Daily Diary (69) – Barbie Dreamhouse: I have a dream today – sweet, sweet gender

Kontaktanzeige:
Suche Frau zwischen 30 und 41, zärtlich, verführerisch, hegelianisch-wild, kryptographisch-dialektisch-verwegen samt Hang zu Nietzsche und nachgiebig-blond mit Einschlag ins Dunkle, die mit mir ins Barbie Dreamhouse geht. Eventuell auch mehr. Baby hinterher nicht ausgeschlossen.

Rocky, ich will ein Kind von dir“.
[Wie sagte es der Sänger Frank Farian: Ich kann keine Noten lesen, nur Banknoten.]

 
13_06_09_LX_7_8744
 
13_06_09_LX_7_8747
 
13_06_09_LX_7_8748
 
13_06_09_LX_7_8749
 
13_06_09_LX_7_8752
 
13_06_09_LX_7_8767
 

Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.
Dieser Beitrag wurde unter Daily Diary veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

12 Antworten zu Daily Diary (69) – Barbie Dreamhouse: I have a dream today – sweet, sweet gender

  1. turboseize schreibt:

    Meinen die das wirklich ernst oder ist das Satire?

  2. Bersarin schreibt:

    Ich hielt das auch erst für eine Spaß-Show. Aber ich denke mittlerweile, daß die das ernst meinen. Und das Publikum dort auch. Aber wer es so will, der hat es auch so verdient. Eintritt für Erwachsene: 15 EUR

  3. genova68 schreibt:

    wahnsinnige farben, gefakte fenster und die schaufensterpuppe auf bild 3, toll. erzähl mir jetzt aber nicht, dass du nicht ein wenig an der farbsättigungsstellschraube gedreht hast.

  4. Bersarin schreibt:

    Mich haben an diesem Barbie-Haus die zartpastellenen Blautöne gestört. Und die habe ich naxh rosa hin getönt. Ansonsten: es gibt keine objektiven Photos. Selbst die Farbe richtet sich nach der Tageszeit, dem herrschenden Licht, oder im Innenbereich nach dem Auge, der Kamera samt deren Software.

  5. futuretwin schreibt:

    Das ist ein Trip!!!
    Auf Drogen da rein: das würd ich mir echt geben. ;-)

  6. Bersarin schreibt:

    Ja, das ist die einzig mögliche Form des Widerstands: Dort unter Drogen oder in irgend einer Art Rausch hineingehen und die in dem Haus gezeigten Dinge auf eine derartige Weise affirmieren und beklatschen, daß es den Eltern samt den Rotzgörren Angst und Bange wird.

  7. katja1982 schreibt:

    Ach du Scheiße, da überkommt mich ja der Sartresche Ekel. Too much pink and pink stinks: http://pinkstinks.de/

  8. Bersarin schreibt:

    Ich habe diese, bevor ich jenes Haus sah, auch gedacht. Aber wenn man dort ist, dann ist das Konzept genial. Ich denke vor diesem Haus kann die gesamte Bildende Kunst abdanken: Hier realisiert sich die Ware Kunst als Objekt von Wert besser als in allen Gemälden, die in der Deutschen Bank hängen oder wo Künstlerin und Künstler erpicht auf Verkauf, Stipendium, Futterplatz sind. Es funktioniert dieses Environment im Sinne der Verwertungslogik so gut wie jedes andere Kunstwerk Es ist der Markt selbst, dem zugleich durch das Barbie-Café eine Agora beigesellt ist. Das Ende der Bildenden Kunst verkörpert sich in diesem Gebäude – schreibe ich jetzt mal überspitzt und ein wenig auch in polemischer Absicht. Insofern möchte ich dort schon gerne hineingehen. Wenngleich mich die 15 EUR schrecken.

  9. Bersarin schreibt:

    Was den Sartreschen Ekel betrifft, so gefällt mir dieser Bezug und Hinweis, wenngleich ich ihn darum ergänzen möchte, daß diesem Ekel zugleich erkenntnisaufschließende Kraft zukommt.

  10. laura schreibt:

    Nur weil Kunstwerke in der unübersichtlichen Welt des Kunstmarktes zur reinen Ware verkommen und auch Barbie die Konsum-Ware schlechthin ist, heißt das für mich nicht, dass Barbie Kunst ist. Davon abgesehen ginge ich lieber gegen 4€ ins Guggenheim um da über ein potentielles Ende der Bildenden Kunst nachzudenken, als ins Dreamhouse ;)
    Barbies Dreamhouse als Tempel für Barbie versinnbildlicht für mich gnadenlos perfekt das, was Erich Fromm in „Haben oder Sein“ mit „Haben“ meint… ein „Sein“ ist in Barbies Welt nicht möglich.

  11. Bersarin schreibt:

    Nein, Barbie ist, wenn man den Begriff der Kunst in seinem guten Sinne nimmt nicht unbedingt Kunst. Allerdings ließe sich dagegen auch mit Duchamp und seinem Nachfolger Wahrhol gegenhalten.

    Gerade aber, weil ein „Sein“ in dieser Welt nicht möglich ist, finde ich es dennoch interessant, sich diese Dinge anzusehen: nicht um das Gewöhnliche zu verklären, sondern um es kritisch und zugleich ironisch in den Blick und die Kritik zu nehmen.

  12. futuretwin schreibt:

    @katja Zu pinkstinks gibts auch kritische Stimmen:

    http://maedchenmannschaft.net/pretty-in-pink/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s