Archiv des Autors: Bersarin

Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.

Achtundsechziger Geschichtszeichen (1). Von den Chiffre-Rätseln und von brennender Ware

Ein Jubeljahr ist es nicht oder zumindest nur bedingt, denn mit dem Einschnitt 1968 lösten sich nicht bloß klammheimlich viele der Ideale auf, die die Protestler, die Liebenden, die Studenten, die Theoretiker und die Empathievollen in die Welt tragen wollten, … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Bundesrepublik Deutschland, Gesellschaft, Gewaltdiskurse | Verschlagwortet mit , , , | 19 Kommentare

Nachteinsatz

Als ich losfahre, das Omen: ein Streifenwagen nach dem anderen, Blaulicht, sie halten vor der Shopping-Mall, die sich „Das Schloß“ nennt. Die Beamten springen aus den Wagen, hektisch, ich stehe an der Ampel, Grunewaldstraße, schaue neugierig, muß dann aber rechts … Weiterlesen

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Von einem unheimlichen und sehnsüchtigen Gefühl: Heimat

„So sind mir die langen und fernen Fichtelgebirge lieber als die nahen Tyrolerberge bei München; nur jene lassen meine Phantasie über die Berge und hinter die Berge ziehen und in der Nebelwelt auf ihrem Nebelrücken eine neue Morgenwelt aufbauen.“ (Jean … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Adorno, Bundesrepublik Deutschland, Gesellschaft | Verschlagwortet mit , | 61 Kommentare

Besser Barmbek, Berne. Uwe Kopf „Die elf Gehirne der Seidenspinnerraupe“

„Ihr wollt ein Liebeslied, ihr kriegt ein liebes Lied!“, nölte Ende der 90er Jahre der Hamburg-Eppendorfer Jan Delay mit öliger Stimme ins Mikrophon, und dieser erste und einzige Roman von Uwe Kopf – der Autor starb am 9. Januar 2017 … Weiterlesen

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It’s Hermeneutik, Baby! Avenidas oder die Geburt des Kunstwerks aus dem Geist der Jurisprudenz

Nachdem viele im Land, manche gar solange wie nie in ihrem Leben, sich mit einem Gedicht befaßt haben, was grundsätzlich zu begrüßen ist, daß Lyrik solche Relevanz besitzt, kommen wir in der Causa Alice Salomon Hochschule zum zweiten und wie … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Ästhetische Theorie, Lyrik | Verschlagwortet mit , | 74 Kommentare

Avenidas!

Erinnert sich eigentlich noch jemand an die Leute, die 1987 laut protestierten und sich ob der Kunst im öffentlichen Raum empörten, als zur 750-Jahr-Feier von Berlin von Wolf Vostell „Zwei Beton-Cadillacs in Form der Nackten Maja“ am Kudamm aufgestellt wurde? … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Fetzen des Alltags, Gesellschaft | Verschlagwortet mit , | 14 Kommentare

Im Dickicht junger Männerblüte – Simon Strauß „Sieben Nächte“

Nicht aus Nichtachtsamkeit, nicht aus Gleichgültigkeit, nicht aus nicht-dionysischem Interesse oder Antitaumel heraus habe ich Simons Strauß‘ Buch Sieben Nächte nicht gelesen, als es letztes Jahr im Sommer erschien, sondern schlicht wegen der Flut von Literatur. Nun also, alles auf … Weiterlesen

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Fescher Feminist im Trachtenkleid und katholisches Muttertier – Don Alphonso und Birgit Kelle in Berlin

Aha, Don Alphonso und Birgit Kelle zusammen auf einer Podiumsdiskussion. Die Karten waren schnell abverkauft, gut also, daß ich bereits am ersten Weihnachtstag, als Kelle den Termin twitterte, mir online was ergatterte. Bei dem despektierlich klingenden Beitragstitel, soviel sei zur … Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gesellschaft | Verschlagwortet mit , | 123 Kommentare

Gilles Deleuze zum Geburtstag

Ich bin, das gebe ich zu, was die Philosophie und sein Denken betrifft, kein ausgewiesener Deleuze-Fan, aber manche seiner Überlegungen, Pointen und Polemiken treffen doch einen Kern, den ich vom Moment des Gedankens her und auch als Blitz einer Idee … Weiterlesen

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Naturschönes und Photographie – Bamberg, Jänner

Im Hain, im Bamberger, rauschen die Wasser am Wehr. Spazieren im Abend und schauen. Die Luft ist diesig, sie trieb ins kühle Rot, im Winterlicht, hin zur Dämmerung. Wenn die Bäume ohne ihre Blätter stehen, zeichnen sich Äste und Zweige … Weiterlesen

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