Kartographie der Macht: Politik als geometrische Form. Über den Dokumentarfilm „Mark Lombardi. Kunst und Konspiration“

Geordnete und wohlgezogene Linien, Kurven und Bögen verweisen auf Namen und Institutionen, sie stellen Verbindungen her, die gestrichelten Kurven und durchgezogenen Bögen, auf speziellem Architekten-Papier gezeichnet, sind mit Pfeilspitzen versehen, Horizontal durchzieht ein Zeitstrahl das Bild. Von der Ferne betrachtet, schauen diese Zeichnungen des Künstlers Mark Lombardi (1951–2000) wie Konstruktionszeichnungen oder wie ein Schnittmuster aus: für den uneingeweihten Betrachter muten diese Zeichnungen abstrakt und unverständlich an. Bei den Zeichnungen Lombardis handelt es sich in einem bestimmten Sinne durchaus um Konstruktionspläne: nämlich solche der Macht und der Verstrickungen und Verquickungen von Interessen der Finanzwelt, von Politik und Kapital.

Dem einen oder anderen wird das Werk Lombardis von der documenta 13 her in Erinnerung geblieben sein. Dort hing unter anderem sein Bild „BCCI, ICIC & FAB“. Diese Akronyme stehen für Banken wie z.B. die „Bank of Credit and Commerce International“, die den Terrorismus der Gruppe um Abu Nidal unterstütze, illegale Waffengeschäfte betrieb und Schwarzgelder wusch. Inzwischen ist die Bank aufgelöst. Mitarbeiter dieses Wirtschaftsunternehmens setzten sich aus Diplomaten und Geheimdienstlern zusammen.
 
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Die Zeichnungen Lombardis lassen sich im Kontext der Kunst schwierig einordnen: es handelt sich um Diagramme und Soziogramme, die Muster, Linien und Vernetzungen bilden, graphisch exakt gezeichnet. Auf der Ebene direkter Referenz lesen die Betrachter Namen, Organisationen, Institutionen, Personen, Ereignisse, Eigennamen, die auf dem Papier geschrieben wurden. Diese Namen sind mit Linien und Kurven verbunden. Sie zeigen, wie Geldflüsse, Macht und Beziehungen verlaufen, die nicht unbedingt dafür geeignet sind, das Licht der Öffentlichkeit zu erblicken. Die Diagramme und Soziogramme veranschaulichen anhand einfacher Bezüge z. B. die Zusammenhänge zwischen der Finanzwelt und dem internationalen Terrorismus, die Verbindungen zwischen den Familien der Bushs und der Bin Ladens. Wir erkennen in diesen Zeichnungen zwar Beziehungen und Verweisungen, manchen Namen oder manche Wirtschaftsorganisation mögen wir sogar kennen, aber wir sehen – zumindest auf den ersten Blick – nichts über die Art dieser Beziehungen und wie sie sich konkret gestalten. Es gibt Referenzen, die aber nur von denen im Detail zu lesen sind, die in der Materie stecken. Daß Georg W. Bush im Juli 1990 die Firma Harken Energy mit hohem Profit verließ und zwei Wochen später Saddam Hussein in Kuwait einmarschierte, was den Auftakt zur ersten US-Invasion unter George H. W. Bush in den Irak gab, kann in einem politisch-wirtschaftlichen Zusammenhang stehen, muß es aber nicht. Der Betrachter müßte hierzu im Grunde selber weitere Untersuchungen anstellen, oder er überläßt sich seinen Imaginationen. Dies wäre dann allerdings ein rein ästhetischer Akt.
 
