Zeitlos – Dezember

Flieg wohl, mein lieber, geliebter wilder Sturmvogel. Dahin, wo Dein Nest und Dein Ort ist, Dein Glück und Dein Zauberberg, dort, wo Du wohnst und Dein Leben Dich trägt. Deine Behausung, in der ich niemals war und sein kann. Wir lebten einen Traum, ein wunderbarer Wunsch, waren einander Begehren und Lust. Wir waren real, gegenwärtig an den Orten. Das Wasser der Elbe, der Spree, der Saale fließt immer und immer dahin. Denn Bleiben ist nirgends. Wir, auf den Flüssen fahrend, im Sonnenglanz der Saale, das milde Oktoberlicht, die Burg vor uns. Unser letztes Mal. Der Fluß nimmt alles, behält alles im Sinn und in den Bildern der Spiegelung. Im Sommer unter der Brücke des Landwehrkanals, schwirrendes Licht. Das kommt niemals mehr und bleibt nicht, kann nicht bleiben. Du sprangst jedesmal zur Seite, wenn ich Dich photographierte oder es versuchte, zumindest, Dresden, Leipzig, Berlin, Halle, gescheiterte Photographien, zogst die Kapuze ins Gesicht. Nur auf diesem einen Bild, im Sommer auf der Spree, auf dem Schiff, das uns zum Österreicher fuhr, da gelang’s mir. Dein Gesicht, Dein Lächeln, Deine Augen, die Sonnenbrille im Haar. Es waren Augenblicke nur, doch die schönsten. Die Canaletto-Perspektive in Dresden, die wir im Strom der Küsse nicht sahen. Wenn Zeit fließt und ein Tag wie im Nu vergeht als sei’s Sekunde und reine Flüchtigkeit. Die Badewanne, meist ohne Fichtenschaumbad. Im Regen unserer Küsse, im Leipziger Winterregen, klamm die Kleidung, bis wir beim schlechtesten Griechen der Stadt landeten und lachten gemeinsam, mit der Straßenbahn ging die Fahrt durch die Stadt, beim Spätkauf erstanden wir die drei Bier, im Hotelbett, vor uns der Fernseher, „In der Mitte entspringt ein Fluß“ lief als Film. Und am Wegesrand zwischen Plagwitz und Lindenau, die Adorno-Tagung, wo wir ins Fenster linsten, spazierten und vorbei, kurz vor den Festtagen, die Tarte au Citron und Deine Hand, Deine wunderschöne Hand in meiner.

