Die Tonspur zum Sonntag – Putin ist ein lupenreiner Demokrat

 
Und Brutus ist ein ehrenwerter Mann. Und gerne erinnern wir uns auch an 10 Jahre monetäre Umverteilung,die mit dem Namen Hartz verbunden ist. Immerhin, der Name paßt, diese Gesetze sind nach dem richtigen Mann benannt.
 

Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.
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2 Antworten zu Die Tonspur zum Sonntag – Putin ist ein lupenreiner Demokrat

  1. hanneswurst schreibt:

    Ich empfinde Solidarität mit dem Muschiaufstand und auch mit Julian Assange. Beides so Themen, wo ich denke: „Da kommt noch was, was Neues.“ Freigeister verändern die Welt. Tatsächlich halte ich die Leaks für ganz wichtig. Jetzt, wo sich die Medien wieder so richtig auf die Themen stürzen und das kommende Statement von Assange zum Ereignis wie die „Curiosity“ (!) Landung wird, beginne ich mich zu fragen, ob ich an der Nase herumgeführt werde. Der Muschiaufstand und die Assange-Affäre sind zwar Ereignisse, aber sie sind von der russischen / US-amerikanischen Regierung beliebig steuerbar. Das heißt: Putin und Obama können diese Mini-Konflikte nach Belieben mit weiterem Konfliktpotential aufladen, oder dieses auch wieder abbauen. Anders als zum Beispiel beim Konflikt in Syrien – wo beide Akteure aber genau diese Kontrolle auch gerne hätten. Es ist also im Interesse von Putin und Obama den kleinen Muschiaufstand erst einmal schwelen und Assage schmoren zu lassen. Vielleicht fährt die „Öffentlichkeit“ so darauf ab, dass sie den Bürgerkrieg in Syrien sogar komplett vergisst, so dass Putin und Obama dort unbemerkt einen auskömmlichen Deal stricken können, der Syrien ähnlich würdelos aber kontrollierbar wie Libyen hinterlässt.

    Und wie groß ist die „öffentliche“ Solidarität zu Assange und den Muschis wirklich? Warum drängeln sich nicht tausende von Aktivisten vor der ecuadorianischen Botschaft? Sind die paar Demonstranten inklusive Oppositionsführer und Schachgroßmeister sowie die prominenten Solidaritätsbekundungen für die Muschis nicht Gesten von Leuten, denen eben diese Gesten selber nützen? Ich erkenne da keine wirkliche Empörung sondern ein Schauspiel, dass von Leuten wie mir genüsslich als Politotainment gustiert wird. The riots never happened. Konsequent zuende gedacht bedeutet dies, dass die Muschis und Assange Figuren sein könnten, die der FSB / die CIA gebaren.

  2. Bersarin schreibt:

    Die Frage nach der Solidarität ist schwierig zu beantworten. Der Druck ist nicht groß genug. Im Grunde sind alle an nichts oder besser: nur wenige an dem interessiert, was sich geschichtlich und gesellschaftlich abspielt. Daß über dreißig streikende Minenarbeiter in Südafrika erschossen wurden, ist eine Meldung am Rande wert.

    Bei Julian Assange bin ich sehr skeptisch und habe Schwierigkeiten, die Dinge angemessen einzuschätzen.

    Wie heißt es so schön und in leichter Verdrehung: Die Revolution findet im Fernsehen statt.

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