„Aufruhr der Mittelschichten“, Verdinglichung und Dinghaftes – Zum 50. Todestag von Siegfried Kracauer

siegfried-kracauer-portrait-640x1096Wieder einmal verspätet – um zwei Tage. Vor 50 Jahren verstarb Siegfried Krakauer in New York. 1933 wurde er, wie viele andere auch, aus Deutschland ins Exil getrieben. Er landete am Ende in den USA und kehrte, anders als Adorno und Horkheimer, nie mehr nach Deutschland zurück. Da er das Dickicht der Städte liebte, war New York kein schlechter Ort für Kracauer. In Christian Krachts jüngstem Roman zum Kino, in „Die Toten“ taucht Kracauer  realiter auf, was nicht weiter verwundert, denn eine Geschichte des Kinos der 20er und dann der 30er Jahre unter Hitler ist ohne Kracauers Standardwerk „Von Calligari zu Hitler“ kaum zu denken, und auch der Blick auf jene Zeit der Weimarer Republik, der im Keim bereits ihr Untergang eingeschrieben war, bliebe ohne Kracauers Texte unvollständig. Und so ist es ein schöner Zug von Kracht, daß bei einer Taxifahrt Kracauer höchstselbst  zusammen mit Lotte Eisner durch Berlin kutschiert. Angemessen auch deshalb, weil Kracauer die Städte liebte und ein großer Flaneur war. Sein Buch „Straßen in Berlin und anderswo“ (bei Suhrkamp) und ansonsten verstreut zu findende Artikel in den vier Essaybänden der Gesamtausgabe, geben davon auf schöne Weise Zeugnis. Stadtbilder, das war für Kracauer wie auch für Walter Benjamin jenes Zauberwort:

„Man kann zwischen zwei Arten von Stadtbildern unterscheiden: den einen, die bewußt geformt sind, und den andern, die sich absichtslos ergeben. Jene entspringen dem künstlerischen Willen, der sich in Platzen, Durchblicken, Gebäudegruppen und perspektivischen Effekten verwirklicht, die der Baedeker gemeinhin mit einem Sternchen beleuchtet. Diese dagegen entstehen, ohne vorher geplant worden zu sein. Sie sind keine Kompositionen, die wie der Pariser Platz oder die Concorde ihr Dasein einer einheitlichen Baugesinnung zu verdanken hatten, sondern Geschöpfe des Zufalls, die sich nicht zur Rechenschaft ziehen lassen. Wo immer sich Steinmassen und Straßenzüge zusammenfinden, deren Elemente aus ganz verschieden gerichteten Interessen hervor gehen, kommt ein solches Stadtbild zustande, das selber niemals der Gegenstand irgendeines Interesses gewesen ist. Es ist so wenig gestaltet wie die Natur und gleicht einer Landschaft darin, daß es sieh bewußtlos behauptet. Unbekümmert um sein Gesicht dämmert es durch die Zeit.

Vor meinem Fenster verdichtet sich die Stadt zu einem Bild, das herrlich wie ein Naturschauspiel ist.

(…)

Diese Landschaft ist ungestelltes Berlin. Ohne Absicht sprechen sich in ihr, die von selber gewachsen ist, seine Gegensätze aus, seine Härte, seine Offenheit, sein Nebeneinander, sein Glanz. Die Erkenntnis der Städte ist an die Entzifferung ihrer traumhaft hingesagten Bilder geknüpft.“

