Zwischen Heimat und Unheimlichem – 25 Jahre „Twin Peaks“. („Die Eulen sind nicht, was sie scheinen“)

Am 8.4.1990 war es soweit: Es setzte der Sender ABC mit einer Serie einen neuen Maßstab für Serien. Und nach diesem Tag war’s für die Fernsehlandschaft nicht mehr wie vorher. Eine düstere Atmosphäre zeigt sich im Auftakt des Trailers. Dunkle Wälder, hohe Tannen – „Douglastannen“ wie Special FBI Agent Cooper an einer Stelle der Serien schwelgerisch über diese verwunschene Landschaft im Nordwesten der USA an der Grenze zu Kanada heraushaucht. Ganz der Stadtmensch, der als FBI-Ermittler ins Idyll fährt, das keines oder doch nur bedingt eines ist. Eine Musik setzt ein, melancholisch zunächst, dann verspielt und ins Leidenschaftliche tremolierend. Das greift aufs Gefühl und diese Musik von Angelo Badalamenti variiert vermittels der Tiefen des Klangs und einer gleichsam lyrischen Aufsteigerung im Spiel, wenn sich der Sound wie eine Fläche ausbreitet, die Register durch. Musik und Bildszenen einer ländlichen Idylle, zumindest ihrem ersten Anschein nach. Ein Vogel hockt auf einem Ast, eine Industrieanlage in einer von Bergen und Wäldern geprägten Natur, es ist ein Sägewerk, Funken springen am Metall, Wälder dann, Wasserfälle, eine im Nebel liegende Landschaft und: das Ortsschild mit dem Namen jener Stadt: Twin Peaks. Und im trüben Brackwasser des Flusses spiegeln sich die Bäume der Wälder. Darin wird eine Leiche treiben und an Land gespült werden. In eine Plastikhülle verpackt. Diese Bilder des Anfangs werden die, die diese Serie lieben  und schätzen, fest im Kopf haben.

So begann dieser wunderbare gedehnte Film, 29 Mal plus dem Pilotfilm, der gekonnt mit den Gefühlen, mit der Neugier, den Bildern, den Zeichen und der Reflexionslust der Zuschauer spielte, indem diese Serie Archetypen und Geschichten bot. Andockfähig selbst (oder gerade?) ans New Age und die Esoterik. Genauso wie an die Diskurse der Bilder, und Szenen brennen sich ein, wie aus einem Alptraum, kombinierten sich mit einer Weise von Zartheit, ohne daß diese Brüche irgendwie konstruiert oder outriert wirkten. Im Gegenteil: Das eine nahe am anderen gebaut, und es paßte das eine vorzüglich zum anderen. „Twin Peaks“ – das ist Zen-Buddhismus für die Medienmoderne.

TP_EP14Die Intensität der Figuren und in ihrem Charakter betörte, denn immer war jeder Typus und Charakter, der in „Twin Peaks“ auftrat, genau gezeichnet und konstruiert. Nicht nur mit viel Liebe zum Detail, für Schrullen, Skurriles und die Groteske ausgeschmückt, bis in die Tiefe hinein, sondern auch ungemein passend mit Schauspielern besetzt. Ob der schreckliche Leo Johnson, ob der freche Bobby Briggs, der indianische Sheriff-Scout Hawk, der furchtsame Deputy Andy, die seltsame „Log Lady“ Lanterman mit ihrem Holzscheit auf dem Arm, der mit ihr spricht. (Ja, das macht dieser Scheit! So seltsam es klingt. Und Special Agent Cooper hört und versteht jene Sprache.) Der herrlich verschrobene Dr. Lawrence Jacoby im Hawai-Hemd und immer lässig-tiefenentspannt, mein besonderer Freund der Gerichtsmediziner Albert Rosenfield und natürlich die Frau meiner damaligen Träume, Audrey Horne: Kokett, mutig, verträumt, sinnlich lächeln, frech und klug. Das Dorf und seine Bewohner: Ein Mikrokosmos. Vom Idyllischen der hochneurotischen Klein- oder Patchworkfamilie bis hin zum radikal Bösen, wie Leo Johnson oder den Brüdern Renault drüben in Kanada. Von jenem brutalen Mord ganz zu schweigen.

