Die Tonspur zum Sonntag

Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.
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22 Antworten zu Die Tonspur zum Sonntag

  1. Partystein schreibt:

    Gucken Sie mal, werter Bersarin:

    wenn Sie mal Abwechslung von Ihrem Hotel Abgrund brauchen:
    http://www.spiegel.de/fotostrecke/herzbrechhotel-liebe-im-leiden-zweisamkeit-im-zweifel-fotostrecke-88905-10.html

    Einen schönen Sonntag wünscht Partystein:-)

  2. Bersarin schreibt:

    Vielen Dank für diese schönen Hotels, Sie alle haben – je nach Lebenssituation – ihre Berechtigung. Ich selber bewohne manchmal gerne das Chelsea Hotel. Hotelzimmer sind etwas Herrliches, ich schätze ihr Ambiente. Man ist da und doch nicht ganz da, nicht zu Hause. Hotelzimmer sind besondere Orte.

  3. alterbolschewik schreibt:

    In einem Blog, das sich der Ästhetik widmet, geht La Hengst überhaupt nicht. Aber so was von gar nicht. Die ist noch schlimmer als Knarf Rellöm. Talentlos und peinlich. Die Julia Schramm der „Hamburger Schule“.

    Ich könnte jetzt noch mehrere Stunden lang eine Invektive an die andere reihen. Aber ich glaube, mein Standpunkt zu La Hengst ist deutlich geworden…

    Warum sich der göttliche GUZ mit solchen Gestalten abgibt, ist mir ein echtes Rätsel: http://www.youtube.com/watch?v=71sg-ThOQ6o

  4. Bersarin schreibt:

    Ich mach jetzt mal den blöden Chauvi-Spruch: Optisch schon mein Typ. Sehr sogar.

    Aber ernsthafter: Ich kenne die Musik von La Hengst zu wenig. Und als alter Fan der Lassie Singers gab es da sicherlich auch eine gewisse Rivalität zwischen Lassie Singers und Die Braut haut ins Auge. Meine Frage wäre die: sind deren Stücke besser als das Soloprojekt von La Hengst? Ich kenne von „Die Braut …“ nur ein oder zwei Stücke, die mich nicht vom Hocker rissen. Ich selber höre, wie gesagt die Lassie Singers, und da würde ich schon sagen: Sehr coole Texte und eine interessante Musik, zumindest was den Bereich der Unterhaltung betrifft.

    Das Musikstück wählte ich wegen des letzten Daily Diary und aus einem sehr sehr privaten Moment heraus, der mit einer Frau zu tun hat ;-)

  5. che2001 schreibt:

    Na, das schafft ja neue Fronten! Ich bin ein ausdrücklicher Fan von Die Braut haut ins Auge und schätze Bernadette Hengst aus dieser Zeit sehr. Was sie heute macht weiß ich allerdings nicht. So weit ich weiß war die so was Style und Performance angeht auch für die hochgeschätzte Netbitch sehr prägend.

  6. alterbolschewik schreibt:

    Ha! Krieg! Die Braut haut ins Auge war eine der grauenhaftesten Bands, die ich je auf einer Bühne gesehen habe – vor allem wegen der unterträglichen La Hengst; die Stücke gingen ja noch (schließlich spielte die großartige Peta Devlin da mit), aber das Rockstarinnen-Gehabe der La Hengst ging mir so was von auf den Keks, daß ich die Veranstaltung nach der Hälfte verließ (das hat nichts damit zu tun, daß eine Frau „so was“ nicht darf, sondern daß ich eitles Posertum von Musikern gleich welchen Geschlechts zutiefst verabscheue, vor allem wenn es durch keinerlei musikalisches Können gedeckt ist; der einzige, dem ich so was verzeihe ist Frank Gerritsen alias Phantom Frank).

    Was ich von ihren Soloprojekten gehört habe, ist einfach zum Fremdschämen. Gequirlte prätentiöse Kacke.

