Die Tonspur zum Abschied: Meat Loaf

Der Tod von Meat Loaf ist eine sehr traurige Nachricht. Denn das waren die Songs unserer Kindheit, so kurz vor der Pubertät. Au weia. Da werde sogar ich ein wenig traurig. Ich habe ihn nicht dauernd gehört, aber es war, was das Emotionale betrifft, eine beeindruckende Musik. Vor allem erinnert sie mich an unsere Rabaukenzeit als Jungs. In der Schule in der Pause mit dem Riesengeodreck für die Tafel und dem riesigen Matheholzzirkel Demogewalt nachspielen: Schlagstock und Schild. Stühle wurden zu Wurfgeschossen. Auch an solche Seltsamkeiten erinnert mich diese Musik. Wir waren wohl früher doch nicht so brav. RIP Meat Loaf.
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Nachtrag: Das Geodreieck zerbrach mir bei einem besonders hart geführten Polizeieinsatz. Der Kumpel und ich mußten also, das war die Strafe des Klassen- und Mathelehrers, in einem Schulbedarfsfachgeschäft ein solches Dreieck nachkaufen. Der Kauf war ziemlich teuer und peinlich irgendwie auch. Und auch die Mutter war nicht wirklich angetan beim Bericht des Lehrers über die Einsatzbereitschaft ihres Sohnes, die sich nur eben leider nicht, wie Mutter es sich erhoffte, in guten Mathenoten zeigt. Die Zeile aus Funny van Dannens „Gwendolyn Kucharsky“ „Du warst gut in Mathe ich in Philosophie“ traf in gewisser Weise auch auf mich und eines der Mädchen zu. Nur war ich aufs Schlechtsein in Mathe nicht wirklich stolz. Ich hatte nur keinen Sinne dafür und hätte lieber einen anderen Lehrer bzw. eine andere Schulform, die mir Mathe begreiflicher gemacht hätte. Aber das führt jetzt ein wenig ab von Meat Loaf und den Erinnerungen an ihn und an diese schönen Jahre.

Ruhe in Frieden.