Zwei Jahre später dann lief diese Serie auch in der BRD. Erstaunlicherweise auf dem Privatsender rtl. Und um die Serienkritik mit dem Subjektiven zu färben, weil das heute in Blogs derart bedeutsam ist: ich mußte es mir auf Video aufzeichnen (Video: das sind diese merkwürdigen riesigen schwarzen Kassetten, die in große unförmige Apparate geschoben werden, die unter dem Fernseher lagernd, viel Platz wegnahmen), weil zu jener Stunde, als es Twin Peaks gab, ebenfalls meine Häkel-Arbeitsgruppe stattfand, wie dies eine Kommilitonin zunächst verstand. Dabei war es doch viel einfacher: ich hegelte bloß.

Was an dieser Serie nicht nur von ihrem Inhalt und der Konstruktionsart her fasziniert, sondern ebenso in der Rezeption, ist der Umstand, daß ganz unterschiedliche Menschen sich diese Serie anschauen und dennoch alle gleichermaßen begeistert sind: Mystiker und kalte Rationalisten, Medienjunkies, Zeichen-Dechiffrierer, Sinnlichkeitsfreunde, Interpretationswütige der Fächer Philosophie,  Medientheorie und Psychoanalyse, Krimi-Fans, knallcoole Film-Analytiker und solche, die eher auf die großen Gefühle stehen. Böse könnte man sagen Lynch bedient hier alle Klischees. Tut er, tut er durchaus. Aber derart klug komponiert und ausgefeilt, daß es eben nicht bloßer Serien-Kitsch ist. Wenngleich „Twin Peaks“ mit dem Element des Kitsches spielt. Es gibt innerhalb der Serie sogar eine eigene Serie. „Twin Peaks“ ist auf dem (freilich bereits abklingenden) Höhepunkt der Postmoderne in seiner Machart und in der Konstruktion beste Ausprägung dieses Genres. Ein Spiel mit den Gefühlen, das simuliert und dennoch das große Gefühl nicht leugnet. Es ist der Pathos der Serie, der bezaubert. Die Liebe und das Böse, die in einer eigenwilligen Beziehung stehen. Draußen ist finster, es rauschen die dunklen Wälder, da wo keine Wege hinführen, jenseits von Zivilisation und es sind die Eulen nicht das, was sie scheinen. Atmosphärisch dicht gebaut. Ur-amerikanischer Mythos zugleich.

Daß unterschiedlichste Charaktere in der Rezeption übereinstimmen und die Serie enthusiastisch feiern, ist noch kein Maßstab für die Qualität dieser Serie. Aber immerhin deutet dieser Umstand auf ein Phänomen, das sich insbesondere über den Geist dieser Zeit festmachen läßt, der sich in diesen Film-Bildern verdichtet. Eine eigenwillige Stimmung und Sehnsucht nach Harmonie nach den Jahren der Reagan-New-Economy (wie etwa der Filmkritiker Georg Seesslen feststellt) und zugleich auch das Schaudern vor dem radikal Bösen, das sich außermenschlich in Mythen manifestiert und sich in „Twin Peaks“ dennoch auch bei bestimmten Menschen niederschlägt, wenn jenes Böse in sie fährt. Manche sind es  allerdings von sich aus bereits, wie Leo Johnson oder auch Special Agent Windom Earle. Andere wie Leland Palmer, der Vater der ermordeten Laura, werden es erst durch eine Fügung, die man mittels psychologischer Ansätze deuten kann. Bereits in der Folge, wo Laura Palmer begraben wurde, wußte ich, wer der Täter nur sein konnte, der Laura Palmer umbrachte. Diese eine Szene bei der Beerdigung war denn doch zu drastisch und überkonstruiert. Aber das eben war zugleich gewollt und das Spiel von Lynch. Klüger als der Regisseur zu sein und doch immer wieder neu von ihm überrascht zu werden: von den Einfällen David Lynchs und seiner Co-Regisseure. In den düsteren Wäldern, wenn Ausgrabungen vorgenommen werden oder beim Zen-Buddhistischen Flaschenwerfen des Ermittlers Cooper. Kitsch natürlich. Und gewiß: es darf das arme Tibet nicht fehlen.

