Wien literarisch – Wien kulinarisch

Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.
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4 Antworten zu Wien literarisch – Wien kulinarisch

  1. summacumlaudeblog schreibt:

    Wien is(s)t w(W)ild?

  2. Bersarin schreibt:

    Wien ist eine faszinierende Stadt. Der Flaneur ißt, was er ist.

  3. Uwe schreibt:

    Die Oberflächen der Großstadt als Text-Landschaften: ebenso polyvalent wie flüchtig, ein Labyrinth der Verweise, die sich irgendwo verlieren, ein Reservoir der Duftmarken, aber die Stadt so zu durchstreifen, mit offenen Sinnen, kann zu einer Erfahrung werden, aus der sich wiederum Texte oder Bildstrecken generieren lassen, ähnlich wie bei Peter Altenberg, diesem „Afrikaforscher der Alltäglichkeit“ (Anton Kuh über PA). Auch der fotografierende Müßiggänger ist auf dem Weg zu (s)einer Arbeit.
    Eine herrliche Zusammenstellung ist Dir hier gelungen. Jedes Bild löst Assoziationstumulte aus, die sich genauso schnell wieder legen. Diese flüchtigen und zufälligen An-Reize zu sehen, zu sammeln und zusammenzustellen und zu einem Tableau zu montieren, erfordert Zeit und setzt einen Sinn für Konstruktion voraus: der Foto-Flaneur als Nachfahre Baudelaires und seinen „Maler(n) des modernen Lebens“.
    Besonders schön: die Kaugummiplastik mit dem Kommentar „Sold“. Was für eine lakonische Parodie auf gewisse Auswüchse des Kunstmarkts.

  4. Bersarin schreibt:

    Vielen Dank für Deine Überlegungen. Die Kombination bzw. genauer gesprochen, die Dokumentation von Texten und öffentlichem Raum, die sich durch einen Zufall dem Blick preisgeben, zu photographieren sowie die angedeuteten Bezüge, mit oder ohne Geschichten, halte ich für eine reizvolle Arbeit und Aufgabe. Klassisches Flanieren eben: zu beobachten: Die Dinge, die da sind und die wir im Vorbeigehen meist nur streifen.

    Jenes „Sold“-Kaugummi gefiel auch mir ausnehmend gut. Es hing im Fenster einer Galerie, die mit dem Warenwert von Kunst angenehm zu spielen schien. Kleine Gesten.

    Ja, es ist dieses Afrika, das reizt – das des Alltags. Eine Ferne zeichnet sich in dem, was ganz nahe ist, ab.

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