Kracauer war nicht nur Filmkritiker, sondern ebenso Soziologe. Er schrieb übers „Ornament der Masse“ und auch heute noch aktuell zu lesen ist sein Essay über den „Aufruhr der Mittelschichten“ (man beachte dabei den Plural!), es gibt von ihm die „Soziologie als Wissenschaft“, eine Studie über die Angestellten und über den Detektivroman. Die Erkenntnis der Städte wird jedoch im Falle des Flaneurs nicht bloß als eine methodisch abgesicherte Soziologie betrieben, sondern Kracauer beobachtet und dechiffriert aus den Zeichen und aus den „traumhaft hingesagten Bildern“ Ton und Textur der Stadt, destilliert in feiner Prosa ihr Spezifisches heraus. Es ist bei Kracauer nicht nur der Blick, sondern Bild und Sprache bedingen sich – die Bilder zeigen sich nicht, sondern sie sind hingesagt. Und die Natur selbst transformiert sich bei Kracauer, wird – als Bild – auf die Stadt selbst übertragen: so erscheint die Stadt als eine Landschaft, auf die genausogut die Kategorie des Naturschönen angewandt werden kann. Ähnlich wie bei dem Spaziergänger Baudelaire, der die Künstlichkeit liebte und mit der Natur als solcher nichts anfangen  konnte, vielmehr: der ihre Maskeraden und Verwesungsprozesse festhielt und sie als ein Stück Mode und Kultur entzifferte und die Prozesse der Natur auf die Gesellschaft übertrug.

Es ist bei Kracauer aber ebenso der Blick auf die Zeit, der sein Denken bestimmte, die Sicht des Erkenntniskritikers auf Vergangenes, auf die Dinge, auf Szenen, Stücke des Lebens, das Hören von Liedern, eine Phänomenologie des Alltags, die Kracauer umtreibt. Die Medien Film und Photographie sind Speicherorte solcher Geschichten:

„Auch die Wiedergabe alter Schlager oder die Lektüre einst geschriebener Briefe beschwört wie das photographische Bildnis die zerfallene Einheit neu herauf. Diese gespenstische Realität ist unerlöst. Sie besteht aus Teilen im Raum, deren Zusammenhang so wenig notwendig ist, daß man sich die Teile auch anders angeordnet denken könnte. Das hat einmal an uns gehaftet wie unsere Haut, und so haftet unser Eigentum noch heute uns an. Wir sind in nicht enthalten, und die Photographie sammelt Fragmente um ein Nichts.“ (Kracauer, Die Photographie)

Was für eine bedrückende und zugleich aufreizende Melancholie, die sich mit der Erkenntnis paart, wie vergänglich unsere Existenz sich gestaltet. Unseres fragmentarischen Charakters innewerden. Vermittels der Bilder, auf denen auch wir Menschen zu Dingen werden. Es ist dies eine eigene und ästhetisch inspirierte Variante der Verdinglichung, der zugleich die Erkenntnis ums Fragile unseres Lebens eingewirkt ist.

Adorno hielt zur Würdigung Kracauers einen Radiovortrag; er trug den Titel „Der wunderliche Realist“. Kracauer allerdings war über diesen Titel verständlicherweise wenig begeistert, obgleich es Adorno anders meinte, als Kracauer annahm. Am Ende dieses Vortrags findet sich ein feiner Blick auf das Werk Kracauers, der pointiert ausspricht, was der Gehalt seines Denkens ist:

„Die Fixierung an die Kindheit, als eine ans Spiel, hat bei ihm die Gestalt von einer an die Gutartigkeit der Dinge; vermutlich ist der Vorrang des Optischen bei ihm gar nicht das erste, sondern die Folge dieses Verhältnisses zur Dingwelt. Im Motivschatz seiner Gedanken dürfte man Aufbegehren wider die Verdinglichung vergebens suchen. Einem Bewußtsein, das argwöhnt, es sei von den Menschen verlassen, sind die Dinge das Bessere. An ihnen macht der Gedanke wieder gut, was die Menschen dem Lebendigen angetan haben. Der Stand der Unschuld wäre der der bedürftigen Dinge, der schäbigen, verachteten, ihrem Zweck entfremdeten; sie allein verkörpern dem Bewußtsein Kracauers, was anders wäre als der universale Funktionszusammenhang, und ihnen ihr unkenntliches Leben zu entlocken, wäre seine Idee von Philosophie.“ (Adorno, Der wunderliche Realist)

Lesenswert und schön zu betrachten ist neben den oben genannten Aufsätzen auch ein Photo-Band bei diaphanes:

Kracauer. Fotoarchiv, herausgegeben von  Maria Zinfert, mit Fotografien von Elisabet und Siegfried Kracauer. 49,95 EUR,  ISBN 978-3-03734-670-9. 