    Während die Lassie Singers einfach wunderbar waren. Understatement vom Feinsten, Und Texte, die nicht behaupten, daß sie ins Auge hauen, sondern es tun.

  7. Partystein schreibt:

    Ich muss mich auf die Seite vom alten Bolschewiken schlagen:
    Ich finde Bernadett La Hengst jetzt nicht unbedingt grauenhaft, aber sterbenslangweilig! Von der Seite hat mich noch nie ein Lied gepackt und ich hab´ sie häufig ungewollt auf Festiavals oder in Theaterstücken gesehen.

    …Ganz im Gegensatz zu den großartigen Lassie Singers damals- und der aktuell tollen Christiane Rösinger. Neben „Hamburg“ das großartigste Lied von der Seite ist für mich folgendes:

    Als Frauenband fand und finde ich auch L7 toll (wurden hier dankenswerter Weise ja auch schonmal gepostet) „Shove“ finde ich kaum zu toppen. Wenn schon Rockstarin, dann richtig:-)

  8. ziggev schreibt:

    Die Braut haut ins Auge sah ich mal i.d. 90ern beim Thalia-Jahresfest – froh, die endlich auch mal zu sehen. Die rechnete ich übrigens nie zu sog. Hambrger Schule. Ende der 80er machten die allein mit dem Namen und vor allem als Partyband von sich reden.
    Etwas überrascht von dieser Sängerin/Gitarristen, die eher kurzberockt-vorstadt-prollig mit Glitzer-Trash eher „uncool“ aber recht selbstbewusst daherkam, als hätte es NDW niegegeben oder diese eher kühle Mädchen-von-nebenan-Expressivität a lá Nena, fühlte ich mich eher an meine Kindheit erinnert, und das hatte irgendwie etwas in Kombination mit dieser in der Tat großartigen Bassistin, die einerseits mit ihrer ziemlichen körperlichen Bühnenpräsenz gesammelt und in sich ruhend ihre Energie ohne sich zu verausgeben aus ihrer Bauchmuskulatur und ihrem mit dem Boden Verwachsensein zu holen schien, andererseits lediglich aus ihrem rechten Handgelenk, was ihrer Bühnenerscheinung etwas Schwebendes verlieh.

    Und ein bisschen Gehabe gehört nun mal dazu, hier dann nochmal mit Kleinmädchen- Attitüde, rechts und links doppelt bezopft in St. Petersburg, worüber ich mich, ehrlich gesagt, gefreut habe:

    http://www.youtube.com/watch?v=upRZKMh1lvc

    Auch lernte ich übrigends einmal kurz die Schlagzeugerin kennen: so furchtbar wichtig schien die das Ganze nun wieder auch nicht zu nehmen.

    Die Lassie Singers waren natürlich unendlich viel witziger, ironischer und gute Texte. Das unltimative Hamburg-Lied stammt bekanntlich von denen, auf jedenfall, wenn du von da stammst; aus diesem ganzen intellektualistischen „Hamburger-Schule“-ähnlichen Bereich kenne ich nichts Besseres.

    Eben kein Getue. Und der Surf-Sound (Phantom Fuor) war ja eigentlich schon immer Trash. Früher soll es in den Studios, selbst bei Commercial-Produktionen (und was einige Volksmusiksängerinnen mit ihren Micros als Subliminal-Effekt anstellten, verrate ich jetzt nicht), noch geheißen haben, „die Schaufel Dreck muss rein“, was einfach zulange von ehrgeizigen Nachwuchsmusikern nicht mehr gewusst wurde, da waren diese Bands, denen es zuerst auf die Texte ankam, eine Befreiung. Was die allerdings dann wieder vergaßen: Dass zum Pop immer auch eine gute Dosis Fake, Pose, Wahnsinn und Irresein dazugehört.

