Ausschluß vom Deutschen Buchhandlungspreis

Drei linke bzw. linksextreme Buchhandlungen in Berlin, Bremen und Göttingen wurden vom „Beauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien“ wegen verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse vom Deutschen Buchhandlungspreis ausgeschlossen.

Nun ist die Empörung groß. Aber was soll ich sagen: Die Geister, die man rief …! Mancher Linke wollte den Verfassungsschutz und hofierte ihn in den Kontexten, wo es politisch gut in den Kram paßte, um diese Instanz als Absicherung fürs Argument zu benutzen. Trari, trara, nun ist er da. Diesmal anders als gedacht.

Wäre der Protest in den Medien und in der Stellungnahme verschiedener Verlage auch derart ausgefallen, wenn etwa das Buchhaus Loschwitz aus Dresden von Susanne Dagen ausgeschlossen worden wäre? Meine Hand würde ich nicht darauf verwetten, hier mit „Ja“ zu antworten. (Soviel dann auch zu jenen, die lautstarkt immer wieder deklamieren, daß die ÖRR-Medien und der Kulturbetrieb doch gar nicht rot-grün bzw. links seien und daß das bloß eine Übertreibung der Rechten wäre. Wer bei dem einen Ausschluß klatscht und sich klammheimlich oder auch öffentlich freut, muß dann halt damit rechnen, daß das Spiel auch umgekehrt gespielt werden kann. Drum überlege einer immer gut und mit Bedacht, was er so wünscht und will.)

In meinen Augen sind Ausschlüsse nur selten gut. Aber sehr wohl sollte man die Frage nach der Verteilung von Fördergeldern samt den damit verbundenen Geldpreisen mal anders stellen. Mein Vorschlag: Jeder, der eine inhabergeführte Buchhandlung hat, darin auf eine halbwegs ansprechende Weise Bücher präsentiert und verkauft werden, kann sich bewerben. Und es entscheidet dann am Ende das Losverfahren. Ähnliches gilt auch für andere Sparten wie etwa Literaturpreise. Erst wird gelost und dann wird ein Laudator gesucht (oder noch besser: ausgelost), der ein paar weihevolle und kluge Sätze sagen mag. Das spart auch die mühselige Lesearbeit für Jurys. Das dadurch gesparte Geld kann man wiederum in die Förderung von Literatur und vor allem der inhabergeführten Buchhandlungen stecken. Solches Verfahren hätte auch den Vorteil, daß dort endlich einmal Autoren auftauchen, die vom Literaturbetrieb weitgehend übergangen bzw. ganz bewußt ausgeschlossen werden. So wie etwa ein Schriftsteller und Dichter wie Alban Nikolai Herbst, dessen Bücher das Feuilleton schlichtweg ignoriert. Sein großartiges und ästhetisch hochgelungenes Buch „Traumschiff“ ist 2015 zum Deutschen Buchpreis nicht einmal in die 20er-Auswahl gelangt. Und das halte ich keineswegs nur für einen unglücklichen Zufall. Und so wie Herbst geht es sicherlich auch vielen anderen Dichtern, die niemals in den Genuß der Futtertöpfe kommen.

+++Breaking News +++ Breaking News: In Qum macht’s bumm

„In diesem Gebäude in der heiligen Stadt Qom kam heute der Expertenrat zusammen, eine Versammlung von achtundachtzig hochhonorigen Mullahs, um einen neuen Obersten Führer zu wählen. Ergebnis: Die Wahl wurde ausgesetzt und der Expertenrat aufgelöst, nachdem Israel von seinem Vetorecht Gebrauch gemacht hat.“ (Bester Facebook-Kommentar heute)

Ansonsten: Dieser Militärschlag gegen den Iran hätte schon vor Jahren und Jahrzehnten stattfinden müssen. John Bolton, Sicherheitsberater unter Georg W. Bush und in der ersten Amtszeit von Trump, warnte schon von Anbeginn an, daß der Iran für den Westen ein Sicherheitsrisiko ist und daß der Iran natürlich und trotz gegenteiliger Beteuerungen und unter der Verschleierung der UN am Bau von Atomwaffen arbeitete. Dieses Problem wird nun für absehbare Zeit gelöst sein. Dank der geballten Militärmacht der USA und von Israel. Europa steht wieder einmal bedeppert daneben und nimmt übel.