„Es geht nicht!“ Ich lachte, glaubte nicht, sah im Parkhaus, Leipzig, D.C., die Rücklichter des Wagens, davonfahren, schaute versonnen, ungläubig über die Nacht, den Tag, den Morgen, den Abend, das letzte Glas spanischer Rotwein war zuviel gewesen. „Natürlich geht es, wenn zwei wollen.“ Phänomenologisch-vertrackt, das holt kein Denken ein, diese Male, dieses einzige Mal. Unsere wilden Lebensmomente. Unwiederholbar. Ich habe mir immer vorgenommen, das aufzuschreiben und irgendwie festzuhalten. Aber es läßt sich nicht halten und schreiben und texten und fixieren, weil es die Szenen des Lebens sind, nein, keine Szenen, das wäre Theater: Ereignis, Geschehen immer im Fluß, mit Dir nur mit Dir, iterativ, genial, haltlos, zersetzend, zerstörend, kontraproduktiv-schön, waren wir ein einziger Glanz und zarter Hauch, und Wildheit, im Streit, in unserer Liebe. Im Jetzt-Blick, im Hier-Sein, in realer Gegenwart, den Fluß der Zeit aussetzend, Da-Sein, einfach da und am Ort, doch nun ist es Widerschein, in der Parklandschaft, ich spüre Deine Haut an meiner. Immer noch. Deinen Geruch. Gemeinsam durch den Pleasureground gestreift, Glienecker Park, Große Neugierde, abends, mit dem Blick durch die Pergola auf den Wannsee (Jungfernsee, im Abendrot, wo die Sonne tiefer ins Wasser stieg, Stück um Stück, der Wein und die Köstlichkeiten unserer Speisen, auf der Decke ausgebreitet) beim Parkpicknick vor dem Schinkel-Casino, das Gedicht über den Blinddarm, das der Fremde uns rezitierte, frei, aus dem Stehgreif erdichtet, dada-absurd und jener Satz von der Liebe, den er mit feinem Lächeln sprach. Diese eine Sommernacht. Wir wußten, daß es niemals ewig halten kann. Die Zeit heilt keine Wunden. Musizierender Dichter, der den Schluck Wein nahm, den er sich erbat, Riesling natürlich, bevor er zum Fest der feinen Gesellschaft ging, um sich als Musikant zu verdingen. Wir waren nie Schrift, in keinem unsere Briefe. Deine Stimme, der Klang, die wunderbare Farbe Deines sanften, weichen Dialekts vergesse ich niemals. Du warst zart, liebevoll, wild, frech, verwegen, voll Streitlust (wie auch ich) und von unbändiger Phantasie und Denkkraft, unser Humor, wenn wir lachten und uns freuten über „Finsterworld“. Dein schönes Lächeln am ersten unserer Tage bezauberte mich sofort, wilder, geiler Blondschopf. Mein Sturmvogel, voll von Kraft. Oft blieben wir einander Bilder, aus unseren Fernen heraus, Dein schönes Gesicht, mir immer vorgestellt, doch wenn wir uns näherten, waren wir Haut, Körper, Zungen, Küsse, die nie enden wollten, warst auch Freundin, von Gespräch zu Gespräch, Blicke und Blick, zwei Wesen aus Mensch, die sich einander gaben und schenkten. Du bist tief in mein Herz gemalt und wirst es immer bleiben. Geliebte.

Flieg wohl und auf guten Wegen davon, mein lieber, geliebter schöner Sturmvogel.

Von den Flüssen: der Landwehrkanal als (geschichtsphilosophisches) Fanal. Oder: die Farbe Rot. Die Beschneidung der Zeit (1)

 

DU LIEGST im großen Gelausche,
umbuscht, umflockt.

Geh zur Spree, geh zur Havel,
geh zu den Fleischerhaken,
zu den roten Äppelstaken
aus Schweden –

Es kommt der Tisch mit den Gaben,
er biegt um ein Eden –

Der Mann ward zum Sieb, die Frau
mußte schwimmen, die Sau,
für sich, für keinen, für jeden –

Der Landwehrkanal wird nicht rauschen.
Nichts
stockt.
(Paul Celan, im Gedichtband „Schneepart“)

Ich hätte Ihnen das Gedicht gerne laut vorgelesen, weil es auf den Klang, die Färbung und den Ton ankommt. Das ist in der Schrift schwierig möglich, wenngleich das Internet Möglichkeiten zur Verlautbarung von Lyrik bietet. So aber stehen wir vor einem laut- und stimmlosen Text. Obwohl das nicht ganz richtig ist. Auch der Text hat eine Stimme und Laute. Die Frage ist nur, wie und in welcher Weise wir diese zu lesen und zugleich zu hören wissen. Zwischen den Zeilen.

