Der 9. November ist jener besondere Tag, der für Deutschland, für die deutsche Geschichte eine hohe Bedeutung besitzt. Das mehrfach aufgeladene Geschichtszeichen. Die gescheiterte und womöglich auch sinnlose Novemberrevolution 1918, der Auftakt zum Faschismus mit dem Hitler-Ludendorff-Putsch 1923 in München, das Novemberpogrom am 9. November, als in ganz Deutschland systematisch Juden verfolgt und Synagogen in Brand gesteckt wurden: das lieferte ein Vorspiel auf Kommendes und war vielleicht auch ein Versuch, um auszutesten, wie weit man gehen kann. 51 Jahre später dann jener legendäre und die meisten Menschen überraschende Fall der Mauer 1989 und die Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands.
Aber hier und an dieser Stelle soll es aber nicht um Geschichtsphilosophie oder um irgend einen hohen staatstragenden Ton gehen, der im theoretischen Gerüst versucht, entsetzliche Ereignisse mit Worten einzuhegen. Am 9. November 1938 zeigte sich, was möglich ist, wenn Antisemitismus sich ungehemmt entladen kann. Das ist uns nicht etwa Mahnung gewesen, sondern solches Datum verkümmerte zur Kranzabwurfstelle und zum Ritual. Und weggeschaut wird, wenn nun Antisemitismus in seiner neuen Gestalt auftritt. Ja, es ist eine gute Sache, wenn wir an diesem Tag Stolpersteine putzen und dort Kerzen aufstellen – wieviele davon heute in Berlin durch arabische und deutsche Antisemiten zerstört sein werden, will ich mir nicht ausmalen. Ich möchte mich über solches Gedenken, solches Putzen gar nicht lustig machen, es sind solche symbolischen Akte auch objektiv wichtig, weil sei Bewußtsein stiften, gerade und vor allem im Blick auf die Gegenwart, wo vielleicht der eine oder der andere bemerken wird, daß wir es seit mehreren Jahrzehnten und durch anhaltende Migration aus dem muslimischen Kulturraum mit neuen Problemen zu tun bekommen. Aber es reicht solches Gednken eben nicht, wenn es bloßes Ritual und wenn es Geste bleibt und nicht gelebt wird.
Nie wieder ist jetzt: Das wissen wir spätestens seit dem 7. Oktober 2023 als durch Berlin-Neukölln migrantische Antisemiten und totalitäre Linke zogen und Zuckergebäck verteilten und als es in Berlin fast an jedem Wochenende Aufmärsche und Ausschreitungen eines antisemitischen Mobs gab. Das wissen wir spätestens seit dem Punkt, wo Juden in Deutschland ihres Lebens nicht mehr sicher sein können, wenn sie sich öffentlich als Juden zu erkennen geben. Und unsere linken Abwiegler haben es bis heute nicht bemerkt. Daß Gestalten wie der widerliche Schmiermichel Daniel Bax (taz unter anderem) Antisemitismus und die systematische Hetzjagd auf Juden wieder hoffähig machen, indem sie ein Pogrom auf den Charakter harmloser Fankrawalle herunterdimmen, wundert mich nicht ein Stück. Dieser linke Antisemitismus, all das Relativieren und Beschwichtigen ist nichts Neues. Es gibt in Deutschland und in Europa keine einzige jüdische Einrichtung, die nicht unter Polizeischutz steht. Seit Jahrzehnten. Und aus diesem Grunde sind auch solche Bekenntnisse von Politkern nichts als Phrase, wie man sie eben zu solchen Tagen absondert, um dann morgen wieder zur Routine und zum Alltag überzugehen.
Die Judenjagd von Amsterdam ist nur das Vorspiel auf Kommendes und was Juden in Europa drohen wird. Jene migrantisch-muslimischen Antisemiten haben gesehen, daß es funktioniert. So wie schon die antisemitischen Ausschreitungen an den Unis in Deutschland funktioniert haben und deutsche Professoren arabischen und postkolonialen Antisemiten und Israelhassern in offenen Briefen Rosen auf den Weg streuten und zu weiteren Taten am Ende ermunterten, so wie ein Dauerreigen an antisemitischen Araberaufmärschen in Berlin gut funktioniert. All jene, die heute wegen Gewalt verhaftet werden, sind morgen wieder frei, arabische Clans in Deutschland unterstützen seit Jahren die Hisbollah mit Geld aus kriminellen Aktionen. Mehrfach verurteilte migrantische Straftäter und Mitglieder von Araberclans leben weiter unbehelligt in Deutschland. Migrantisch-muslimischer Antisemitismus ist tagtäglich auf den Straßen anzutreffen. Die Gesellschaft, nicht nur die politische Linke, schweigt dazu, beschönigt, wiegelt ab. Und das reicht bis in die öffentlich-rechtlichen Medien hinein.