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[Ausschnitt aus: BCCI, ICIC & FAB]

Der Dokumentarfilm „Mark Lombardi. Kunst und Konspiration“ von der Regisseurin Mareike Wegener beleuchtet diese verschiedenen Aspekte im Werk Lombardis und führt in den Themenkomplex rund um sein Werk samt den politischen Dimensionen ein, die dieses Werk konstituieren. Es kommen Freunde, Künstler und Weggefährten zu Wort, ebenso seine Eltern, seine Schwester sowie Lombardis Galerist. Es werden Interviews von Lombardi aus den 90er Jahren eingespielt. Allerdings ist dieser Film weniger ein klassisches Portrait des Künstlers als Künstler und kreativ Schaffender, er erzeugt keinen Künstler- oder Politthriller-Mythos oder raunt verschwörungstheoretisch über Geheimgesellschaften und Ungereimtheiten in bezug auf 9/11 sowie die Finanzkrise von 2008, sondern vielmehr leuchtet Mareike Wegener die Zusammenhänge in bezug auf die Kunst Lombardis aus, wirft vermittelt über die Zeichnungen Lombardis einen Blick auf die Verstrickungen von Wirtschaft, Politik und Militär sowie die eigentümlichen Zusammenhänge und „Zufälle“, die mit den Zeichnungen Lombardis in Verbindung stehen.

Der Film macht die Ebene des Politischen im Werk Lombardis, seine Arbeitsweise samt seinem Blick auf jenes System einer postindustriell-kapitalistisch organisierten Wirtschaft sichtbar – einer Systemwelt, der sich politischer und militärischer Diskurs unterzuordnen haben. Und am Ende des Filmes fragt man sich, was der 11. September und die Finanzkrise, die sich ja bereits deutlich früher als 2008 abzeichnete, miteinander zu tun haben. Gleich zum Beginn des Filmes, wo eine Stimme aus dem Off über Fernsehsequenzen von Verhaftungen und Nachrichtenszenen gelegt wird, zeigt sich, worum es in diesem Dokumentarfilm gehen wird:

„Der verstorbene Künstler Mark Lombardi war besessen von politischen Intrigen auf höchster Ebene. Seine eleganten Zeichnungen gleichen Träumen eines Verschwörungstheoretikers. Sie zeigen die globale Verstrickung von Geld und Einflußnahme. Aber seine Arbeit wirft mehr Fragen auf, als sie je beantworten könnte.“

Diese Fragen reichen vom Freitod Lombardis bis hin zum Informationsgehalt seiner Zeichnungen, Skizzen und Karteikarten. In den Bildern Lombardis, so ein Weggefährte, sehen wir unsere Zukunft, wie sie sich nach 2001 entfaltete. Ein nicht enden wollender Krieg in den Ländern des Nahen und des Mittleren Ostens, eine uns anonym erscheinende Wirtschaftsmacht, die die Geschicke sowie die Geschichte der Länder bestimmt, Terrorwarnungen, die mal hoch und dann wieder heruntergefahren werden. Formen von Überwachung, die die Methoden der Staatssicherheit als kleine Vor-Spielereien erscheinen lassen.

Lombardi recherchierte seine Informationen detektivisch genau aus (frei zugänglichen) Büchern oder Zeitschriftenartikeln, übertrug die daraus gesammelten Details, etwa zu Georg W. Bush, zu Margaret und Mark Thatcher, zu Lt. Col. Oliver North (Iran-Contra-Affäre), Colin Powell, Pat Buchanan oder zu Konzernen wie Harken Energy, auf Karteikarten. Lombardi besaß ein ungeheures Wissen über die Netzwerke, so ein Künstlerkollege in dem Film, und er zeigte wie die Geschäfte sowie die Verbindungen liefen, welche einen Anschlag wie an 9/11 möglich machen konnten, wer in den Verstrickungen von internationalem Terror und Finanzwelt die Geldempfänger und wer die Geldgeber waren. Aus diesen intensiven Buchrecherchen heraus entstanden Lombardis Zeichnungen. In den Serien „BCCI, ICIC & FAB“ (1996–2000), Lombardis Schlüsselwerk, sind hunderte von Namen, Bezügen und Institutionen zu sehen, die ein anderes Licht auf 9/11 werfen und die Verbindungen von Finanzwelt und internationalem Terrorismus aufzeigten. Lombardi begann diese Arbeit 1994, wie er in einem der Interviewausschnitte im Film erzählte. Alle Informationen, die er sammelte, so Mark Lombardi, seien frei zuglänglich, er habe sie lediglich geordnet und in einer visuellen Form neu arrangiert. Das eben macht die Brisanz seines Werkes aus.