Twin Peaks - 1All diese Bild-Fetzen, die in der Erinnerung des Betrachters hängenblieben. Dieser wunderbare Sheriff Harry S. Truman, das Landei, und sein Verhältnis zum Special Agent Cooper vom FBI, ebenso wie das zu Josie Packard. Die versunken tanzende Audrey Horne, Tochter des durchtriebenen Hoteliers und selber nicht minder durchtrieben, aber in einer angenehmen ehrlichen Art. Die notorisch wilde Shelly Johnson, die zugleich uramerikanisch ist, sich von ihrem Ehemann durchprügeln und von ihrem Geliebten Bobby am nächsten Tag durchficken läßt, ohne ihren Ehemann zu verlassen. Dieses Dorf mit seinen Bewohnern ist pars pro toto: die Versinnlichung einer absurden Idee namens amerikanisches Idyll oder eben: amerikanischer Alptraum der Neurosen, der Lügen, der Liebe, der Brutalität, die wie unvermittelt und als Schock über manche der Beteiligten hereinfällt. Lynch konstruiert und fügte mit „Twin Peaks“ Bilder, wie es dies bisher in Serien nicht gab. Sentimental, sinnlich und dennoch bereit für das äußerste: die Härte der Reflexion sowie die Härte des absolut bösen Mordes, einfach deshalb, weil ein Mensch getötet werden muß. Das radikal Böse kennt keinen Diskurs oder Feinsinn, sondern einzig eine wilde Tathandlung.

Aber nicht nur das. Nicht nur, wenn dieses grausame Schicksal mehrfach hereinbricht, sondern es zeichnet „Twin Peaks“ ebenso die Tücken und die Langeweile eines Kleinstadtalltags; bis hinein ins absurde Detail wird das von Lynch konstruiert, wenn Lucy Moran, die Sekretärin des Sheriff-Büros, ihre klug-dummen Fragen stellt oder wenn belanglose Familienszenen ausgewalzt werden. In dieser Weise durchdringen sich in „Twin Peaks“ die Ebenen. Das, was draußen in den Wäldern wirkt ist ebenso drinnen. Amerikanischer Mythos der Frontiers und der Einheimischen gleichermaßen. Diese Kombination ist in keinem Moment banal oder langweilig, sondern wirkt als Zeichen und versinnlicht die Atmosphäre dieses Ortes. Genau diese diffizilen und so unterschiedlichen Aspekte der Serie rühren an unser Unter- und Unbewußtes. Daß die heile und schöne Welt, in der wir leben, nur vermeintlich heil uns schön ist. Sich häufig als eine irrsinnige Illusion erweist. Nicht anders als die geräuschlose Vorhangschiene, die Nadine Hurley bestrebt ist zu konstruieren.

Die Bilder des Films kann man in autopoietischer Referenzlogik als Bezug auf Welt und Medium gleichermaßen lesen, ebenso kann man sich in allen Facetten von diesem Reigen gefangennehmen lassen. Mir gelang zum Glück beides. Abends nach der Hegelarbeitsgruppe, wenn all der Stoff gewirkt war und verbunden im Textteil und nachdem ich , hernach aufs Sofa fallend,  den Knopf des Abspielmediums betätigte und auf Audrey Horne sowie Shelley schaute. In meiner schwarzen Hütte. Privatspracheargumentativ, kollektiv, jeder für sich. So wie wir alle diese Serie im Rausch und als Strategie schauten. Americana on our mind.

Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.
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9 Antworten zu Zwischen Heimat und Unheimlichem – 25 Jahre „Twin Peaks“. („Die Eulen sind nicht, was sie scheinen“)

  1. Partyschreck schreibt:

    Vergiss mir zu diesem Anlass nicht die großartige Sheryl Lee! Auch wenn sie in der Serie viel zu wenig in Erscheinung getreten ist, personifiziert sie die Abgründig- und Doppelbödigkeit in Vollendung!

