Gaza und die Gaza-Araber: Wer Wind und Terror sät, wird Sturm und Vergeltung ernten

Es ist ein Unterschied, ob deutsche Bomberverbände Warschau, Coventry und Rotterdam zerstören oder ob als Reaktion und in Verteidigung der Freiheit alliierte Bomberverbände Hamburg, Schweinfurt oder Berlin angreifen. Da kämen lediglich Rechtsextremisten und einige Revanchisten auf die Idee, letztere anzuklagen – selbst dort, wo auch deutsche Opfer zu bedauern sind, wie beim entsetzlichen Bombardement von Hamburg und Dresden. Es hat jedoch dieses Entsetzliche eine Ursache. Und die ist mitzunennen. Es ist ein Unterschied, ob russische Orkverbände ukrainische Städte bombardieren oder ob die Ukraine sich tapfer wehrt und russisches Territorium deshalb angreift, bombardiert und hoffentlich bald auch mit Tauris-Flugwerk beschießt. Und ähnlich, wenn auch in einem anderen Kontext, verhält es sich mit Israel. Israel übt sein Recht der Selbstverteidigung aus. Israel ist nicht Angreifer, sondern es wurde auf eine brutale Weise von der Hamas nicht nur einfach angegriffen, sondern mit Terror überzogen. In Israels Verteidigungsaktion gegen Gaza geht es nun darum, die Hamas mit Stumpf und Stiel auszuschalten. Diesen Umstand und daß Israel hier lediglich reagiert und eine brutale Terrororganisation von der politischen Bühne schafft, ist unabdingbar mitzunennen. Eine Organisation nebenbei, die Kinder vor den Augen ihrer Eltern gefoltert hat, die Babys verbrennt, die Frauen schändelt und mißbraucht. Alles Dinge, die in der israelischen Armee nicht üblich sind.

Wer von den Opfern bei den Gaza-Arabern spricht, der muß zum einen diesen Aspekt immer mitnennen – und das gilt insbesondere auch für die teils israelfeindliche Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien, wenn in den Tagesthemen unsäglicher und dumm von einem Geiselaustausch gesprochen wird, un der muß unbedingt auch dazu sagen, daß die Hamas Zivilisten bewußt instrumentalisiert und als menschliche Schutzschilde einsetzt, um für die westlichen Medien die entsprechenden Mitleidsbilder zu produzieren. Und er sollte dazu sagen, daß Moscheen und Krankenhäuser von der Hamas bewußt als Waffenverstecke und als Kommantozentralen benutzt werden und daß darunter sich teile Tunnelsysteme befinden. Insofern sind Krankenhäuser in Gaza eben nicht bloß Krankenhäuser, sondern zulgeich militärische Ziele. Und die dürfen in einem Verteidigungskrieg dan durchaus angegriffen werden. Weist einer, der ansonsten wortreich die Opfer bei den Gaza-Arabern beklagt, darauf nicht hin und tut einer das nicht, muß er sich schon noch fragen lassen, warum er solche Aspekte, die unabdingbar mit zu diesem israelischen Verteidigungskrieg dazugehören, verschweigt. Und auch in diesem Kontext ist es unredlich, palästinensische Araber und Israelis zu analogisieren. Entweder geschieht dies aus Unwissenheit oder aber es sollen bewußt bestimmte Aspekte unterschlagen und ausgeklammert werden, die Motive liefern, warum Israel so handelt, wie es handelt.

Arye Sharuz Shalicar, Sprecher der israelischen Streitkräfte, schreibt auf Facebook:

„BITTE schaut euch das Video von der gestrigen Freilassung der Geiseln bis zum Ende an.
https://www.facebook.com/watch/?ref=saved&v=286719483821054 [Video siehe Linke]
Fällt euch auf wer die jubelnde Masse ist?

Hamas hat ALLE unter 20-jährigen in Gaza indoktriniert wie einst die Nationalsozialisten die junge Generation in der Hitlerjugend indoktriniert haben.“

Zu den armen angeblichen Opfern der Gaza-Araber schreibt er weiter:

„Ron Krivoi wurde am 7.10. nach #Gaza verschleppt und ist jetzt wieder auf freiem Fuss.
Er erzählt wie er es schaffte seinen Geiselnehmern zu entkommen, sich für 4 Tage in Gaza zu verstecken, bevor palästin. Zivilisten ihn entdeckten und ihn der #Hamas übergaben statt ihm zu helfen.“

Bei Leuten, die beim Tod von Israelis, wie dies am 7. Oktober geschah, derart jubeln, bei Leuten, die eine entkommene Geisel wieder an die Hamas ausliefern und deren „Allahu akbar“-Rufe für bestialische Gewalt und faschistischen Terror stehen, hält sich mein Mitleid in Grenzen, wenn sie nun das zurückgezahlt bekomme, was sie selber akklamieren. Wer Wind sät und dazu jubelt, der wird dann Sturm ernten.

