2 Gedanken zu „Daily Diary (112)

  1. Divertissement oder Spiele für die Kinder und Spiegelungen für den Foto-Flaneur:
    Die Kinder richten sich ein, nutzen die Flächen selbst öder Orte, vertreiben (sich) die Zeit und mit ihr – vielleicht – die Monotonie des Lebensraums. Der Foto-Flaneur geht, steht, sieht und hält fest, unterbricht den Strom der Zeit wie den des Lebens, und macht diesselben Orte zu Schau-Stücken für den unbeteiligten und also nicht eingreifenden, distanzierten und distanzierenden, mithin degagierten Blick: vergehende Zeit, vergangene Tage, und Bilder, die bleiben, zumindest für die Dauer ihrer Betrachtung.

  2. Degagiert ist ein Wort, das mir gut gefällt. Gerade wieder bei Nietzsche in „Jenseits von Gut und Böse“ gelesen. Umwertung aller Werte. Und besser noch: Entwertung.

    Ja, den Fluß der Zeit einzufrieren und einen einzigen Moment zu bannen: das ist – unter anderem – das Wesen der Photographie. Barthes wäre zu lesen. Demnächst hier im Blog. Hoffentlich.

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