Weniger freilich beleuchtet dieser Film die kunsttheoretischen Zusammenhänge. Es handelt sich bei dieser Dokumentation nicht um eine immanente, also binnenästhetisch vorgehende Werkanalyse, sieht man von den Interviews mit Lombardis Lehrer an der Kunsthochschule sowie den Äußerungen des Kunsthistorikers und Kurators Robert Hobbs ab. Einiges an Kunsttheorie wird jedoch deutlich, wenn man den Begriff der „narrativen Struktur“ sich genauer betrachtet, der in diesem Film bzw. in bezug auf Lombardis Werk eine zentrale Rolle spielt und den Lombardi selbst sowie Robert Hobbs in Interviewausschnitten erläutern: Informationen werden aus verschiedenen Büchern und Artikeln zusammengetragen und in einer graphischen Weise komprimiert, in Diagramme und Verbindungen überführt und auf diese Weise aus der Isolierung des Buchkontextes genommen. Für sich betrachtet, scheinen diese Bruchstücke an Information zunächst ohne einen Sinn. Erst in Verbindung mit anderen Einzelinformationen ergibt sich eine Art komprimiertes Netz von Bezügen. Es entstehen, so Lombardi und Hobbs, auf diese Weise narrative Strukturen, indem die Einzelinformation auf ein übergeordnetes Moment, mithin auf eine universale Struktur bezogen werden. Insofern bilden diese Zeichnungen – changierend zwischen Ästhetischem und Politik – auf eine spezifische Weise den Komplex aus Kapitalmacht und Militär ab. Die Arbeit Lombardis folgt, so Hobbs, der Logik des Archivs: Informationen auf Karteikarten zunächst zu archivieren und sie dann graphisch aufzubereiten, bedeutet, sie neu zu organisieren. Archive strukturieren und verwalten gleichzeitig Wissen, und sie erzeugen neue Formen des Wissens.

Das Werk Lombardis – von den Karteikarten, die als Arbeitsmaterial dienten, aber genauso zum Werkscharakter dazugehören, bis hin zu den endgültigen Zeichnungen – läßt sich einerseits in die Tradition der Konzeptkunst stellen, verweisen die geschriebenen Namen, die Personen, Institutionen, Banken und Firmen, die exakt gezeichneten Linien und Kurven doch auf ein Außerhalb, auf eine Referenzebene, die nicht im Imaginierten oder in der Phantastik liegt oder die über das reine Visualisieren als Anti-Repräsentation funktioniert. Begriff, Bild und Sachverhalt treten bei Lombardi in ein Verhältnis, fast wie bei Joseph Kosuths Objekt „One and Three Chairs“, das (nicht anders als die Bilder René Magrittes) mit der Logik bildlicher Repräsentation aufräumt und mit dem Bezug von Wort, Objekt und Visualisierung spielt und innerhalb dieses ästhetischen Aktes dabei die Form von Repräsentation zugleich erweitert. Denn das Bild fungiert und arbeitet als Bild in einer eigenen Textur, schafft eine eigene Seinsweise, die die Sprache der Referenz übersteigt: „Ceci n’est pas une pipe“. Es stellt damit das Bild (zugleich) einen völlig autonomen Bereich dar, der einer eigenen Logik folgt, die nicht mehr die der (malerischen oder fotografischen) Bildsprache, aber auch nicht die des informellen Sachtextes und der Schriftsprache ist. Der Bildtext überbordet die herkömmliche Sprache und bindet zugleich das, was wir Realität oder auch Tatsache nennen.
 