Darin finden sich zahlreiche Portraits von Kracauer, Photographien aus dem Nachlaß und von den Reisen, die Kracauer und seine Frau unternahmen. Hinzu kommen umfassende Begleittexte der Herausgeberin.

Aktuell ist Kracauer, wie überhaupt die Kritische Theorie, angesichts einer Zeit aufkeimender totalitärer Strukturen allemal. Seine Abhandlung  „Die Angestellten“ wäre wiederzuentdecken. Und insbesondere für die Methoden Qualitativer Sozialforschung können seine „Studien zu Massenmedien und Propaganda“  als heuristisches Werkzeug Mittel und Ideen liefern, um als Soziologe wie als Beobachter unserer Zeit den Blick aufs Jetzt zu schärfen. Und zwar nicht im Ton der wehklagenden Blasenwelten, wie wir sie gut aus dem Berliner Medienmilieu kennen, denen es um ihre eigenen Komfortzonen geht. Krisenerfahrungen lassen sich zwar nie im Modus eins-zu-eins übertragen. Aber im Blick auf die Vergangenheit können wir manches für die Gegenwart lernen. Darin bleiben Siegfried Kracauers Werke nach wie vor aktuell.

„Die prekäre Lage des Mittelstands ergibt sich daraus, daß seine Angehörigen einerseits proletarisiert werden, andererseits durchaus in den bürgerlichen Traditionen befangen sind. Sie wehren sich, eben auf Grund dieser Tradition, erbittert gegen den Kommunismus und müssen doch zugleich ihre Stellung im kapitalistischen Produktionsprozeß negieren. Im herrschenden System sind sie nicht mehr ohne weiteres unterzubringen. Daher streben sie eine Veränderung dieses Systems, ohne doch eine Diktatur des Proletariats bejahen zu können.“ (Kracauer, Studien zu Massenmedien und Propaganda)

Von sowjetmarxistischen Zeiten einer Diktatur des Proletariats sind wir Lichtjahre entfernt. Aber die Erfahrung der Krise und die Desorientierung breiter Kreise dieser Gesellschaft, bis hinein zu den (noch) Arrivierten – Hartz IV und die neoliberale Agenda 2010 der Grünen und der SPD haben gezeigt, daß es jeden treffen kann –, gestaltet sich ähnlich. Es lohnt sich also, Siegfried Kracauer für die Gegenwart neu zu entdecken.

 

 

Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.
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10 Antworten zu „Aufruhr der Mittelschichten“, Verdinglichung und Dinghaftes – Zum 50. Todestag von Siegfried Kracauer

  1. che2001 schreibt:

    Der Beißreflex der verunsicherten Mittelschichten, siehe AFD, Pegida und Reichsdeutsche ist jedenfalls unverändert. Es lohnt sich auch, Kracauer zusammen mit den Elementen des Antisemitismus zu lesen, insbesondere auch der dort gemachten Feststellung dass der Jude selbst im Ressentiment austauschbar ist.

  2. Bersarin schreibt:

    Einerseits richtig, der Jude ist im Prozeß der Geschichte einerseits ein Platzhalter für einen bestimmten Reflex und damit austauschbar. (Obwohl andererseits der Antisemitismus eben doch speziell den Juden und keinen anderen meint. Die Heftigkeit des Antisemitismus ist durchaus eine singuläre Sache.) Zugleich scheint es eine grundsätzliche Angst vor dem Anderen zu geben. Denn genauso werden ja Sinti und Roma oder anderes Fremdes grundsätzlich abgewehrt.