    L7 ist allerdings mehr Amerika, Los Angeles, wenn ich mich nicht täusche.

  9. che2001 schreibt:

    Da scheiden sich die Geister selbst bei Brüdern im Geiste-ein Freund, mit dem ich sonst in ästhetischen Fragen sehr übereinstimmte, fand die ganz furchtbar und ich fuhr halt drauf ab. Wobei ich Peta und Katja in erster Linie toll fand, weniger die Hengst, die schon recht aufgesetzt daherkam und öfter mal was nicht kapierte – trat da mal Alttantenhaft vor jungem Publikum auf und fragte, wer „Macht kaputt was euch kaputtmacht“ gespielt hätte, das Publikum rief zurüch „Scherben!“ und sie erwiderte, „Nein, das waren nicht die Sterne, sondern eine Band, die ihr wahrscheinklich gar nicht mehr kennt, nämlich TonSteine Scherben“, dabei wussten die, die „Scherben!“ gerufen hatten gar nicht, dass es eine Band namens Die Sterne überhaupt gibt. Trotzdem würde ich nicht sagen, dass die ein großer Star-Getue hatte, sondern eher, dass dieStar.-Getue und Divenhaftikeit mit großer Ironie persiflierte.

    „eher kurzberockt-vorstadt-prollig mit Glitzer-Trash“ — genau das war ja Alleinstellungsmerkmal des deutsche Flügels der Riot-Girls, die damals die bis dato brav PC-feministische, Schlabberpullis und Chucks tragende feministische und Antifa-Frauenszene aufmischten. Eine Zeit, in der undogmatische linke Feministinnen, die sixch als Non-PC verstanden es als politische Provokation inszenierten, nabelfrei ins JUZI zu gehen oder Zigarre rauchend in Strapsen und mit Strasssteinen geschmückt einem Boxkampf zuzusehen. Das Umwerfen der Szene-Gepflogenheiten.

    Lassie-Singers und Die Braut haut ins Auge waren für mich so ziemlich das Gleiche. Aber ich höre ja auch Ärzte und Tote Hosen durcheinander und finde beide gut.

  10. Partystein schreibt:

    Hab´ gerade einen Artikel zum Thema von Bernadett La Hengst höchstpersönlich ergooglet:

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/pop-feminismus-sex-schweiss-und-selbstironie-a-546449.html

    Offenbar waren wir auf demselben L7 Konzert im Molotow. Bei Ihrer Darstellung hat sie vergessen zu erwähnen, dass die L7 Frauen damals in Bayrischen Herren-Lederhosen und im Falle der Schlagzeugerin zudem noch mit Schneidezahnlücke aufgetreten sind:-)! Waren auch für mich eine Offenbarung – Allerdings würde ich die Braut-Auftritte oder Bernadette La Hengsts Sologigs, die ich gesehen habe, innerhalb meiner persönlichen Chartliste Lichtjahre dahinter ansiedeln!

  11. Bersarin schreibt:

    Daß die Szene durch die sogenannten Riot grrrls aufgemischt wurde, halte auch ich für eine Bereicherung. Zumal es in bestimmen Kreisen der Linken derartig humorbefreite und leider auch vom Verstand befreite Zonen gab, daß es einfach nur noch weh tat. Und ich vermute, es ist dies heute auch noch so. Ja, L7 sind gut. Wenngleich ich meine: Frauen haben in der Rockmusik nichts zu suchen. Als Groupies ja. Aber nicht als Musikerinnen. Bei L7 mache ich aber eine Ausnahme.

    Na gut: wesentlich ist die Provokation, da komme ich halt her: Dada, Surealismus, SI. Wenngleich ich alle Dinge und Aspekte des Lebens zugleich mit jener kritisch-negativen Dialektik begleite.