  2. Bersarin schreibt:

    Natürlich nicht. Laura ist ja nun einmal das Zentrum dieser Serie. Nein, Zentrum ist nicht ganz richtig, weil „Twin Peaks“ eigentlich viele Zentralstellen besitzt. Das Zentrum der Handlung ist sie aber insofern als wir mit ihr die Frage des Whodunit haben.

    (Ich habe sie jedoch ganz bewußt ausgelassen und auch Cooper wenig erwähnt.)

    Ja, insbesondere in Laura, genial gespielt von Sheryl Lee, die in der Tat viel zu wenig auftritt, verkörpert sich eine große Schönheit, das Sinnliche, das Abgründige, ihre Versörtheit und ihre Taffheit. Wie wir es bei Teenagern, die bald Twens sein werden, so häufig haben. Lynchs Serie spitzt das zu.

    Man könnte einen ganzen Blog über Twin Peaks machen: Von der Serie schwelgerisch schreiben, sie analysieren, ihre Bedeutungsstränge darlegen, sich von ihr gefangennehmenlassen und das, was uns beim Betrachten reizt und ansprach, versuchen in Sprache zu bringen: Und das heißt eben: ästhetische Erfahrungen an Kunst fruchtbar zu machen.

  3. holio schreibt:

    Bei Rolf Dieter Brinkmann, der in fünf Tagen 75 geworden wäre, häkelte der 28-jährige Mädchenaufreißer Gerald: „Gerald trifft Hegel persönlich. Die Begegnung verläuft friedlich.“ (Keiner weiß mehr, rororo, Seite 227). Und vorher: „Bei Hegel ist der Verbrecher der vom Absoluten Verlassene, eine ganz gute Definition von Freiheit, find ich, Aufhebung der Entfremdung, die Vermittlungen werden einfach durchschlagen.“ (Seite 92).

  4. Bersarin schreibt:

    Hey man, cool man: Danke für dieses Zitat! Lange her, daß ich „Keiner weiß mehr“ las. Toller Kontext, in einem Sound, den ich schätze, Sätze wie Salven. Deshalb mag ich Brinkmann und weil er ein ungeheurer Schimpfer und Provokateur ist.

    Der absolut hochgeschätzte Brinkmann. Es wird hier im Blog bestimmt eine Würdigung geben. Aber: mache ich das nun am 16. April oder am 23. April, dem Tag des Buches und seinem Todestag in London? Beides vielleicht.

  5. Iris schreibt:

    Ich dachte lange, dass für mich keine Serie mehr an Twin Peaks rankommen wird. Auch wenn ich zwischendurch immer mal wieder begeistert bin, von Kommissarin Lund z.B. oder Borgen, ach, da gibt’s noch einige weitere, sehr unterschiedliche, The Walking Dead, Sherlock, Downton Abbey …, aber die sind alle aus einem anderen Stoff gewebt als Twin Peaks. Du wirst verstehen, was ich meine.
    Dann sah ich vor drei Wochen True Detective I. Kennst du die schon? Eine Miniserie, 8 einstündige Folgen, zwei weitere Staffeln mit neuem Plot und neuem Cast werden folgen. Staffel I spielt in genau diesem Abgrund zwischen Heimat (diesmal Louisiana vor und nach Wirbelsturm Katrina) und Unheimlichem (ritualhafte Serienmorde). Woody Harrelson und Matthew MacConaughey spielen die ermittelnden Detectives in der auf drei Zeitebenen angesiedelten Geschichte dermaßen genial … Auch der Soundtrack … Ja, ich bin begeistert.
    Twin Peaks ist damit nicht getoppt, True Detective ist auch viel kürzer, man kann nicht über Wochen abtauchen, aber endlich gibt es mal wieder etwas ähnlich atmosphärisch-skurril-schauerlich-philosophisch-düster-fesselndes.
    http://de.wikipedia.org/wiki/True_Detective

  6. Bersarin schreibt:

    Auch ich dachte lange Zeit, daß „Twin Peaks“ nichts toppen kann. (Obgleich es ja auch Fassbinders großartiges „Berlin Alexanderplatz“ gibt, das ich Dir, sofern Du es nicht kennst, empfehlen möchte.)