David Rosenblatt hat auf X Zeugenaussagen vom Pogrom in Amsterdam eingestellt, die von Malca Goldstein-Wolf auf Facebook vom Englischen ins Deutsche übersetzt wurden:
„Wir baten die Geschäftsinhaber in der Gegend um Hilfe, aber sie ignorierten uns völlig. Als ich versuchte, in einem Taxi zu fliehen, nahm mich der Fahrer mit Gewalt raus und kooperierte sogar mit den Angreifern bei dem Versuch, mich ausfindig zu machen.“
Außerdem sagten Israelis aus, daß Betäubungsgranaten auf Wohnungen geworfen wurden, in denen sie wohnten.
„Der Hotelbesitzer weigerte sich, uns Unterschlupf zu gewähren. Nur dank einer Gruppe junger Niederländer, die eingriffen und die Polizei riefen, konnten wir fliehen.“
Auch über Israelis, die sich auf Dachböden in der Stadt versteckten, gibt es erschreckende Berichte.
Viele der Israelis gaben an, daß ihre Pässe gestohlen wurden.
„Zehn Leute gingen mit Pfefferspray auf mich und meine Partnerin los. Sie rannte in eine Wohnung, die sie nicht kennt, und alle rannten hinter mir her“, schrieb einer von ihnen.“
„Ich habe mich über eine Stunde lang in einem Boot im Fluß versteckt, in der Kälte von 5 Grad, während ich vorgab, eine Leiche zu sein, bis die Polizei mich rettete. Sie fahren in Konvois von Dutzenden von Fahrzeugen vorbei, beobachten und suchen nach jemandem, den sie ermorden können.“
Ein anderer Fan sagte: „Wir kamen im Hotel an, sie hätten uns fast in ihrem Auto entführt“, und ein anderer twitterte: „Ein Ereignis, das mich mental für immer prägen wird. 30 Palästinenser auf meinem Rücken.“
„Wir sind vor Tausenden von Muslimen geflohen, und einige Israelis haben KFC betreten, während die Polizei in geringer Zahl unterwegs war und nicht wußte, wie sie mit der Veranstaltung umgehen sollte. Sie brachten nicht einmal einen Arzt zu jedem, der sich dort bemerkbar machte, weil ‚es keine Möglichkeit gibt, euch zu helfen‘.“
Die Muslime versuchten zu überrennen, zu entführen, zu schlagen und zu morden.“
Auch diese Berichte gehören, als Aussagen von Zeitzeugen, zum 9. November. Und es werden solche Pogrome irgendwann auch in Berlin geschehen oder in irgend einer anderen Stadt in Deutschland und auch dann noch werden die üblichen Abwiegler in den Medien kommen. Es fängt mit den Juden an und es geht damit weiter, daß migrantische-muslimische Islamisten immer weiter der freien Gesellschaft ein Stück ihrer klerikaltotalitären, islamofaschistischen Lebensweise aufzwingen werden. In der Politik ist der politische Islam in Deutschland bestens vernetzt über solche Leute wie Sawsan Chebli, Lamya Kaddor, Aydan Özoğuz, Khola Maryam Hübsch, die Missy-Magazin-Fraktion, Kübra Gümüsay und über Teile der postkolonialen Linken bis in Wissenschaftlerkreise hinein. (Adorno und die Kritische Theorie, deren zentrales Anliegen es war, Antisemitismus zu analysieren, würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie heutige Ausprägungen „Kritischer“ Theorie sehen müßten.)