Die Wahl in den Niederlanden

Einen hervorragenden Kommentar, wie man ihn vermutlich und allenfalls nur noch in der WELT und bei bestimmten Autoren der FAZ findet, kann man bei dem Historiker Michael Sommer auf Facebook lesen:

„Interessant ist, was angesichts des Erdrutschsieges von Geert Wilders fast untergeht: dass nämlich die niederländischen Wähler dem Trend zu immer größerer Zersplitterung Einhalt geboten haben. Auf die vier größten Fraktionen entfallen jetzt 106 von 150 Sitzen, nach 90 bei der letzten Wahl 2001. Und im neuen Parlament sitzen immerhin zwei Zwergparteien weniger (50plus und Bij1).

Wenigstens theoretisch, nach den Statements vom Wahlabend wohl auch praktisch, können drei Parteien rechts der Mitte (PVV, VVD und NSC) eine stabile Regierung bilden. Sollte der NSC sich der Koalition verweigern, käme im Prinzip auch ein allerdings fragiles Fünfparteienbündnis mit den gerupften Christdemokraten (CDA), der populistischen Bauern-Bürger-Bewegung (BBB) und der rechteren der beiden reformiert-fundamentalistischen Parteien (SGP) in Betracht. Wenn nicht alle Indikatoren trügen, dürfte es die kürzeste Regierungsbildung seit Jahren werden.

Und noch etwas: In der deutschen Politik sollte man genau hinschauen, wie die Wähler zwischen Waal und Ems entschieden haben. Die Niederländer sind in politicis europäische Trendsetter. Polarisierung und Fragmentierung des Parteiensystems hat Deutschland in milderer Form mit rund 15-jähriger Verspätung nachgeholt. Die Drift nach rechts dürfte ein gesamteuropäischer Trend sein, der Schlüssel zu seinem Verständnis liegt in den migrations-, integrations- und wirtschaftspolitischen Versäumnissen seit mindestens 2009. Die Wähler wissen, dass Europa ein abgehängter Kontinent mit massiven Verteilungs- und Sicherheitsproblemen zu werden droht. Und sie stärken jetzt denen den Rücken, die in den zurückliegenden 15 Jahren keine Regierungsverantwortung getragen haben.“

Ich fürchte, solch kluger analysierender Blick wird in der deutschen Medienlandschaft fehlen. Und einmal wieder werden nicht die Ursachen von solchen Wahlergebnissen angegangen, sondern es wird der obligatorische „Kampf gegen rechts“ installiert. Es bleibt aber dabei: Wer mit Vogel-Strauß-Politik den geschilderten Problemen begegnet, der wird am Ende politisch das Nachsehen haben. Das gilt vermutlich für die Europawahlen nächstes Jahr und auch für die hoffentlich bald in Deutschland wieder erfolgenden Wahlen. Man kann für Deutschland nur hoffen, daß eine konservative, nicht merkelige CDU, die einen harten Umgang bei den Fragen Migration und Islam in Deutschland pflegt, nun zur Wahl antritt. Wir brauchen keine Laschets, sondern Leute vom Schlage eines Merz und eines Bosbach – oder statt Merz vielleicht besser noch Norbert Röttgen. Und nein: von den gegenwärtigen linken Kräften in Deutschland – also SPD, Linkspartei und die Grünen – erwarte ich im Augenblick gar nichts. In der SPD sehe ich niemanden, der diese Probleme irgendwie angehen könnte, bei den Grünen nur wenige, vielleicht Kretschmann, Özdemir und Habeck, der politisch ein Realist zu sein scheint – leider haben in diesen Fragen von Migration und Islam all diese Kandidaten nicht eine Partei hinter, sondern in großen Teilen und von der Basis her gegen sich.

Wenn es in der EU konservative Kräfte nicht schaffen, diese Migrationspolitik irgendwie umzupolen und einen anderen, härteren Umgang mit dem Islam in Europa zu finden (und nein: er gehört in dieser Form nicht nach Deutschland), dann wundert es mich nicht, daß solche Wahlergebnisse entstehen und ich kann die Leute ein Stück weit sogar verstehen. Wobei ich auch hier wenig Anlaß für Alarm sehe. Wilders muß koalieren, er muß also Kompromisse machen. Und das sagt er auch selbst.

Die Tonspur zum Sonntag: eine Satire auf die Woko Haram

Es soll aber nun doch auch ins Ernste gewendet werden: Mich würde interessieren, was in den Köpfen dieser Traumtänzer vorgeht, bzw. nein, das ist das falsche Wort: es sind Spinner und noch das greift zu kurz, diese Sympathisanten für nicht mehr nur latenten, sondern manfeisten Antisemitismus und Judenhaß sind brandgefährlich. Würde das nämlich realisiert, was diese Gestalten propagieren, gäbe es morgen kein Israel und damit auch keine Juden mehr in dieser Region. Die Pogrome vom 7. Oktober haben uns allen, der Welt vorgeführt, was mit Juden passieren wird.