Und für die Freunde des Völkerrechts: Ich habe bisher keinen einzigen Völkerrechtler vernommen, der mir wirklich überzeugend mit Argumenten begründen konnte, wie man rechtmäßig mit einem Regime verfahren soll, das über Jahrzehnte seine eigene Bevölkerung abschlachtet und militärisch qua Atomwaffen immer größere Dominanz und damit politischen Einfluß über die Region hinaus gewinnt. Bei einem Land zumal, das seit der islamischen Revolution von 1979 durch Klerikalfaschisten in Dauerschleife Israel mit seiner Auslöschung droht. Wo waren bei diesen iranischen Drohungen eigentlich all die nun auf den Plan tretenden Völkerrechtler und die sie flankierenden Journalisten? Ich will es gerne verraten: Sie hüllten sich in Schweigen oder in verklausulierende Phrasen! Von Kai Ambos habe ich in diesen Dingen öffentlich nicht viel vernommen und auch die staatssubventionierten Künstler und die staatsbediensteten Gelehrten, die ansonsten, wenn es gegen Israel und für Hamas-supportende Studenten geht, schnell beim Stift sind, haben beflissen geschwiegen, wenn die Auslöschung Israels einmal wieder vom Iran propagiert wurde. Da waren keine öffentlich geäußerten Bedenken, geschweige denn Solidarität mit einem seit Jahrzehnten bedrohten Staat.

Für ein Land wie den Iran, das anderen, friedlichen Ländern mit Auslöschung droht und das dabei ist, Atombomben zu entwickeln, kann das Völkerrecht keineswegs der Garant dafür sein, weiterzubestehen und weiterzudrohen, bis in der Hand des Irans dann einsatzfähige Atomwaffen sich befinden, um irgendwann Israel anzugreifen.

Treppenwitz der Geschichte: Ausgerechnet der Schlächter Putin und die den Schlächter hofierende Zarenknechtin entdecken mit einem Mal genau dieses Völkerrecht für sich, jammern und sondern ihre Krokodilstränen ab.

Und eine politische Elendsgestalt wie Frank „mit Verlaub, Herr Bundespräsident, Sie sind ein A…“ Steinmeier, gerne auch mit Putin Arm in Arm, schüttelte seinerzeit Ali Chameneis blutige Hand: mit Wonne und viel Freude im Gesicht; und zum 40. Jahrestag der islamischen Machtübernahme sendete der präsidiale Hundsfott dem Foltermeister 2019 eine Glückwunschadresse. Einer wie Frank Walter Steinmeier ist an Verkommenheit kaum zu überbieten und darin ist er, weil er eben, anders als Zarenknecht, ein Regierungsamt inne hat, an Heuchlei und Doppelzüngigkeit schwer zu überbieten: Diese Kombination aus mediokrer Existenz, devotem Verhalten und laut predigender Pseudomoral an Festtagen ist schwer erträglich. Und was den Majestätsbeleidigungspragraphen 188 StGB betrifft: wer einem Folterregime zur Revolution gratuliert, ist mit Hundsfott noch ganz gut bedient. („‚Hundsfott‘, ein veraltetes, derbes deutsches Schimpfwort für einen feigen, unzuverlässigen oder ehrlosen Menschen.“ Bei Steinmeier kommen alle drei Merkmale zusammen.)

Vergessen wollen wir allerdings auch nicht dieses andienende, devote Verhalten von Claudia Roth (Grüne) und der Bundestagsabgeordneten Dagmar Wöhrl (CSU) aus dem Jahr 2015 an ein Frauen unterdrückendes Regime. Statt offensiv die eigene Haltung zu zeigen, wird die Verschleierung hofiert. Die Feigheit der Europäer in nuce. Photographien, die im Gedächtnis bleiben und symptomatisch vor allem für die Grünen und ihre Anbiederei an den politischen Islam in Deutschland.