Wenn du denkst, schlimmer geht’s nicht mehr, kommt Bernadette La Hengst daher: Europahymne der VIELEN

Aus der Rubrik „Wir wiehern vor Lachen“. Es fehlt bei diesem unten im Video gezeigten Setting der „Europahymne der VIELEN“ nur noch die Sonderbeauftragte für Betroffenheitsangelegenheiten, Frau Carolin Emcke. Inzwischen hoffe ich nach den Corona-Einschlägen auf eine umfassende Pleitewelle in der Kunstbranche und daß wir von all diesen Leuten nie wieder im Leben etwas hören werden, weil sie zur Erwerbsarbeit in einem klassischen Produktionsbetrieb gezwungen sind. Ich fürchte aber, daß bei der Dauermittelosigkeit dieser Leute auch nach deren Rente noch mit Auftritten und Gesangseinlagen zu rechnen ist, um das Geldsäckel zu füllen.

Auf Facebook dichtete ein Kommentator treffend: „Wo man singt, da laß‘ dich bloß nicht nieder …laufe weg, denn Gutmenschen haben böse Lieder.“

Was ist das für ein stein- und strunzendummes entsetzliches Zeugs, was da gesungen wird! Wenn es dann aber an die Fördertöpfe für gescheiterte Künstler geht, ist plötzlich die deutsche Nation doch eine ganz prima Sache. Denn jeder Italiener, jeder musikliebende Ire oder Grieche würde Euch für diese Grütze vom Hof jagen und statt Fördergeld gäbe es faule Eier zum Lohn. Und das ist noch die freundliche Variante.

Insbesondere nach dem Hören dieses Liedes wird jene Phrase „Wie sehr fehlt uns Wolfgang Pohrt“ doch wieder hinreichend evident und erweist als wahr sich. Und vor allem zeigt sich hier einmal wieder die Notwendigkeit, strikt individualistisch zu bleiben und sich nicht auf Gruppen einzulassen.

Dem folgt, wie zum Beweis des Geschriebenen, deutscher Chorgesang.

Das muß uns Deutschen erst einmal jemand nachmachen! (Frei nach Heinrich Manns „Der Untertan“) Da fehlt nur noch der Rundfunkchor des Deutschlandfunks Kultur. Was Bernadette mit Beethoven machte, das hat nicht einmal Ursula von der Leyen mit Europa geschafft anzurichten.

17 Gedanken zu „Wenn du denkst, schlimmer geht’s nicht mehr, kommt Bernadette La Hengst daher: Europahymne der VIELEN

  1. Das hat Beethoven wirklich nicht verdient. Kenne von den Leuten vom Sehen her nur Adrienne Goehler („Kurz nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 sorgte Goehler mit Äußerungen für Empörung, die Türme des World Trade Centers seien „Phallus-Symbole“ und „Türme des Turbokapitalismus“ gewesen, die ihr „nie so recht behagt“ hätten“, so Wikipedia).

    Die werden alle überleben, gehören ja zu den Guten und bekommen Staatsknete. Mir tun nur die Besitzer der Restaurants und Cafes leid, die es nicht so leicht haben.

  2. Genau, die Goehler, die habe ich auch erkannt. Die Trullabums war einmal Rektorin der Hamburger Hochschule für Bildende Künste. Es gab gegen diese Schwatzdrossel allerdings heftigen Protest: vor allem wegen ihrer völligen Inkompetenz. Goehler kommt von den Hamburger Grünen. Ob es eine politische Entscheidung war, im Sinne irgendwelcher Rochaden und Stellungsspiele, weiß ich nicht: eben weil man einfach einen völlig unfähigen Kopf an eine Stelle hin entsorgt hat, wo er möglichst wenig politischen Schaden anrichten kann.

  3. In Pfeijfers Spitzenroman Grand Hotel Europa, einem als Erzählung derben, als Gesamtsatire zur aktuellen Weltkulturlage eher verschmitzt-hingergründigen Opus las ich gerade etwas von einer schriftlichen Einverständniserklärung zum Geschlechtsverkehr;-)

  4. @workingclasshero: Damit bist Du leider verdächtig. Denn wenn Kopf-Köpfin als irgendwas dazwischen gelesen werden will – früher konnte man Krümmel auflesen oder Bücher lesen oder jemandem die Krümmel aus dem Anus lesen: heute wird man als X oder Y gelesen – dann hast Du derbe verspielt.

    @che: Ich freue mich auf alle Fälle schon auf die Enkel oder die Kinder dieser woken Generation der Weicheier. Die werden mit ihren Provokationen und mit ihren Jugendriots leichtes Spiel haben.