Ich denke, selbst als 18Jähriger kann man nicht derart dumm und dämlich sein und auch als Student nicht, obwohl man die meiste Zeit in einem schönen Elfenbeinturm verbringt, darin man glaubt, Stroh zu Gold zu spinnen, ohne wahrzunehmen, daß das meiste was da gedroschen wird, das Phrasenstroh ist. Da wollen junge Leute allen anderen die Welt erklären und erzählen, wie der Hase so läuft, mit dem Allgemeinen und dem Besonderen und überhaupt und sowieso und alles drum und dran und sind noch nicht einmal fähig, basalste politische Zusammenhänge zu eruieren: Kein Schwuler und keine Lesbe, kein Transmensch würde auch nur einen einzigen Tag in Gaza oder im Westjordanland oder dem Iran überleben, wenn er sie es dort seine Sexualität offen ausleben würden. All dieses Ignorieren und diese entsetzliche Borniertheit kann man nicht einfach nur auf die Jugend dieser Leute schieben. Das ist Fanatismus unter Ausblendung der gesellschaftlichen Realität. Ähnliches beim Angebete der Heiligen Greta damals. Die große Skepsis mancher gegen solche Heiligsprechungen, als käme da ein weiblicher Klima-Mesias im Rentierschlitten aus Schweden, war, wie sich heute zeigt, mehr als berechtigt. Und wie sich schon damals schnell erwies, war all das Gedöns um die Heilige Greta von Thunberg eine gut kalkulierte PR-Aktion. Und da werde ich dann skeptisch, wenn Leute, die auf solches hereinfallen, uns dann die Welt erklären wollen.

Zum 9. November, zur Pogromnacht und das Klima der Angst

Am 9. November reiste der noch junge Paul Celan von Czernowitz ins französische Tours, wo er den Vorbereitungskurs für ein Medizinstudium beginnen wollte. Seine Reise vom Osten in den Westen führte ihn am 10. November 1938 über Berlin. Das, was Celan in Berlin an diesem Tag sah, hielt er in dem Gedicht „La Contescarpe“ fest. Darin heißt ein Vers:

Über Krakau
Bist du gekommen, am Anhalter Bahnhof
Floß deinen Blicken ein Rauch zu,
Der war schon von morgen.

Es war dies der Rauch der Synagogen, die brannten, es wird dies der Rauch von morgen gewesen sein. Ob es sich hier lediglich um eine Metapher handelt, der kein gesehenes Bild entsprach, weil Celan nur kurz in Berlin weilte, oder ob Celan tatsächlich solchen Rauch der Synagogen sah, bleibt im Blick auf diese Pogrome unerheblich; es wurden Synagogen angezündet, es wurden von Deutschen deutsche Bürger angegriffen: es wurden jüdische Geschäfte und jüdische Altenheime zerstört. John Felstiner schreibt dazu in seiner Celan-Biographie: „Es war der Anfang vom Ende jüdischen Lebens in Europa“.

Wir, die wir in den 1960 und 1970er Jahren geboren sind, können nicht ungeschehen machen, was in der Zeit geschah, als unsere Großeltern und unsere Urgroßeltern lebten, können nicht ungeschehen machen, was Deutsche den jüdischen Deutschen und später dann den Juden in ganz Europa antaten: sie nämlich umzubringen, aber wir können sehr wohl heute und in der Gegenwart unsere Stimmen laut werden lassen, wenn einmal wieder Juden in Deutschland verfolgt, bedroht und markiert werden, weil man ihre Türen mit Davidsternen beschmiert. Und diesmal nicht nur von Nationalsozialisten, sondern ebenso von hier schon lange oder seit kurzer Zeit in Deutschland lebender Migranten. (Freilich reicht es nicht aus, nur Stimmen laut werden zu lassen, die sich gegen migrantischen Antisemitismus stellen, sondern es muß dies zugleich politische Folgen haben.)

Und auch die Freudenfeuer am 7. Oktober in den Flüchtlingslagern sollten uns eine Mahnung sein, wen wir besser nicht nach Europa lassen. Karl Lagerfeld brachte es bereits 2017 auf den Begriff: „Wir können nicht, selbst wenn Jahrzehnte zwischen den beiden Ereignissen liegen, Millionen Juden töten und Millionen ihrer schlimmsten Feinde ins Land holen!“ Das mag zunächst naiv klingen und es lassen sich viele „Ja, abers“ einwerfen, um dabei dann Komplexität anzumahnen. Das mag alles richtig sein. Oder auch nicht: denn Lagerfeld benennt ein krudes Faktum, das sich nicht mit Rabulistik wegtünchen läßt. Und die Ergebnisse solcher verfehlten Integration in die deutsche Gesellschaft sehen wir nicht erst seit einem Monat auf den Straßen von Neukölln und anderswo, sondern seit Jahren.

