Urbane Räume (5)

 
 
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Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.
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5 Antworten zu Urbane Räume (5)

  1. Uwe schreibt:

    Bild 1: Hier hat ein aufgeweckter Flaschengeist randaliert.
    Bild 2: Ihr Hunger war wohl eher psychischer Art.

  2. Bersarin schreibt:

    Ich muß zugeben, daß ich diese Sprünge und Risse im Glas ästhetisch ansprechend finde. Es blieb mir aber nicht viel Zeit, um die Blende soweit zu schließen, daß alles scharf und die Schnitte und Kanten dieses Sprunges angemessen sichtbar werden. (Nicht, daß wir uns mißverstehen: ich war nicht der Täter und auf der Flucht. Aber ich ging in schöner Begleitung. Da mag ich nicht allzulange experimentieren und arbeiten, wenn sich die Begleiterin für Photographie wenig nur interessiert.)
    Zum Bild 2: Nicht unser Tisch, der stand nur so da. Im Vorbeigehen, aus dem Augenwinkel geschossen.

  3. Bersarin schreibt:

    Im Nachtrag kann ich nur sagen, daß die Gegend um den Rüdesheimer Platz wunderbar ist. Herrliches wohnen. Kein Siff, kein Ranz, keine Partytouristen, die lärmen und grölen.

  4. Uwe schreibt:

    Ich dachte zunächst an Kertész‘ „Broken Plate“ und dessen Oszillieren zwischnen Motiv und Trägermaterial, zwischen Repräsentation und dem Netz aus Rissen, das sie unterbricht. Als gewiefter Fototheoretiker und -praktiker dürfte Dir dieses Bild im Gedächtnis sein, auch bei Aufnahmen im Nebenbei. Allerdings zitiert Deine Glasplatte nur die Zerstörung, während sie bei Kertész Fakt ist. Beiden gemein ist: Sobald die Transparenz der Abbildung unterbrochen wird, fällt die Fotografie als Medium auf. Und das finde ich spannend.
    Dazu gibt es ein Buch, das ich nur empfehlen kann, geschrieben von einem der interessantesten (mittel-)jungen Kunsthistoriker der Gegenwart: Peter Geimer, Bilder aus Versehen. Eine Geschichte fotografischer Erscheinungen, Hamburg 2010.

    Bei dem Essen fiel mir nur auf, dass sehr viel übrig gelassen wurde. Daher meine Vermutung, dass hier zwei aßen, ohne ihren wirklichen Hunger mit Lebensmitteln stillen zu können.

    Mich begleitet beim Fotografieren nur mein Schatten. Alles andere würde meine aufmerksame Zerstreutheit beeinträchtigen.

  5. Bersarin schreibt:

    Geimer ist mir bekannt, es kann sein, daß sich dieses Buch in meiner Bibliothek befindet. Ich habe über meine Bücher leider den Überblick verloren.

    Mir ging es in der Tat bei diesem Motiv mehr um die Zerstörung und vor allem um den Hintergrund: Immobilienfirma.

    Photographieren mit dem Jagdblick auf Szenen und Motive kann man in der Tat nur alleine. Der Photograph und sein Schatten reichen da aus. Aber es gibt manchmal diese schönen Momente, da schlendern zwei Menschen durch die Straßen Berlins. Da ich trotzdem immer eine Kamera dabei habe – für solche Zwecke die kleine praktische Lumix LX7 – mußte ich und konnte dem Bild nicht widerstehen. Dennoch: ich photographiere in Begleitung sogut wie nie, weil Photographieren nur mit Gleichgesinnten geht. Oder eben alleine. Es wäre zudem unhöflich das Gegenüber mit ständigem Stehenbleiben, Zurückgehen, Woandershinschauen und was der Umstände mehr sind, zu belästigen.

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