Ein Rätsel ist bekanntlich Reinentsprungenes. Der Text als erratisches Moment, das treibt und umschlägt, so will es das moderne und ästhetisch gelungene Gedicht, so realisiert sich die Lyrik Celans. Zwang zur Form. Zwang zur Poetik. Poetisch, aber nicht im lenor-kuschelweichen Habitus der Sinnlichkeitsfanatiker und ihrer säuselnden Adepten, denen es nie lyrisch gestimmt genug zugehen kann [Rilke noch beim händischen Abwasch: denn da ist keine Stelle, die nicht abgeht], sondern als Wille zur Form und zum Ausdruck in einem. Die Welt als Wille zum Text. Der Fluß der Geschichte, die Geschichte, die vergeht und die bleibt, die Geschichten, die sich erzählen lassen, wenn zwei Menschen nebeneinander gehen, bei einem Spaziergang am Landwehrkanal. Peter Szondi und Paul Celan. Es gibt ein Unaussprechliches, genauer: ein zunächst Unverständliches, für den, der dieses Celan-Gedicht liest, ein Idiom, das sich erst einmal in keinen Kontext oder in keinen deutbaren Sinnzusammenhang überführen läßt, sofern man im Text als Text bleibt. „Verwisch die Spuren“, wie es Brecht in seinem Lesebuch den Bewohnern der Städte anriet. Ein Vorschlag, der keine fünf Jahre später für die Juden Berlins und anderer Städte überlebenswichtig wurde und der im Lyrischen ebenso die Gedichte Celans bestimmt.

Das Erratische als Block, deutbar als Zeichen vielleicht, in der „Polyvalenz seiner Struktur“ (so der schreckliche Gadamer) jedoch in der Deutung mehrere Möglichkeiten bietend, aber im Gehalt nicht mehr ins unmittelbar lyrische Bild zu bringen, das stimmungsvoll aufsteigen mag. Trotzdem viele der zunächst rätselhaft erscheinenden Begriffe, die Celan in seinen Gedichten verwendet, einer bestimmten Sprache entnommen sind, die uns freilich nicht immer geläufig ist. Begriffe wie „Hungerkerze“ oder aber solche wie Harnischstriemen, Faltenachsen, Durchstichpunkte und Kluftrose (aus dem Gedichtband „Atemwende“), die aus der Geologie stammen. Es wird in diesen Kontexten ein „semantisches Feld“ (Gadamer) erzeugt, das sich jedoch einerseits vom konkreten Gebrauch in der Fachsprache löst und einen ganz eigenen Horizont an Deutbarkeiten erzeugt, andererseits aber auf jenes Gestein, die Härte, die Färbung, das Bewahrende desselben zurückverweist.

Selbst hier noch die Polyvalenz. Das nähert das Schillernde und Rätselhafte, so daß die Texte Celans – zunächst – als undeutbare Zeichen erscheinen. Begriffe, die zu mehrschichtigen Chiffren sich sedimentieren. So wie jenes „Eden“, das zunächst theologisch aufgeladen zu sein scheint, um dann in einer genaueren Lektüre gleichzeitig eine andere Bedeutung zu erfahren. (Denn „Eden“ hieß das Hotel, wo im Januar 1919 Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht die letzten Stunden vor ihrer Ermordung, unter der Folter der Freikorpssoldaten, harrten. Es war das Hauptquartier der Garde-Kavallerie-Schützen-Division, Ecke Budapester Straße/Kurfürstenstraße, nicht weit vom Kanal. Der Kommandeur der Division, Waldemar Pabst, rief beim späteren Reichswehr-Minister Gustav Noske (SPD) an und erhielt von selbigem Noske (SPD) in Absprache mit Friedrich Ebert (SPD) die Genehmigung zum Mord. Das faschistische Deutschland samt Ideologie kann man in einer absurden Inszenierung in dieser Sentenz erleben. Trostlos im Gesamt.)

