House of Love – Dialektik der Abklärung

 

Ich würde solche Sätze gerne öfter auf sozialen Medien wie Facebook, diesem Blog oder sonstwo teilen und ich halte sie für bedenkenswert, denn sie beschreiben einen richtigen Impuls. Allein die – sozusagen – kulturindustrielle Vernutzung eines guten Bewußtseins, das einen im Zitieren und Verbreiten solcher inzwischen zur Phrase herabgesunkener Gedanken irgendwie auch selber gut und authentisch macht, allein indem man es zitiert und damit einen klugen Satz zum Ranz bringt, verhindert bei mir jegliches Engagement in diese Richtung. Und so bleibe ich jene Ein-Mann-Kaserne: ästhetisch versteht sich und ohne stramme Haltung und für mich, mit mir und mit meinen Texten. Vielleicht trifft auch besser statt Kaserne die Bezeichnung „Wachlokal“, da steckt der Lokus, der Ort und vor allem das Lokal als Kneipe darin, wo das Man, das mein Ich ist, gerne einen Drink drinkt. Und trotzdem mit dem König Alkohol wachsam bleibt gegen das ubiquitäre Phrasengesickere – von rechts oder von links.

Gespräch im Gebirg, hin zum Abend, zur Nacht. Morgen haben wir Adornos 50. Todestag. Beim Aufstieg verstummt. Es bleibt viel zu lernen. Wir sollten uns nicht von den Anbräunern irritieren lassen. Vorwärts immer, rückwärts nimmer.  Oder vielleicht Krebsgang.