Ich und viele andere Menschen danken Ulf Poschardt für diese so wichtigen und starken Worte und für diese unbedingte Solidarität mit Israel. Solche klaren Sätze sind im heutigen (zumeist) linken Kulturbetrieb auf einem Kongreß selten. Die wenigsten können sich diesen Mut leisten. Eine großartige Ereiferung von Ulf Poschardt:
Und um die linken Lebenslügen im Blick auf Israel und den Krieg gegen Gaza auf den Punkt zu bringen: Kaum einer in England wäre im Jahr 1943 oder 1944 oder im Winter 1945 auf die Idee gekommen, darüber zu debattieren, ob das harte Vorgehen gegen Deutschland angemessen, ob die Bombardierung deutscher Städte ein doch zu starkes Mittel wäre: allein bei der Operation Gomorrha kamen in eineinhalb Wochen in meiner Heimat Hamburg über 30.000 Menschen ums Leben. Und um es auf den Punkt zu bringen: diese Bombenangriffe haben zwar nicht den Durchhaltewillen der Deutschen gebrochen, aber sehr wohl erhebliche Teile der deutschen Luftwaffe und der Flak gebunden, die auf diese Weise nicht an der Ostfront und auch nicht am D-Day in der Normandie zur Verfügung standen. Genau deshalb waren diese Bombenangriffe gut und richtig oder um es mit einer von Thomas Manns Radio-Ansprachen an die Deutschen zu sagen: „Aber ich denke an Coventry und habe nichts einzuwenden gegen die Lehre, dass alles bezahlt werden muss.“ Dies läßt sich bestens auf die Gegenwart und auf den 7. Oktober übertragen, als Gaza-Araber in Israel jüdische Frauen, Männer und Kinder zerstümmelten, israelische Frauen blutig fickten und Kinder vor den Augen ihrer Eltern in einen Backofen schoben und diesen Ofen anschalteten. (Die Bilder und Filme davon haben diese Mörder, die nicht nur brutal, sondern auch noch dumm waren, delikat ins Internet gestellt. Viele dieser Terror- und Mordbrenner hat die IDF gezielt eliminiert. Gut so!)
Und bestens erinnere ich mich noch, wie im Februar 2014 in Dresden die heute bei der Linken in Berlin tätige Politikerin Anne Helm mit freigelegten Brüsten für den Bomber Harris demonstrierte. Sie hatte keinerlei Bedenken, einen brutalen, wenn auch nötigen Bombenkrieg zu bejubeln. Während dieselben Leute wie Helm heute im Blick auf Gaza plötzlich hochkrititisch sich gerieren, wenn es darum geht, daß Israel sich gegen einen islamofaschistischen Angriff wehrt, der zudem von großen Teilen der Gaza-Araber mitgetragen wurde.
Und zu all dem ein Kulturbetrieb, der schweigt, der relativert und der Opfer und Täter vertauscht oder aber derart herumeiert, daß am Ende irgendwie alle schuldig sind.
Ein Dank muß hier auch an die Moderatorin gehen, die zu Beginn von Poschardts Ausführungen immerhin darauf gedrängt hat, Ulf Poschardt ausreden zu lassen. Genau so muß es sein. Gerade auf einem Kongreß, darin es um Cancel Culture geht. Allerdings hier auch Poschardts berechtigte Kritik auf Facebook:
„Bemerkenswert ist ja auch, dass die Leitung der Veranstaltung nicht mal den Namen von mir richtig aussprechen kann, geschweige denn weiß, wie der Nachname geschrieben wird. Dass ich trotz der unzähligen Unterbrechungen nach 12 Minuten abgewürgt wurde ist auch so ein Ding. Am Ende ist diese ganze Jury Nummer ein einziger Witz, das sind alles Linke bis auf Jan Fleischhauer.“


