Archiv des Autors: Bersarin

Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.

Deutscher Buchpreis 2017 – die lange, aber feine Liste

Die Spannung stieg und stieg, „o reine Übersteigung“, nun ist sie da: Die Longlist #dbp17 steht im Netz. Hoher Männeranteil, etwa 2/3, wie Andreas Platthaus süffisant in der FAZ feststellt. Da könnte doch der „Merkur“ gleich einen weiteren Aufschrei starten … Weiterlesen

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Von den Kulturräumen. Der freie Gebrauch des Eigenen

„Was ist deutsch?“ lautete jüngst der Titel eines Buches von Peter Trawny. Darin ging es um das Verhältnis Adornos zur Frage der nationalen Identität. Adorno betitelte seinen Aufsatz aus dem Jahre 1965 derart: „Auf die Frage: Was ist deutsch“. Also … Weiterlesen

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„Gras auseinandergeschrieben“ – in Nürnberg, ein Akt des Photographierens vom Ereignis

Nürnberg, im September 1936. Es ist Reichsparteitag. Wehrmachtstruppen hatten im März dieses Jahres das Rheinland besetzten, und so heißt das Motto diesmal: Reichsparteitag der Ehre. Hitler spricht. Vor Zehntausenden von Menschen: „Ihr habt einst die Stimme eines Mannes vernommen, und … Weiterlesen

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Zum Tod Jeanne Moreaus

Die damalige Freundin pflegte, wenn ich den Rekorder anschmiß und eine dieser DVDs mit französischen Filmen da in die Öffnung hineinschob zu sagen: „Du und Deine alten Schwarzweiß-Filme!“ Als wir „Sie küßten und sie schlugen ihn“ schauten, verstand sie mich. … Weiterlesen

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Zeit und Erzählung

Für die schönen Künste, für die Dichtung ist die Sache ausgemacht: Der Künstler soll sich eines guten Stils bedienen – nicht zu manieriert, wo nicht erforderlich, nicht zu nüchtern, selbst im kargen – so wirke der Literat. Stimmig muß es … Weiterlesen

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Vom Rechtsstaat

Solche Arten von Demonstrationen wie die gegen den G20-Gipfel in Hamburg sind kein Freizeitspaziergang. Manchmal geht es – von beiden Seiten, von Polizei und Protestlern – rau zu. Allerdings würde mich interessieren, wie nach diesen Bildern und Szenen von prügelnden … Weiterlesen

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Paris, mon amour, oder im November Prag?

„Das alte Paris ist nicht mehr (die Gestalt einer Stadt wechselt rascher, ach, als das Herz eines Sterblichen); Nur im Geiste seh ich noch dieses ganze Barackenlager vor mir, … (…) Paris verändert sich! nichts aber hat in meiner Schwermut … Weiterlesen

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Literarische Romantik, Surrealismus oder politischer Ästhetizismus? Walter Benjamin zum 125. Geburtstag

„Die Welt muß romantisiert werden. So findet man den urspr[ünglichen] Sinn wieder. Romantisieren ist nichts, als eine qualit[ative] Potenzierung. (…) Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnißvolles Ansehn, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen … Weiterlesen

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Die unerträgliche Zufälligkeit unseres Daseins – Daniela Danz „Lange Fluchten“

1999 nahm die Luftwaffe der Bundeswehr zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg an einem Auslandseinsatz teil. Das geschah im Kosovo-Krieg. Seither mehren sich die Einsätze. Ihren Höhepunkt hatten sie im Afghanistankrieg. Für Deutschland sind diese Interventionen ein großer Schritt. … Weiterlesen

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Meine Handvoll Dollar für Hamburg

Wenn es so wäre, wie die MoPo in einer Orgie des Möglichkeitssinnes mutmaßte, daß da (auch) Nazis am Werk waren, dann hätte die militante Linke auf noch viel größerem Fuße versagt: Daß sie den eigenen Leuten nicht Einhalt gebot, ist … Weiterlesen

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