  12. ziggev schreibt:

    naja, „Hunger“ ist auch eher Kleinkunst; sie wünscht guten Appetiet, sagt,es habe ihr Spaß gebracht – und den Leuten offensichtlich ebenfalls.

    warum also nicht gemeinsam Spaß haben? – dann natürlich szenetypisch-ironisch in ein bewusst biederes Kleid gehüllt. und geschminkt (allerdings: warum einmal nicht, wenn die Haut, passend zu den eingespielten Bratwürsten, nicht in guter Tagesform ist?) deshalb habe ich die zuerst gar nicht erkannt und mich nicht sonderlich dafür interessiert. und das „Getue“ beschränkte sich aufs Dress. wer will schon Authentizität? schließlich will eins ja Spaß haben. und es ist ein Missverständnis, in der Kleinkunst sich nach Ansprüchen umzuschauen zu wollen.

    klar, auch Geschrammel (Lou Reed) will gelernt sein, und dann vergniddelt sie sich z.T. auf der unverzerrten Gitarre. oder: auch Nichtkönnen will gekonnt sein.

    aber dann erkannte ich sie und mochte sie natürlich gleich wieder. dann rockt sie letztlich doch ziemlich ab, mit dem Hall plötzlich in die Stimme gemischt und die Gitarre verzerrt klingt es sogar, was dem Publikum besonderen Spaß zu bringen scheint, wirft sich nach hinten, der Ganze Körper unter Spannung (Rumpf- und Bauchmuskulatur), auch die Beine, als wollte sie jeden Moment losspringen, dabei wippt sie immer nur nach unten (hat übrigends jemand mal auf die Stiefel geschaut?), vermutlich in diesen Stiefeln mit den Zehen sich in die Bühne krallend, auf der sie fest eingewurzelt ohne sich vom Fleck zu rühren fest entschlossen scheint, ohne Band auf diese Weise etwas Rhythmus aufs Publikum zu übertragen, was ihr ja auch schließlich gelingt. und dann hört sie gerade noch rechtzeitig auf. wie sich das gehört in der Kleinkunst.

    und die Schlagzeugerin, oder waren das nicht -/innen (also zwei) bei Prince, waren das Groupies (wenn bei Prince nicht eh´alle Goupies sind)?

  13. Bersarin schreibt:

    Den Auftritt von La Hengst hast Du, ziggev, im Sinne der Phänomenologie gut beschrieben. Ich bin aber heute zu müde, um diese Aspekte im Detail durchzugehen. So müde, daß ich nicht einmal mehr das Wort Groupie richtig schreiben konnten (und es nachträglich korrigerite); viellleicht habe ich auch an Aquarien gedacht: an Guppys (oder schreibt sich der Plural Guppies).

    Die Stiefel habe ich wohl bemerkt, da ich bei Frauen ein Stiefelfetischist bin.

  14. alterbolschewik schreibt:

    Wer noch irgendein Argument gegen La Hengst braucht, muß sich nur Ein Mädchen namens Gerd auf dem Tribute Sampler A Boy Names Sue. Johnny Cash revisited anhören. Dümmer und peinlicher kann man A Boy Named Sue nicht adaptieren.

    bersarin möchte ich grundsätzlich widersprechen: Es muß viel mehr Frauen in der Rockmusik geben, denn sie sind die besseren Rockmusikerinnen. Bei Rockmusik – die von irgendeinem ästhetischen Wert ist – geht es um das Prinzip der Band, das heißt, um die Gleichberechtigung der Unterschiedenen. Und nicht um das Ego eines Frontmannes, der sich auf Kosten seiner Mitmusiker produziert. Und Frauen kriegen das (mit der Ausnahme La Hengst) oft deutlich besser gebacken als Männer.

