vormittage an der Elbe, die Schiffe, die Wellen. Manchmal denke ich, daß die Frauen zu dieser Zeit sehr viel emanzipierter waren als sie es heute sind. Aber das mag ein Trug sein oder eher für die DDR zutreffen. In der BRD sah es von der Gesetzeslage, seien es die Scheidungsgesetze oder die Möglichkeit der Frau vom Gesetz her einem Beruf nachzugehen, anders aus.

Aber das ist ein anderes Thema, beim Betrachten jenes Videos Laisse tomber les filles aus dem Jahr 1964, dem Geburtsjahr des Autors, fiel mir auf, wie frei und wie wild, aber auch wie unschuldig damals noch die Bilder von der Hand gingen. Anders als in den 50ern, die freilich beileibe nicht so verklemmt waren wie es schien und im Vergleich zum Heute, wo schon ein Wandgedicht sexuellen Argwohn erregt. Was diese Bilder zeigten: Ausgelassenheit und Bruch zugleich – am deutlichsten vielleicht fand sich dieses Spiel und dieses Vexierbild in Jean Luc Godards Masculin – Feminin oder: Die Kinder von Marx und Coca-Cola aus dem Jahr 1966. Vielleicht sehr französisch, das ganze. Aber diesen Ton der Freiheit kriegt man auch mit, wenn man etwa die Briefe von Gudrun Ensslin an Bernward Vesper oder Ensslins Briefe von 1968 aus dem Knast an Andreas Bader liest. Eine seltsam bedrückende und doch zugleich freie Zeit. Etwas Neues brach sich Bahn. Auch wenn ich den Erzählungen meiner Eltern folge.

Feiern wir also jene unbeschwerte schöne Zeit und denken an die schönen Lieder und an jenes ausgelassene Frankreich von France Gall und Serge Gainsbourg. Adieu, France Gall! Sie starb heute, in Neuilly-sur-Seine an ihrer Krankheit namens Krebs.

Schauen wir also zur Erinnerung die Videos und hören diese schöne und so sehr französische Musik.

Die Tonspur zum Sonntag

Aus gegebenem Anlaß: Schöne Isabella aus Kastillien (Comedian Harmonists)

Dies aber darf man heute beim Gendergaga vermutlich nicht mehr singen und Stokowski kreischt. Wunderbare Musik! Wir müssen endlich Musik und Stimmung machen gegen die Prüderie der neuen Evangelikalen aus dem Hause Wizorek und Stokowski.

Höre die Geschichte von Frau Potifar
Die ungemein erfahren war
Hör‘ zu, hör‘ zu: Das war die Frau von Portifar
Die ungemein erfahren war
In allen Liebessachen
Der Gatte aber, au contraire
Der war schon alt und konn’t nicht mehr

Tirili tirila, die kleine Frau bewachen
Da pfiff sie auf die Stittsamkeit
Und machte sich ’nen Schlitz ins Kleid
Und fuhr hinab nach Theben
Um dort sich auszuleben
Denn Theben ist für Memphis
Das, was Lausanne für Genf ist

In der Bar zum Krokodil
Am Nil, am Nil, am Nil
Verkehrten ganz incognito
Der Joseph und der Pharao
Dort tanzt man nur dreiviertelnackt
I’m Rumba und Dreivierteltakt
Es trifft mit der Geliebten sich
Am Abend ganz Ägypten sich