    Das müßte man einerseits unter ökonomischer und soziologischer Perspektive untersuchen und andererseits ethnologisch sichten: Es gibt Naturvölker, die kennen bei denen, die nicht zu ihrem Stamm gehören, zwei Kategorien: Gäste oder Fremde. Die Fremden sind grundsätzlich Feinde, weil es um Konkurrenz des Territoriums geht.

    Die Ressentiments von Teilen der Mittelschicht resultieren eben auch daher, daß Flüchtlinge und eine bestimmte Gruppe dieser Schicht bzw. Klasse um die gleiche Arbeit konkurrieren. Das trifft Ärzte, Rechtsanwälte, Journalisten und überhaupt viele aus der Medienlinken kaum, weil diese Arbeitsplätze in absehbarer Zeit nicht durch Flüchtlinge ersetzt werden können. Einerseits scheint es mir in diesen Ressentiments bzw. im kruden Haß um Abstiegsängste zu gehen, um die Furcht, abgehängt zu werden, andererseits scheint eine grundsätzliche Furcht vorm anderen, vor anderen Sitten und Bräuchen vorzuliegen.

  3. che2001 schreibt:

    Die Austauschbarkeit des Juden wird aber in der DdA explizit erklärt, für Horkdorno ist der Antisemitismus eine Matrix für kollektiven Menschenhass, der sich auch gegen andere Menschengruppen richten kann („es könnte ebenso ein Katholik oder Vagabund sein“), und tatsächlich galt die Vernichtung ja auch noch den Sinti und Roma und den Insassen der Heil- und Pflegeanstalten. Das ganze Antisemitismus-Kapitel ist als eine Art späte Auswertung der Studien zum autoritären Charakter zu lesen. Und ich bin in der Tat der Auffassung, dass sich die Völkermorde an Kurden und Armeniern, Tutsi und Hutu, Jeziden und Mandäern an der gleichen Matrix messen lassen.

    Deinem Einerseits-andererseits stimme ich zu, wobei die grundsätzliche Furcht vor dem anderen hauptsächlich in Mitteldeutschland verbreitet ist, im Westen allenfalls auf dem platten Land. Die Kämpfe zwischen Naziskins und Autonomen in Göttingen sind zugleich Kämpfe zwischen Landeiern aus dem Solling und Eichsfeld und Städtern.

  4. Bersarin schreibt:

    Was den Antisemitismus betrifft, sehe ich es ein wenig anders und denke, daß auch Adorno das Spezifische diese eliminatorischen Antisemitismus und vor allem die Einmaligkeit und Unvergleichlichkeit von Auschwitz sah. Daher auch sein Satz, daß nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben barbarisch sei und auch seine Ausführungen zu Auschwitz in der „Negativen Dialektik“, die man als eine Art ungeschriebene materiale Ethik auch lesen kann. Der Name Auschwitz steht für einen Einschnitt und einen Zivilisationsbruch. Daß dort und woanders nicht nur Juden, sondern auch Sinti und Roma umkamen, ist allerdings oft unter den Tisch gefallen. Aber ich denke, daß man mit Adorno nun gerade nicht eine Opferhierarchie wird aufmachen können. Sondern es geht im einerseits um generelle Motive und zugleich die spezifische Leiderfahrung.

    Richtig ist freilich, daß der Begriff des Juden substituierbar ist und daß der Haß auf den Juden und aufs Andere auch etwas mit autoritären Strukturen zu schaffen hat.

    Was die Stadt/Land- und die Ost/West-Differenz betrifft, ist es nicht so einfach zu dichotomisieren: hier die Linken, da die Nazis. Ich erinnere mich in den 80er Jahren nur an die Hamburger Skinhead-Szene und im Vorharzraum und nähe Göttingen im Wald überall die Hakenkreuze. Das hat weniger mit Regionen, sondern eher mit Einstellungen und dem Denken zu tun. Soziologisch ist das eine komplexe Geschichte. Im Osten gibt es im übrigen genauso eine starke linke Opposition – auch auf dem Land.