    Und um nur zwei deutsche Bands anzuführen, die ich sehr schätz(t)e: Die Slags aus Frankfurt: http://www.youtube.com/watch?v=SthLKoOn1uM und die Boonaraaas aus Köln http://www.youtube.com/watch?v=WK6x5dl70ss

  15. Partystein schreibt:

    …“Ja, L7 sind gut. Wenngleich ich meine: Frauen haben in der Rockmusik nichts zu suchen. Als Groupies ja. Aber nicht als Musikerinnen. Bei L7 mache ich aber eine Ausnahme.“

    …Also wirklich, Bersarin! Bei solchen Kloppern wünscht man sich die gute, alte Chauvi-Kasse zurück;-)

  16. ziggev schreibt:

    @ Partysteim: Du vergisst, dass sich bei Bersarin immer die Frage stellt, ob wir nicht letzlich alle seine Guppys sind !

  17. Partystein schreibt:

    @ziggev: Na, dit wüsst ick aber;-)

  18. Bersarin schreibt:

    Das beste wäre, es gäbe gar keine Musik mehr. Weder von Männern noch von Frauen. Eine Welt ohne Töne, Sprache und Bilder.

  19. Bersarin schreibt:

    @ Alter Bolschewik
    Also, bei diesen beiden von Dir gezeigten Bands wäre ich schon gerne Groupie.

    Ich meinte meinen Hinweis auch nur gut: Denn die Auftritte auf Bühnen können so beschwerlich sein, und ich weiß wovon ich spreche. So meine Auftritte in den 70er Jahren:

    Es war sehr anstrengend.

  20. Partystein schreibt:

    „Das beste wäre, es gäbe gar keine Musik mehr. Weder von Männern noch von Frauen. Eine Welt ohne Töne, Sprache und Bilder.“

    Könnte man Ihnen mit diesem Stück eventuell noch entgegenkommen, wertester Bersarin?

    (Ich fand die Geschichte von einem Foristen hierzu bemerkenswert, der sich einen Klingelton aus diesem Stück gebastelt hatte, und tragischer Weise seitdem keinen einzigen Anruf mehr erhielt…)

  21. Bersarin schreibt:

    Der Klingelton mag gut sein, aber es ist noch zu viel Geräusch dabei. Jedes Geräusch ist zu viel, denn es bedeutet ein neues Werden. Wir aber wollen den Stillstand. 4:33 als Chiffre für die Ewigkeit. Wir begehen die Jahrestage, die lovely Linda-Zeit, ihr Körper ist die Blume, in die ich eindringen möchte, sei es auch nur mit dem Objektiv – Sie kennen ja diese Alice-(Bild-)Metapher von R. Wilson, seinerzeit. Und die Blume ist eben jene umfassende Metapher, die All-Metapher für die Metapher selbst.

    Lassen wir doch Heiner Müller sprechen, zusammen mit John Cage:

    DRAMA
    Die Toten warten auf der Gegenschräge
    Manchmal halten sie eine Hand ins Licht
    Als lebten sie. Bis sie sich ganz zurückziehen
    In ihr gewohntes Dunkel das uns blendet.

    (November 1995)

    Oder eher doch Gottfried Benn?

    Gesänge

    1.
    Oh, daß wir unsre Ur-ur-ahnen wären.
    Ein Klümpchen Schleim in einem warmen Moor.
    Leben und Tod, Befruchten und Gebären
    Glitte aus unseren stummen Säften vor.

    Ein Algenblatt oder ein Dünenhügel:
    Vom Wind geformtes und nach unten schwer.
    Schon ein Libellenkopf, ein Möwenflügel
    wäre zu weit und litte schon zu sehr. –

    2.
    Verächtlich sind die Liebenden, die Spötter,
    Alles Verzweifeln, Sehnsucht, und wer hofft.
    Wir sind so schmerzliche durchseuchte Götter. –
    Und dennoch denken wir des Gottes oft.

    Die weiche Bucht. Die dunklen Wälderträume.
    Die Sterne, schneeballblütengroß und schwer.
    Die Panther springen lautlos durch die Bäume.
    Alles ist Ufer. Ewig ruft das Meer –

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