Solches Beschwichtigen fängt mit vermeintlich harmlosen Ritualen an: Ramadan-Beleuchtung und Kopftüchern in Schulen auch bei Lehrern an, das fängt damit an, daß man selbst bei Kindern das Ramadanfasten durchgehen läßt, indem sie den Tag über nichts trinken dürfen, und daß Lehrer und Schulbehörden wegsehen, wenn andere Kinder bedrängt werden, sich an die Ramadan-Regeln zu halten. Diese Prozesse geschehen schleichend. Und immer ein Stück weiter. Und auch wenn das Pogrom von Amsterdam unmittelbar und auf den ersten Blick nichts mit vermeintlich harmloseren Formen des Islam zu tun zu haben scheint: ich halte das vermeintlich freundliche Gesicht des Islam lediglich für ein Einfallstor der totalitären Variante
Der Islamismusexperte Ahmad Mansour warnt in der b.z. sehr zu recht und dringlich, daß solche Pogrome auch in Berlin jederzeit möglich sein können:
„Mansour erzählt von einem Maccabi-Fan, der berichtet habe, von den Behörden aufgefordert worden zu sein, in seinem Hotel zu bleiben und kein Taxi zu nutzen. Denn, so Mansour, auch Taxifahrer hätten dem antisemitischen Mob Informationen über die Aufenthaltsorte von Juden gegeben, das Pogrom unterstützt.“
Mir reichen inzwischen die ewigen, dahergefaselten Trauerbekundungen an den üblichen Gedenktagen wie dem 9. November und dem 27. Januar, und die schwarzen Kacheln auf irgendwelchen Internetprofilen. Und mir reichen auch diese ewigen Wischiwaschi-Worte, die Betroffenheit in Anschlag bringen. Dadurch wird nichts besser, dadurch bekommt man Menschen, die nie in Europa hätten leben dürfen, nicht aus dem Land heraus. Was Europa braucht, sind Taten und ein konsequentes Vorgehen gegen migrantisch-muslimische Antisemiten und rechtskräftig verurteilte Straftäter, etwa wegen Landfriedensbruch:
„1. Eine Einreisesperre gegen Menschen aus Ländern des arabisch-islamischen Raums.
2. Abschiebung aller Pogromisten mit Migrationshintergrund.
3. Die Einbürgerung von Menschen aus islamisch geprägten Gesellschaften gehört auf den Prüfstand.“ (So gelesen bei Jonas Dörge)
„Wer Europa einer Kultur überläßt, die auf „judenreinen“ Siedlungsgebieten besteht, der wird natürlich irgendwann Pogrome erleben.“ so schrieb es Eckhard Mackh. Inzwischen haben wir in Deutschland No-go-Areas für Juden. Und hier gilt es vor allem, nicht im unklaren zu lassen, wer die Täter sind, sondern sie zu benennen, denn bekanntlich ist die Wahrheit konkret. Jonas Dörge formulierte zu recht:
„Es sind nicht die Zuwanderer und Flüchtlinge aus der Ukraine, aus Südamerika oder Südostasien, sondern die vor allem seit 2015 eingewanderten Menschen aus Syrien, Afghanistan, aus Nordafrika und dem Libanon, die in der großen Mehrheit ein gefestigten Hass auf Israel und Juden haben. Die weitere Einwanderung aus dieser Region zu unterbinden, die sukzessive Rückführung dieser Personen und der Stop jeder staatlichen und gesellschaftlichen Einbindung der Islamverbände – die alle dem legalistischen Islamismus zuzuordnen sind – und vor allem das Ende der Auslandsfinanzierung dieser Verbände, wären erste Schritte um dieser Form des Antisemitismus wirksam entgegen zu treten.“
Alles andere bleibt am 9. November leeres Gerede. Kranzabwurfstellen der Politiker, die sich damit einen reinen Fuß machen wollen. Betroffene Gesichter reichen lange schon nicht mehr aus – und ebensowenig die 9. November-Folklore. Immer wieder zu zitieren bleibt Henryk M. Broder:
„Sich mit toten Juden zu solidarisieren ist eine wohlfeile Übung. Man kann die Ermordeten weder noch einmal umbringen noch nachträglich retten. Aber falls jemand doch so etwas wie „Verantwortung“ verspürt, was im Prinzip nicht verkehrt ist, sollte er sich mit denjenigen solidarisch erklären, die heute leben. Und am Leben bleiben wollen.“
Wer in Berlin-Neukölln und in vielen anderen Stadtteilen sichtbar als Jude durch die Stadt geht, ist seines Lebens nicht mehr sicher. Und das läßt sich auch nicht durch Gedenktage und salbungsvolle Worte kaschieren.
