Harald Schmidt zum 65. Geburtstag

Die beste Würdigung Schmidts ist es vielleicht, ihn einfach selber sprechen zu lassen und eine seiner Shows zu zeigen. Diesmal über Gerhard Schröder: „Die Hausfinanzierung von Gerhard Schröder“. „Der Mann, der nicht einmal weiß, wie man Haarefärben schreibt.“

Jene Phrase „Er fehlt uns“ ist allerdings verkehrt. Denn er ist immer noch da: eben weil er nicht mehr derart präsent ist und wir angesichts dessen, was uns Kanäle wie Youtube oder das Fernsehen bieten, eine bittere Enttäuschung spüren. Und bei all dem Schwachfug und Minderleistern wie Jan Böhmermann oder der Dauergrinsegrindmaschine Aurel Mertz tritt die Disprepanz zwischen Größe und Bedeutungslosigkeit nur um so mehr zutage. Gerade durch Schmidts Abwesenheit wird also der Mangel und das Mindere spürbar. In diesem Sinne fehlt uns Harald Schmidt ganz und gar nicht, sondern er schärft mit seinem Witz immer wieder neu uns die Sinne und den Verstand.