„Kein ding sei wo das wort gebricht“

Das Bild vom Bauhauslappen
(Die Photographie dieses Küchenlappens:
Beim Facebooklesen bei einer Facebookfreundin gesehen)

Damit man mich fürs Putzen nicht entdeckt, habe ich mich schnell hinter dem Male-Gaze versteckt, wo sich auch meine Dichterklause befindet, in die ich schnell entschwinde:

Die Frau, die putzt, die Frau, die kocht
Egal mit welchem Lappen.
Die Hauptsache ist, bis heute noch:
Es muß im Haushalt klappen.

Gar zarte gute Frauenhände
gelangen zwischen Tisch und Wände,
Ob Lappen rot, ob Lappen blau:
Es putz und putz und putzt die Frau.

Gar gründlich und gar gern gesehen
Klug nickend der Mann, danebenstehen
Er hat gar manchen Rat parat,
Ist beim Erklären ganz auf Draht.

Entdeckt noch manch schmutzge Ecke.
„Entferne bitte diese Flecke!“
Raunzt er dem Mäusezähnchen zu.
„Und beeile dich! Nur zu, nur du!“

Der Bauhauslappen schmiert und scheuert
Und ungeniert die Frau beteuert:
„Ich putz für Dich, für Dich allein.
In unserm schönen Bauhausheim“.

Der Mann gerührt sich zu ihr wendet.
Die Frau sich wegdreht, ganz behendet.
Ob Lappen rot, ob Lappen blau:
Es putz und putz und putzt die treue Frau.