Was ist es, das in einem Text, in einem Gedicht seine Spuren als Chiffre, als Zeichen als poetisches Wort, lesbar zwar, doch schwierig zu deuten, rätselhaft, schön und auch hart, als Ton, Klang und Konstellation hinterläßt? Schwer zu Entzifferndes. Ein im Gedicht ansprechbares Du, ein Imperativ in Poesie, als Satz, als Aufforderung und Anforderung zum Gehen, wie wir es bereits aus Celans „Engführung“ kennen. Eine Winterszenerie. Und das Gelausche steht – auch reimmäßig – im Zusammenhang mit jenem Kanal, der nicht mehr rauschen wird, sondern dahinfließt, der die Leiche der Frau mit sich führt. Nichts stockt. Aber das Gedicht ist eine Momentaufnahme, während die Leiche der Luxemburg treibt. Das Gedicht bringt eine Bewegung hervor („Geh“, die Namen der Flüsse Berlins und jenes Kanals) und zugleich friert es ein, um sich dabei im nächsten Zug als Bewegung wieder zu lösen („Nichts/stockt“) Das kann man zusammenlesen als „nichts stockt“, nichts fixiert sich und nichts kann zur Festigkeit gerinnen (das mag man sowohl positiv wie auch negativ als Unbeständigkeit sichten); in derselben Diktion steckt darin das Panta rhei des Heraklit, des Dunklen. [Und niemand steigt zweimal in denselben Fluß. Das wußten am Ende auch wir, in Paris, unter dem Pont Mirabeau, wo die Seine so träge dahinfließt und wo wir uns im Wissen Apollinaires und unter Abendsonne innig küßten. Deine Zunge, Deine Haut und Spurung, gekraustes Haar. Unter uns ein Fluß und unweit davon trieb 1971 die Leiche Celans.] Aber im Enjambement deutet sich dieses „Nichts/stockt“ ebenso als Bruch, als Spaltung, als „Nichts“ und als „stockt“, die – jeweils – als Ausfluß von Negation, Nichtigkeit und Nichtung im Gedicht stehen, bleiben und harren. Abgetrennt. Als Schluß eines Gedichts und als Chiffre der Zeit.

Während eines Ganges durch Berlin, im Jahre 1967. Gedichte sind datiert, wie es in Jacques Derridas Celan-Lektüre im „Schibboleth“ heißt, einem jeden Gedicht ist ein Datum eingeschrieben, das wir jedoch nicht unbedingt zu lesen vermögen und das sich entziehen kann. Es bleibt in vielen Fällen unsichtbar. (Dieser Aspekt des Datums läßt sich nicht nur an Celans Lyrik, sondern genauso etwa an Hölderlins „Andenken“ darstellen.) Nicht mehr der hohe Ton von Lyrik als Gestimmtheit, sondern Fragen des Datums und der Zeitlichkeit zeichnen den Text. Zumindest läßt sich dies für die Dichtung Paul Celans in bestimmten Aspekten zeigen. „Ver-merkung von Ort und Zeit. Im Schnittpunkt des Hier und Jetzt.“ (J. Derrida) Zeit als Einschnittpunkt. Wie diese Einzigartigkeit des Augenblicks schreiben? Des Augenblicks – in seiner Hoffnung, seinem Schrecken und als Phase des subjectum.

 „Wer auf dem Kopfe steht, der sieht den Himmel als Abgrund unter sich.“
(Paul Celan, Der Meridian“

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Von den Flüssen und den Inseln werden meine nächsten Buchbesprechungen handeln: „Pfaueninsel“, „Am Fluß“ und „Kruso“.

Wittenberg

 
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Im Gras des Elbeufers, Englandjacke im Gepäck. Über die Straße, weit von der Stadt, schlendern über die Wiese. Immer näher der Elbe zu. Über uns schwebt die Brücke. Bundesstraße nach anderswo. Am kleinen Sandplatz mit dem Namen Strand, dicht am Wasser. Deine Küsse im Kopf, die ich mir gerne geraubt hätte. Am Strand, auf der Jacke sitzend. Wir reichen uns die Wasserflasche. Drei Stunden zuvor: Am Brunnen vor dem Rathaus, auf dem Platz. Es war kein Brunnen dort, so sagtest Du, sondern nur eine Bank aus Stein, auf der Du saßt. Dein blondes Haar, Dein betrachtender Blick von weitem her, während ich suchend die Treppen zum Rathaus hinaufsprinte: Der Mann mit der schwarzen Englandjacke und der weißen Jeans. Und im Café vor Nervosität ein erstes Glas Sekt am Mittag. Jeder eins versteht sich, nicht geteilt, wie ein Jahr später im Schloß Wackerbarth: „Wir hätten gerne ein Glas Rieslingsekt!“ „Also zwei, eins für jeden“, murrte der Kellner mit Besserwissermimik des Schloßbediensteten. „Nein, eins – ein Glas für uns beide!“, schnarre ich, hanseatisch nasal. Das Glas Rieslingsekt vom Schloßgut Wackerbarth enthielt 0,1 l Getränk.