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Aber dies ist eben nur ein Aspekt in bezug auf Lombardis Zeichnungen. Der Film nennt die Referenzebene: Denn es stehen die Bilder Lombardis zugleich in der Tradition der (repräsentierenden) Historienmalerei, allerdings in einer eher abstrahierenden Variante. Die Zeichnungen bilden über Bögen und Kurven samt den Bezügen und den Namen in komprimierter Weise Geschichte ab: die Geschichte von Korruption und Verstrickung, sie entlarven das Gaukelspiel US-Amerikanischer Demokratie als das, was sie immer schon war: nämlich die Macht des Geldes bzw. des Kapitalinteresses. Lombardis Zeichnungen verweisen ganz und gar krude und direkt auf die Verstrickungen von Politik, Militär und Wirtschaft. Und damit sind sie zugleich mehr als das philosophische (Sprach-)Spiel der Konzeptkunst, nämlich Historienbilder ex negativo.

So steht Lombardi zugleich in der Tradition politischer Kunst. Er bildet in gewisser Weise die Realität ab und spiegelt sie uns in (teils schönen, teils verwirrenden und verstörenden) Zeichnungen wider, so wie sie ist und wie wir sie nicht unbedingt sehen wollen. Lombardi kartographiert das politische und soziale Terrain unserer (globalisierten) Welt, in der wir leben. Lombardi organisiert und verdichtet Information. Er suchte, so beschreibt es der Film, eine Ausdrucksweise, die die (graphische) Wirkung eines Gemäldes hat und die dennoch mittels der Verdichtungen in den Namen, Linien und Bezügen zugleich eine Geschichte erzählt. Insofern besitzen diese Bilder, so Lombardi über sein Werk, eine narrative Struktur. Sie erzählen, zeigen und komprimieren Geschichte. Sie funktionieren wie ein Archiv und zugleich wie die Akten des Staatsanwaltes, so der Kunsthistoriker Robert Hobbs. Diese Verschlingungen der Bezüge im Werk Lombardis zeigt der Film auf.

Wer jedoch mit diesen Bezügen von Politik, Wirtschaft und Militär wenig vertraut ist und nicht in die Details der Ermittlungen einstieg, der dürfte vor diesen Zeichnungen Lombardis teils mehr ratlos als wissend stehen, denn der Kontext der Kritik sowie des detaillierten Zusammenhangs, der sich nur in den beschreibenden und erklärenden Wörtern und Sätzen eines Sachbuches manifestieren kann, entfällt dem ungeübten Auge. Es vermag der Blick auf die Kunst die Details der graphisch aufbereiteten Information ohne genauere Kenntnisse nicht zu verarbeiten. Die narrativen Strukturen verlieren sich im Spiel des Ästhetischen; in der Schönheit der Linien, in der Form, im Blick auf das feine Papier, auf dem gezeichnet wurde. Ab und an springt ein bekannter Name ins Auge, der Blick tastet sich an den Linien und Kurven entlang, er verliert sich. Aber dadurch geben die Zeichnungen Lombardis zugleich den Anreiz, Wirklichkeit oder das, was wir in unseren gemütlichen Alltags-Narrativen dafür halten, in Frage zu stellen und selber neu zu organisieren und zu durchdringen. Diesen Fragen nachzugehen und nicht bei dem zu verweilen, was uns die Medien darbieten: dazu hält der Film an.