    „True Detective“, die erste Staffel, kenne ich natürlich und sah sie komplett. Es handelt sich in der Tat um eine geniale Serie, von der ich nach den ersten Szenen und Bildern bereits eingenommen war. Eine Serie, die von der Düsternis und vom Dialog dieser beiden so unterschiedlichen Charaktere lebt. Insofern ist sie dann auch anders als „Twin Peaks“, das uns ein Panorama der Welt und von verschiedenen Menschentypen zeigt. Samt den Abgründen und das Böse in eine Art von Kosmologie, von Mythologie oder auch ausgedachte Lehre bringt. Es herrscht zwar der strenge Dualismus – weiße Hütte, schwarze Hütte –, aber in den Menschen kommen beide Teile zum Tragen, was sich insbesondere an Laura Palmer und Bobby Briggs zeigt.

    Das Abgründige in „True Detective“ hingegen präsentiertt sich in den Verdichtungen auf die Landschaften und die Personen bezogen. Vor allem aber in diesem ganz und gar sich in dieser Welt abspielenden grausamen, zunächst undurchsichtigen Verbrechen. Und es sind natürlich die großartigen Bilder und die Kamerafahren, die diese Serie sehenswert machen. Ich wollte hier im Blog auch schon darüber schreiben. Aber die Zeit frißt so viele der Ideen. „Walking Dead“ fand ich filmisch am Anfang interessant. Aber es hat sich das dann bei mir schnell erschöpft. Zumal ich die meisten Filme und auch Bücher, die mit irrealen Science Fiction-Elementen bestückt sind oder von Monstern und Mutationen handeln, eher schlecht gemacht und leicht billig empfinde. Man kann dann eher den Trash loben und diesem huldigen, was ja auch vielfach getan wird. „Walking Dead“ ist da allerdings ganz anders. Es ist kein Trash und das Irreale erweist sich als höchst real. (Über das Revival des Zombies in dieser Jetzt-Zeit kann man ebenfalls interessante Spekulationen anstellen.) Aber ich habe das Schauen dann abgebrochen, weil mir das Spannungselement irgendwann abhanden kam. Doch das muß nicht mit der Serie selbst zusammenhängen. Vielleicht ist sie gut.

    Bei „Sherlock Holmes“ haben mir die ersten beiden Staffeln sehr gut gefallen. Die dritte durchwachsen. Die zweite und dritte Folge wurden dann etwas besser. Kongenial wurde eine alte Geschichte mit ihren Elementen und mit den Marotten von Holmes in das London der 00er Jahre transportiert, ohne daß dies an irgend einer Stelle aufgesetzt oder übertrieben wirkte. Sehr schnell freilich in der Bild- und Szenenabfolge gemacht. MTV-Ästhetik, konsequent und hier endlich einmal gut weitergeführt. Irgendwann wünscht man sich dann allerdings wieder langsamere komponierte Film-Bilder. Aber wie gesagt: hier paßt es. Der Sherlock langweilte mich jedoch ein wenig, weil ich es nicht mag, mich ständig selber im Fernsehen zu betrachten.

    „The Wire“ ist als Serie noch zu erwähnen.

  7. Iris schreibt:

    Klar, Berlin Alexanderplatz!
    The Wire hab ich noch vor mir …

  8. che2001 schreibt:

    Völlig an mir vorbei gegangen, aber sowas von! Ich wusste gar nicht, dass David Lynch fürs Fernsehen gearbeitet hat, obwohl ich Fan seiner Filme bin. Ich habe diese Serie nie gesehen, weil sie auf RTL lief, und die war damit abgehakt unter der Rubrik „Falcon Crest – Beverly Hills – Melrose Place- Ami-Schrott“. Wohl schwerer Fehler….

  9. Bersarin schreibt:

    Allerdings, ein großes Versäumnis. Ich war ebenfalls kein besonderer Serienfan. Sieht man von den Kindheitsserien wie Wiki, Robin Hood, Tarzan, Raumschiff Enterprise, Daktari einmal ab. Ich stieß aber sofort wegen des Namens Lynch auf Twin Peaks und schaute und sah, daß es gut war..

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