Putins Sicherheitsinteressen

„Können die Damen und Herren von der „Russland hat berechtigte Sicherheitsinteressen“ Front mal kurz aufstehen und zuhören?“ So schreibt der Politikwissenschaftler und Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Poliitk Calo Masala auf Twitter ganz zu recht.

Dieser Mann war gefährlich, er ist gefährlich und er bleibt gefährlich. Insbesondere wenn Putin von der Heimholung russischer Gebiete schwadroniert, kann jedes Land in seiner Nachbarschaft nur glücklich sich schätzen, in der NATO zu sein und damit auch verteidigt zu werden. Und da bleibt als Großmacht und als Garantie nun einmal nur die USA übrig. China scheint mir eher ungeeignet. Wer die Wahl zwischen dem Eimer russischer Pferdepisse und einer süßen, manchmal ungesunden Coke hat, wird eher die Coke wählen – zumindest wenn er bei Verstand ist und nicht Wellbrock, Müller oder Pohlmann heißt. Jan Fleischauer bringt es auf den Punkt:

„Wladimir Putin hält den Westen für zu weich, zu dekadent, zu verwöhnt. Wenn man einem Bericht in der „Washington Post“ glauben darf, der sich auf Quellen im russischen Machtapparat beruft, dann ist der Kreml-Chef davon überzeugt, dass die Zeit für ihn arbeitet. Je länger sich der Krieg hinzieht, so sein Kalkül, desto größer die Chance, dass Kriegsglück zu Gunsten Russlands zu wenden.

Demokratische Gesellschaften haben einen strukturellen Nachteil gegenüber Diktaturen: Sie müssen auf die Meinung der Öffentlichkeit Rücksicht nehmen. Und die Öffentlichkeit ist wankelmütig.

Welches Signal vernimmt Putin also, wenn Olaf Scholz wieder und wieder um einen Telefontermin bittet? Ein Signal der Entschlossenheit und Stärke, dass man im Westen nicht zurückweichen werde. Oder eher einen Hinweis auf steigende Nervosität im Lager der Gegner? Ich bin kein Kremlexperte, aber ich tippe auf Letzteres.“

Diplomatisch und militärisch muß alles dafür getan werden, daß Putin verschwindet. Vielleicht wird der Blutkrebs das Problem lösen, was zu hoffen ist, so daß dieser Mann seinen 70. Geburtstag nicht mehr erleben wird. Aber ebenso muß weiterhin mit Entschlossenheit gegen Putin gehalten werden. Und das bedeutet: die Ukraine in ihrem Freiheitskampf mit allen Mitteln und mit allen Waffen unterstützen, die sie braucht. Frieden schaffen geht in diesem Fall nur mit den Waffen.

Alter Witz eben aus Sowjetzeit, ich brachte ihn hier schon einmal:

Ein Mann kauft sich am Kiosk eine Zeitung, schaut auf die erste Seite, wirft die Zeitung in den Mülleimer. Am nächsten Tag wieder dasselbe, und auch am übernächsten Tag und so geht das Tag um Tag, bis der Kioskbesitzer fragt: „Mann, warum machen sie das?“
„Ich warte auf eine Todesanzeige.“
„Aber die stehen doch nicht auf der ersten Seite!“
„Die auf die ich warte schon!“

2 Gedanken zu „Putins Sicherheitsinteressen

  1. Nun wird er ja nicht mehr so viel reisen, weil kaum ein Land ihn je wieder einladen wird oder den russischen Maschinen Überflugrechte einräumt. Diese Meldung paßt aber zum KGB-FSB-Mann Putin

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