Doch es gab im Zusammenhang mit Lombardis Zeichnungen auch Betrachter, die sich auf einer ganz anderen Weise als der herkömmliche Kunstkenner oder -konsument mit seinem Werk beschäftigten. Das FBI, Ermittler des Heimatschutzes der USA, investigative Journalisten und viele Banker staunten nach dem 11. September 2001 nicht schlecht über jene Verbindungen, die Lombardi in „BCCI, ICIC & FAB“ eröffnete. Eine FBI-Ermittlerin suchte gar das „Whitney Museum of American Art“ auf, wo das Werk hing, um sich zu informieren, in welche Weise und über welche Kanäle Geld zu Osama bin Laden floß. Am 9.11.2001 war Mark Lombardi jedoch bereits tot. Er erhängte sich am 22. März 2000 in seiner Wohnung in Williamsburg/Brooklyn. Nur drei Wochen vorher fand im PS 1 in New York die Eröffnung einer Ausstellung seiner Werke statt. Allerdings mit Mühe nur und mit Not konnte diese Ausstellung eröffnet werden, denn einige Tage vorher ging aus unerklärlichen Gründen, wie Gründe eben in solchen Fällen unerklärlich sind, die Sprinkleranlage in seinem Atelier an und zerstörte Teile von BCCI. Lombardi fertigte in einer Eilaktion diese Zeichnung neu.

Einmalig ist es in der Kunstgeschichte wohl, daß Polizeiermittler ein Kunstwerk heranziehen, um zu recherchieren und Informationen zu sammeln. (Die freilich am Ende des Ganges für die Öffentlichkeit ins Leere laufen.) All diese verschlungenen, teils rätselhaften Aspekte bringt der Film über Interviewszenen und Bildsequenzen in die Darstellung.

Es zeichnet diesen Film aus, daß er sich nicht auf eine Seite schlägt oder gar überdramatisiert: weder widerlegt er die Möglichkeit, daß da von Regierungsseite bzw. Wirtschaftsmacht ein abgekartetes Spiel durchgezogen wird, noch dramatisiert er die Ereignisse um die Zeichnungen von Lombardi und raunt und inszeniert einen großen geheimen Zusammenhang. Der Film stellt lediglich (berechtigte) Fragen, die einer Antwort harren: War es Selbstmord oder wurden nachgeholfen, wurden in diesem Zusammenhang Fakten von Regierungskreisen vertuscht? Weshalb verschwanden aus Lombardis Wohnung Dinge? Betrachterin und Betrachter müssen sich am Ende selber ihr Bild machen, und es bleibt eine Art Rauschen zurück. So wie am Ende alle diese Dinge, die die Wirklichkeiten bilden vom weißen Rauschen der Über-Information verschluckt werden. Insofern wäre der Film auch ein Plädoyer gegen die Flüchtigkeit und für die Konzentration auf die zentralen und auch dezentralen Strukturen der Macht.

Der Film kommt unaufgeregt und mit relativ wenigen Effekten aus, er pointiert und spitzt nur dort zu, wo es notwendig ist, und das eben macht ihn als Quelle und als Informationsmedium über die fesselnde, verstörende eigenwillig-politische Kunst des Mark Lombardi seriös und sehenswert. Insofern folgt Mareike Wegener Lombardis Verfahrensweise und tut mit den Mitteln des Dokumentarfilms eine weitere narrative Struktur auf, fügt dem Werk Lombardis ein weiteres Narrativ hinzu, über das es sich lohnt nachzudenken: Wie wenn nicht wir irgendwelche Verschwörungsirren wären, sondern wenn man uns, nicht erst seit 9/11, mit Inszenierungen und Schauspielen an der Nase herumführte? Wenn wir im Zusammenhang von 9/11 nach dem „cui bono?“ fragen, so tut sich mit einem Male eine ganz andere Sicht auf die Zusammenhänge auf.

„Mark Lombardi. Kunst und Konspiration“ auf DVD bei REALFICTON erhältlich.
 
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Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.
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2 Antworten zu Kartographie der Macht: Politik als geometrische Form. Über den Dokumentarfilm „Mark Lombardi. Kunst und Konspiration“

  1. genova68 schreibt:

    Danke für den Hinweis auf Lombardi, den kannte ich nicht oder nur entfernt.

  2. Robert Tolksdorf schreibt:

    Ich möchte auf meine Website http://www.lombardinetworks.net hinweisen auf der ich Lombardi Zeichnungen als verarbeitbare digitale Informationen bereitstelle.

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