  5. che2001 schreibt:

    Einerseits sah Adorno natürlich diese Einmaligkeit der Shoah („Jegliche Kultur nach Auischwitz ist Müll“). Und andererseits hatten Horkdorno mit der DdA den Anspruch, nicht nur die NS-Verbrechen zu, sondern die aus dem Scheitern der Aufklärung hervorgehende Barbarei ganz allgemein aus einer anthropologischen Grundkonstante her erklären zu können. Daher der Satz von der Austauschbarkeit des Juden im Antisemitismus (übrigens wunderschön dialektisch gedacht), der, obwohl in der DdA ausführlich behandelt, bei nahezu allen Adorno-LeserInnen ein blinder Fleck zu sein scheint.

  6. Wer sagt eigentlich, das die Aufklärung gescheitert ist? Könnte es nicht sein, dass sie nur noch nicht vollendet ist?

  7. che2001 schreibt:

    Zunächst mal sagen das Adorno und Horkheimer, implizit die gesamte Kritische Theorie, in jeweils spezifisch anderer Weise sowohl der Poststrukturalismus als auch der Kritische Rationalismus. Die Dialektik der Aufklärung besteht darin, dass die Aufklärung regelmäßig ihre eigene Negation selbst hervorbringt. In diesem Sinne ist etwa der Nationalsozialismus, aber auch der Atomkrieg als Umschlagen der Aufklärung in ihr Gegenteil zu verstehen: Aufgeklärtes Wissen und moderne Technologie werden zu völlig destruktiven bzw. politisch reaktionären Zwecken eingesetzt, gleichzeitig schlägt Aufklärung in Mythologie zurück.

  8. Bersarin schreibt:

    „Gescheitert“ in einem finalen Sinne ist die Aufklärung für Adorno mitnichten. Aber sie geriet radikal außer Bahn – terminierend in Auschwitz (und auch Hiroshima). Denn ihr immanent sind Prozesse, die es ermöglichen, daß sich die Aufklärung gegen sich selbst wendet und im Prozeß der fetischhaften Subjektvergottung in Mythologie umschlägt. In meiner schönen Serie zum 80. Jubiläumsjahr der „Dialektik der Aufklärung“ werde ich auf diese Dinge genauer eingehen.

    Adorno zumindest hielt an der Aufklärung fest. Es wird in der „Dialektik der Aufklärung“ sozusagen die Kraft des Gegners gegen ihn selbst gewendet.

  9. Selbst wenn es wirklich eine historisch-kausale Beziehung zwischen Aufklärung und Faschismus oder Aufklärung und Rassismus gäbe, würde daraus nicht folgen, dass diese Beziehung eine notwendige und unvermeidbare wäre.

    Ich neige nach wie vor dazu, die Aufklärung als ein „unvollendetes Projekt“ (Habermas) zu sehen; unsere heutige Gesellschaft ist jedenfalls nicht das, was die Aufklärer anstrebten. Man sollte wirklich die Bücher von Jonathan Israel über die Aufklärung lesen, die ein ganz neues Licht auf das Phänomen werfen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Israel

    Hier ist ein kurzes Interview mit ihm:

  10. Bersarin schreibt:

    Daß die Aufklärung ein unvollendetes Projekt ist, darin würde auch Adorno folgen. Die Frage ist nur, mit welchen Mitteln und in welcher Weise man es: vollendet? Nein, entfaltet. Entwickelt, Aufhebt? Finalisierungen scheinen mir problematisch. Insofern bleibt die Aufklärung sicherlich ein unvollendetes Projekt. Asymptotische Annäherung.

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