3. Oktober 2012 – Erste Ladung

Auch dieses Jahr versäumt Ihr Serviceblog Aisthesis es nicht, den herrlichen dritten Oktober zu begehen. Im Sinne des Begriffes, naturgemäß: Als ästhetizistischer Flaneur. Ach, die guten alten Zeiten. „One way or another.“ (Blondie. Es kann kein Schäferhund schöner heißen.)

Als Feiertag und Datum wäre der 9. November womöglich angebrachter, aber da ist das Wetter zum Flanieren nicht mehr so freundlich und dem Spaziergänger gewogen.

Eine erste Serie von meinem heutigen Gang durch Berlin-Mitte gibt es auf Proteus Image

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Ansonsten bleibt zu sagen, als Tonspur zum Oktober: Wir wollen nur noch Girrrrls skateboarden sehen:

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Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.
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10 Antworten zu 3. Oktober 2012 – Erste Ladung

  1. hanneswurst schreibt:

    Das sind Longboards. Ein ordentliches Longboard kostet gut und gerne 200€. Man sollte als Anfänger unbedingt gute Protektoren dazu kaufen. In meinem Alter lässt die Wundheilung bereits zu wünschen übrig und ich bin bereits nach 50 Metern voll auf die Schnauze gefallen, dabei wollte ich nur einmal um den Block stochen. Es macht dennoch Spaß. Natürlich gibt es nicht überall so schöne Downhill Strecken wie in dem Video. Zum Beispiel hier im Rheinland nicht, hier gibt es nur Böschungen. Deswegen werde ich mich bemühen, das LDP (Long Distance Pumping) zu erlernen: http://www.youtube.com/watch?v=XTaPabDQOyM

  2. Bersarin schreibt:

    Meine Hochachtung und Bewunderung. Ich hätte Sie nie für einen Skater gehalten.

    Wollten Sie mit diesem Video eigentlich meinen Pegel an Widerwillen in die Höhe schrauben? Nicht nur, daß ich diese Musik vollständig enervierend, schrecklich und stumpfsinnig fand, sondern auch der Anblick behaarter Männerbeine hat für mich nichts Schönes und Ästhetisches, gar Erregendes. Meine Beine sind übrigens nicht behaart. (Für die mitlesende(n) Frau(en).)

  3. hanneswurst schreibt:

    Ich habe mir schon gedacht, dass ich besser nicht bei Ihnen vorbeirolle, wenn ich das LDP einmal beherrschen sollte.

    Hier ein kleines Video zur Entschädigung. Es lohnt sich wirklich, die sieben Minuten auszusitzen, trotz mangelhafter Bildqualität: http://www.youtube.com/watch?v=r56AdOrpyZ8

  4. Aléa Torik schreibt:

    Guten Abend, ich habe das Gefühl, die Herren sind nicht auf dem neusten Stand: http://www.youtube.com/watch?v=GCNmYUYa6Xo&feature=related

  5. Bersarin schreibt:

    Das ist nicht schlecht,das ist alles imposant, aber doch nichts gegen diese coolen Girls auf ihren Skateboards. Übrigens eine ziemliche Männerdomäne. Seit einigen Jahren machen Frauen da dann ihren eigenen Wettbewerbe, weil sie von diesem Männerding genug haben.

  6. hanneswurst schreibt:

    Ich finde den Rollerblade-Mann nicht stylish, sieht aus wie ein griechischer Eurovisions-Beitrag. Mit der Nase direkt am Asphalt – das wäre sowieso nichts für mich. Da schon lieber im Wingsuit das Leben riskieren: http://www.youtube.com/watch?v=ni0p3qAm7s0

  7. Bersarin schreibt:

    Ach, nichts fordert mehr heraus und setzt mehr Adrenalin frei als die Hegellektüre, wie zum Beispiel beim Lesen in der „Wissenschaft der Logik“. Ansonsten empfehle ich Fallschirmspringen: das ist der Kick zwischen der Geschwindigkeit und dem Flug über die Landschaft – gleichsam die Adlerperspektive. Womit wir wieder bei Hegel und auch bei Goethes Texten wären, was mich daran erinnert, daß mir bereits mein Deutschlehrer in der Oberprima eine Art zu schreiben attestierte, die dem jungen Goethe gleichkäme und über zehn Jahre später sagte ähnliches mein Germanistikprofessor: Sie schreiben und denken wie Goethe.

    Und wenn dann noch die blonde Seminarsschönste bei einem weilt und wir wilde Gespräche über Hegel, Adorno und Derridas nachts in den Bars führen: da ist man hinterher so erschöpft und ausgefüllt, daß für anderes kaum noch der Platz bleibt. Die Existenz im Fragment und die Dissoziation mischen sich in Theorie und Praxis. Was sind dagegen die wilden Trendsportarten?

  8. ziggev schreibt:

    bersárin, wirst Du es glauben, dass ich einen Kommentar ohne Lobes hier hinterlassen werde?

    ich drucke sie aus, Texte beliebiger Herkunft, damit ich etwas zu lesen habe, ich erhoffe mir dadurch immer 20 Minuten zum Lesen, wenn ich täglich meine kleine Fahrt mit der U-Bahn unternehme. Dein Text war gestern allerdings etwas beschädigt, weil mir die Wasserflasche bei der Hatz zum Bahnhof angefangen hatte auszulaufen, genauer musste der betreffenden Flüssigkeit auch Zucker zugesetzt gewesen sein, sie verklebte jedenfalls die Seiten des Buches, das ich zur Sicherheit ebenfalls in der schwarzen, feuchten, nun innen nassen Reisetasche mit mir führte. Es blieb mir also zunächst nur Dein – zwar ebenfalls lädierter – Text zum Lesen, aber so kanns kommen, und so ist es a auch gekommen. aber ich las.

    kennst Du übrigends „Love In Vain“ von den Stones gespielt, live aufgenommen und zu hören auf der einzigen anhörbaren Scheibe der Band? (bitte nicht vergessen, die haben auch ein oder zwei ganz gute Sache gemacht – aber das führte zu weit) : ‚with two lights on behind‘. Nunja, der Zug verließ den Bahnhof, und da waren diese beiden Lichter.

    Eben gerade scrollte ich ich über Deinen Text, aber er erschien mir viel kürzer als gestern morgen, als das Licht wild durch die Waggons flackerte. War es wiklich nur so eine kurze Geschichte?

  9. Bersarin schreibt:

    Ich hatte früher mal einige Stones-Stücke gehört, ein paar mag ich sogar, insbesondere wenn man dazu die Gedichte von R. D. Brinkmann liest.

    Ja, die Erotik der Schrift. Der Text ist das, was bleibt. Nichts sonst.

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