Solange Menschen mit Kippa oder Davidstern sich nicht unbehelligt im öffentlichen Straßenraum bewegen können, solange Menschen sich ihre „Jüdische Allgemeine“ in einem neutralen Umschlag schicken lassen müssen, weil sie Angst vor Übergriffen haben, solange das so ist, solange haben wir ein Problem. Dieses Problem löst man nicht, indem darüber geschwiegen wird oder indem drei Tage nach dem 7. Oktober und nach den Freudenfeiern auf der Sonnenallee in Neukölln und auch anderswo in Deutschland, eine Figur wie Jan Böhmermann in seinem Podcast mit Olli Schulz abseiert: „Und laß uns nicht diese Diskussion anfangen mit dem importierten Antisemitismus“, um dann sofort aufs Allgemeine und ins Unverbindliche umzuschwenken und mit der „kartoffeldeutschen Gesellschaft“, so Böhmermann, aufzuwarten.

Im Blick auf das, was heute passiert, wenn auf Araberdemos in Neukölln, Kreuzberg und anderswo entsetzliche antisemitische Parolen gegrölt werden: all dies – vom Wirken des politischen Islam in Deutschland bis hin zu einem nicht nur latenten Antisemitismus in migrantisch-muslimischischen wie auch in linken und rechten Kreisen – ist lange schon bekannt. Vor dem politischen Islam und mißlungener Integration warnten unermüdlich Susanne Schröter (gestern in Kulturzeit zu hören) und auch Ahmad Mansour und ebenso, schon vor Jahren, der Bezirksbürgermeister von Neukölln, Heinz Buschkowsky.
Es wurde immer wieder geschrieben und man kann es nicht genug wiederholen: Nie wieder ist jetzt und dazu gehört ein Bündel an Maßnahmen – von Bildungsprojekten bis hin zu empfindlichen Sanktionen.

Wie dem auch sei: solange es solche Postings wie die vom Rabbiner Shlomo Bistritzky gibt, solange in Deutschland Türen mit Davidsternen markiert werden, solange Juden sich nicht als Juden zeigen können, weil sie Angst haben müssen, haben wir in Deutschland ein Problem, und zwar ein Problem mit jenen Leuten, die hier Juden bedrohen, und das sind zumeist Menschen aus einem muslimisch-migrantischen Milieu und das läßt sich auch nicht mit einem Nahostkonflikt entschuldigen oder kontextualsieren, so wie der weggenommene Arbeitsplatz bei Deutschen keine Entschuldigung ist, Asylbewerberheime abzufackeln. Und bei solcher Gewalt gegen Juden in Deutschland reicht es nicht, heute Kränze abzulegen, Lichter an den Stolpersteinen anzuzünden und Reden zu halten – auch wenn es symbolisch wichtig ist, all das zu tun.

Heute in Steglitz am Hermann-Ehlers-Platz bei der Spiegelwand, also vor der ehemaligen Synagoge in Steglitz, gedachten vielleicht 50, 60 Menschen, meist ältere und mittelalte Frauen und Männer dieser Nacht, aber auch einige wenige junge Familien mit ihren Kindern blieben stehen. Das ist nicht viel – aber immerhin. Und anders als in Neukölln muß in Steglitz kein Großaufgebot der Polizei solche Veranstaltung schützen, weil die Teilnehmer Angst haben müssen, von arabischen Jugendlichen angegriffen zu werden. Es war, wie üblich, der bürgernahe Beamte vor Ort, der auch letztes Jahr am 9. November und am 27. Januar schon da war.

„Nie wieder“, jener Schwur von Buchenwald, muß heute heißen: kein Fuß breit dem migrantisch-muslimischem Antisemitismus! Kein Fuß breit dem deutschem Faschismus! Und wer sich als Migrant und als einer, der in diesem Land Schutz gefunden hat, nicht an diesen Grundsatz hält, hat in diesem Land nichts, rein gar nichts verloren.

Dies ist im übrigen Aviv Katz. Sie ist seit dem 7. Oktober von der Hamas entführt und in der Gewalt der Araber dort irgendwo in Gaza. Der 9. November ist jetzt.

Photographien oben: Hermann Ehlers-Platz, Spiegelwand

[Und nein, Tagesschau, es ist nicht, wie ihr heute um 20 Uhr erzählt, zunehmender Antisemitismus in Deutschland, sondern zunehmend arabischer Antisemitismus.]

Synagoge am Fraenkelufer in Kreuzberg (Photographie auf Facebook von Net Luke)