  5. Als Bernadette Hengst noch die Bandleaderin von „Die Braut haut ins Auge“ war habe ich diese Band geliebt – das war unverbrauchte, rotzfreche Musik, global links, aber überhaupt nicht politisch korrekt. Davon ist nichts übrig geblieben, nur Agendagesinge. Traurig!

  6. Icg gehöre nun der selben politischen Bewegung an für die die Hengst da singt, könnte mich aber niemals mit derartigem Kitsch und derartiger Klassikerschändung anfreunden.

  7. Ich war kein Riesenfan dieser Band, fand aber die Musik damals soweit ok und gut.

    Ich gehöre weder dieser politischen Bewegung an, noch teile ich in dieser Form und in dieser Weise die Inhalte, die da besungen werden. Ich halte sie für nachgerade naiv. Schlimmer als das aber ist dieser unerträgliche Kitsch der rechtschaffenen Gesinnung.

  8. Es war ja nicht nur die Musik selber, sondern auch die subkulturelle Bewegung die sich in dieser ausdrückte, die Riotgirls, von denen auch die Netbitch eine war, wenn auch in der Heavy-Metal-Variante. Inwieweit diese Bewegung und ihre Inhalte nicht nur naiv sind kommt adäquat in dem niederländischen Film „Hartverschuirend“ (Herzzerreißend) zum Ausdruck – und die naive Seite auf der anderen Seite in der „Lampedusa in Hamburg“ Veranstaltung.

  9. Ja, ich denke da hat sich im Lauf der Zeiten vieles verändert und verschoben. Heute hat sich eine Art von Waschlappenbewußtsein eingeschlichen, man ist woke, man ist korrekt, man macht keine politisch inkorrekten Witze. Die Mehrfachstruktur eines Witzes, sein Spiel über Bande, die Differerenz zwischen eigentlichem und uneigentlichem Sprechen wird von jenen Schlaff- und Schlafsäcken nicht im Ansatz mehr erkannt und begriffen, weil basale Bildung fehlt. Und das hat auch mit der Bildungssituation an Universitäten zu tun (Stichwort Bologna, Stichwort Massenuniversitäten und schlechte Lehre) – vor allem in den Geisteswissenschaften, wo vielfach schon lange nicht mehr gelehrt wird, wie man ordentlich und richtig einen Text liest und wie Verstehen funktioniert.

  10. Während Die Braut haut ins Auge sang „Wir haben nie Marx gelesen, aber für Sozialismus sind wir immer gewesen“ hatten wir ein ähnliches Outfit (Girlielook mit hohen dominaliken Lederstiefeln, „Kampfchic“ genannt) und einen ähnlichen Humor inklusive gepflegtem female Chauvinism, hatten aber Marx gelesen und spielten neben Punk und Metal eine Persiflage auf das Pipi-Langstrumpf-Lied: „Hey, Rote Zora, Du machst was uns gefällt!“, und damit meinten wir keine Jugendbande aus Kroatien. Kaum zu glauben – Hecht meinte damals noch, Drummerin Katja hätte ihre Bongos mit der Haut vom Arsch ihres Ex bespannt.

  11. Ja, dieser Look gefiel mir. Die Haltung der Leute war mir eigentlich egal – solange sie andere in Ruhe ließen und nicht meinten, als selbsternannte Tugendwächter darüber zu verfügen, wer sprechen und auftreten darf und wer nicht. Ich hatte Marx gelesen, war aber auch beim Sozialismus und bei allen sozialen Utopien mehr als skeptisch.

  12. Selbst Al Stewards stimmungsvoller „Cocktailsong“ On the Border bezieht sich aus der Sympathisantenperspektive auf die ETA.

  13. Was ich damit meine ist die Tatsache dass, was immer man von solchen Gruppierungen auch halten mag, alte Popgrößen einen Bekennermut aufbrachten der einen in den Knast bringen konnte, was bei den heutigen Scheinprogressiven gar nicht mehr denkbar ist.

  14. Zurück zum Sujet: Die junge Bernadette Hengst gemeinsam mit Rocko Schamony und Fanny van Dannen, das waren andere Welten.

  15. Na ja, die Zeiten haben sich erheblich geändert. Fanny van Dannen hat sich damals Dinge erlaubt, dafür würden ihn heute einige ächten. Das Problem dabei sind aber nicht die „einigen“, die wird es immer geben, sondern jene vielen, die sich diesen Unsinn bieten lassen, anstatt vehement zu protestieren.

    Heute sagen jene Pop-Größen alle dasselbe und lassen sich dafür feiern, wie mutig sie da „Wahrheiten“ aussprechen. Die sowieso in der eigenen Gemeinde fast jeder dort ausspricht. Und diese Bigotterie macht die Sache am Ende nur noch lächerlich.

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