Die Bedienung schaute indigniert, wie man einen jener geizigen Wessies ansieht, die aus dem protestantischen Norden oder aus dem Schwäbischen stammen und die es nicht verstehen, zu trinken, zu leben. Lutheraner, Calvinisten, Bilderstürmer. Der Barock ging an ihnen vorüber. Die Frau blickte spöttisch zu mir hin und rühmte fürdahin meine großzügige Art. Da wir jedoch vom Weingut Wackerbarth noch weiter an unser Ziel fahren mußten und wir beide naturalistisch in genetischer Disposition einen extremen Hang zu Verkehrsdelikten haben und diesen Hang zudem gerne pflegen und kultivieren, gab ich mal den Part der Vernunft und dachte mir, daß es besser sei vom Alkohol nur wenig zu sich zu nehmen. [Erst vor zwei Monaten wieder: Rotlichtverstoß. Schöne Photographie von mir aus Leipzig. 1 Punkt, 118,50 Euro Buße, inklusive Bearbeitungsgebühr und Auslagen. (Was für Auslagen wohl? Die Handcreme für die Sachbearbeiterin, weil sie auf der Photographie einen Mann sah, der ausnahmsweise mal nicht dämlich in die Verkehrskamera schaute?) Die 118,50 Euro wären – ganz reicht es nicht – ein schönes Essen zu zweit in jenem hervorragenden Restaurant gewesen. Aber dahin gingen wir ja sowieso. Ob mit oder ohne Buße.] Im Ratskeller zu Wittenberg habe ich auf Dein Dekolleté geschielt und war schwer beeindruckt. Mehr aber noch von Deinen Worten und Deiner Art zu sprechen. Keines der Bilder ist verblaßt. Draußen fällt Regen, wie vor zwei Jahren, als wir in das seltsame, aber so gemütliche Café flüchteten. Keine Minute dieses Tages war langweilig oder belangloses Schweigen.

Wittenberg – mon amour. Jede Minute. Für jeden, jeden, jeden Tag mit Dir. Ich weiß, daß das Blogkitsch ist, den ich abgrundtief verachte, von der ästhetischen Konstruktionsleistung her hasse und der in die Tonne gehört, wie alle diese läppischen, im Internet ins Nichts erzählten Geschichten, die nicht einmal zur literarischen Erzählung taugen. Aber hier geht die Ausnahme. Denn wir können genauso den ironischen Ton. Den bösen sowieso. Dies freilich wissen wir beide, Liebste.

Das Fräulein stand am Meere
Und seufzte lang und bang,
Es rührte sie so sehre
Der Sonnenuntergang.

Mein Fräulein! seyn Sie munter,
Das ist ein altes Stück;
Hier vorne geht sie unter
Und kehrt von hinten zurück.
(Heinrich Heine)

Diese Sätze haben wir uns allerdings so nicht gesagt, als wir am Ufer der träge fließenden Elbe lagen. Aber über die Meere treiben wir. Und immer den Fluß hoch. Dieser eine Tag, in einer mir fremden Stadt an der Elbe, als zwei Menschen sich trafen, die sich vorher niemals sahen, sich nicht kannten. Acht Stunden vor Nordsee. Dein Lachen, Deine schöne Stimme. Und auf der Rückfahrt im Auto klingt laut Tocotronic aus dem CD-Player. Und damit komme ich dann zur Tonspur zum Sonntag, diesmal von „Element of Crime“, die mir bis Anfang der 00er Jahre noch gut gefielen, weil sie einen bestimmten Ton brachten, der dann aber in den unendlichen Wiederholungsschleifen nur noch zelebriert wurde. Eine einstmals  gute Band, die sich leider an die Filmmusik des neuen deutschen Spaßfilms wegwarf. Schade drum.