Urbane Räume (10) – Lissabon, Ende April 2013

Damit niemand sage und behaupte, Lissabon habe nur tote Fische zu bieten, zeige ich wahllos aus meiner Sammlung von ca. 5200 Lissabon-Bildern einige Impressionen, die es hier bisher noch nicht zu sehen gab. Angeregt durch den Lissabon-Urlaub der Blogbetreiberin von Irisnebel – Bildersturm. Manche läßt die Wärme abstumpfen, andere lädt drückende Hitze zum Träumen und Imaginieren ein, zum Poetisieren von Welt, indem sich das Sinnen und Sinnieren an den Details aufhängt und sie ausschmückt: Armchair Traveling oder die Schmuckordnung der Dinge. Der Sommer ist für mich leider viel zu heiß, um eine Reise zu tun. Das machen lediglich Familien, weil sie auf die Ferien gehalten sind. Ich reise lieber im Frühjahr oder besser noch im Herbst in die Städte – Oktober und November sind ganz und gar vorzügliche Monate – und aktiviere bei einem solchen Wetter, inmitten der legendären Hundstage, das Vermögen der Phantasie, das sich an diesen Photographen entzündete, und es macht sich der Flaneur im Imaginären auf den Weg.
 

9 Gedanken zu „Urbane Räume (10) – Lissabon, Ende April 2013

  1. Vielen Dank! Lissabon ist eine der schönsten Städte. Eigenwilliger Charme. Vor allem dieser herrliche, breite Fluß, der den Blick in die Ferne schweifen läßt. Eine Stadt muß solche Orte haben, an denen der Blick ausschreiten kann. Die Weite eines Flusses oder Erhebungen und Hügel. Lissabon besitzt beides. Rom nur die Hügel, Hamburg nur den Fluß. New York kenne ich nicht.

  2. schön, dass du noch mehr von deinen bildern rausrückst ;)
    ich denke, deine beschreibung portugiesischer mentalität kommt meinen beobachtungen nahe.
    die menschen werden nicht nur deshalb netter sein, weil sie i.d.Re. einen kopf kleiner sind als die deutschen… ich glaube, als langjähriges seefahrer- und einwandererland gibt es eine natürlich gewachsene toleranz, die hilfreich ist im alltagsleben.
    ich denke, jetzt, mit dem überblick von 12 tagen Lissabon, werde ich auf jeden fall noch einmal hinfliegen.

  3. Ja, ich bin nun so sehr von Lissabon wieder angefixt. Vor allem als ich gerade eben dann Deine Photographien von der Terrasse Miradouro de Santa Luzia sah. In der Tat einer der schönsten Orte. Noch schöner finde ich als Blickpunkt über die Alfama jedoch den Miradouro das Portas do Sol. Vor allem weil man dort bei einer wunderbaren Aussicht einen schönen Espresso trinken und ein Küchlein essen kann. Auch ich will noch einmal nach Lissabon. Unbedingt. Lissabon ist eine der schönsten Städte Europas. Aber das darf man gar nicht so viel herumerzählen. Sonst wird sich das nämlich schnell ändern. Wie in Rom und Paris.

  4. Ja, es ist wunderbar dort. Sitzen, beobachten, nach Straßenszenen Ausschau halten, die es zu photographieren lohnt. Überhaupt: dieses ganze Viertel abzugehen, indem man sich einfach treiben läßt.

  5. In seinem Traumschiff isst Alban Nikolai Herbst oder lässt essen Pastéis de Nata in Lissabon – Seiten 88 und 267, Zeilen 5 und 10.

  6. Nun, das Buch liegt auf dem Stapel ungelesener Bücher. Da Herr Herbst nicht auf der Longlist ist, muß er nun natürlich warten. Das ist so. Aber die köstlichen Pastéis de Nata könnten mich erweichen. Danke für den Hinweis und auch für Ihre Detailarbeit in Ihrem Blog, die nicht zu unterschätzen ist.

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