Archiv des Autors: Bersarin

Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.

18.10.1977 – Gerhard Richters Stammheim-Zyklus

Stuttgart-Stammheim, die Nacht vom 17.10.1977 auf den 18.10. Die Geiseln in der „Landshut“ sind glücklich vom GSG 9 befreit. Über Radio dringt vom Deutschlandfunk die Nachricht schnell auch zu den Gefangenen im legendären 7. Stock des Hochsicherheitstrakts. Im Plattenspieler von … Weiterlesen

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Reisenotizen (4) – Küstenstraßen, westnordwest

Während alle Menschen auf der Buchmesse in Frankfurt durch Gänge und Räume schreiten, schweben, schniefen oder hasten, um Attraktionen, Bücher und Menschen zu bestauen oder sich für ein Europa begeistern, daß in meinen Augen eher die Gestalt des schrecklichen Jean-Claude … Weiterlesen

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Deutscher Buchpreis – der Gewinner

Das Aisthesis-Buchmesse-Orakel hat getagt und mittels eines ausgetüftelten Algorithmus den Gewinner des Buchpreises eruiert. Morgen, am 9. Oktober sind die Literaturfetischisten schlauer, doch Leserinnen und Leser von Aisthesis wissen schon heute mehr. Bis auf Menasse stehen bei mir  alle Werke … Weiterlesen

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Im Malstrom – Zu Edgar Allan Poes 168. Todestag

Gut gefiel mir sein Gedicht „Der kleine Rabe nimmersatt“. Müßte heute endlich etwas zu Edgar Allien Poe schreiben. Geht aber nicht, bin zu petrunken. Gezeichnet Lord Hicks. Nein, so kann man es nicht anfangen und das ist natürlich ein Scherz. … Weiterlesen

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Reisenotizen (3)

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Reisenotizen (2) – Straßen und Gebeine

Heute Flores und auch Weiber Geile nackte Zeitvertreiber. Blumen, Katzen, Avenidas, Frauenbeine und sonstwiewas. Im Straßenraum wird schön gewildert: Der Weg zum Klo ist ausgeschildert. So schrieb es sich der Beobachter ins Notizbuch, während er die Beobachterinnen und Beobachter in … Weiterlesen

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Reisenotizen (1) – Tramuntana-Gebirge

Die Vierzigjährige wirft bewundernde Blick auf den Photographen, der die Avenida hinaufwandert. Eigentlich ist es gar keine Avenida, sondern ein Weg im Gebirge. Gut gangbar aber, denn ich bin kein Bergsteiger. Am Wegesrand Schluchten und das Gestrüpp der Macchia. Buschland, … Weiterlesen

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Zur Besetzung der Volksbühne

„Die Geburtsstunde der Theatralik ist der Konflikt.“ (Frank Castorf) So ist ist. Und der sollte ausgetragen werden, bis jener Chris Dercon fort ist. Mit Dank an eine Facebookfreundin für das Zitat und es bleibt dabei: die Volksbühne gehört Castorf, und … Weiterlesen

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Von den Moralisierungen der bürgerlichen Gesellschaft oder die Tyrannei der Werte

Kurz vor der Französischen Revolution, eine Zeit des Umbruchs war es, wilde Gedanken trieben durch die Epoche – von Paris bis Königsberg. Über jene Jahre  schreibt der Historiker Reinhart Koselleck: „Der hohe Gerichtshof der Vernunft, zu dessen natürlichen Beisitzern sich … Weiterlesen

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Der Name der Rosen

Eine große Einkaufsstraße in Berlin, da, wo ich in der Nähe wohne und wo die Parteien ihr Wahlmaterial verteilen. Es gab heute eine rosa Rose von der CDU, in die Hand gedrückt am Wahlkampfstand. Um den Stengel geheftet das Bild … Weiterlesen

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