Daily Diary (28) – 1. Mai in Berlin

Ich sage es gleich vorweg: Mir tun jetzt noch die Arme und die Beine weh, weil ich lief, mich den Tag über in schwüler Hitze bewegte, in Hinterhöfe rannt, über hohe Metallzäune kletterte, um den Polizeieinkesselungen zu entkommen, mir die Hand am tückischen Dornenstrauch verletzte und den Zeh verstauchte. Diese Kletterei über Zäune spielte sich im Gegensatz zu den anderen Menschen, die 20 bis 25 Jahre jünger als ich sind, mit 6 Kilogramm Ausrüstung ab. Gut, gut: das, was ich hier gerade machte, ist ein sehr egozentrischer Auftakt. Aber auch das Private ist bekanntlich politisch. Die Photographien von diesem Tag gibt es wie immer auf Proteus Image zu sehen.

Vor der Demonstranten ging eine Kundgebung gegen Mietsteigerungen durch das Viertel. In der Reichenberger Straße wurde die Straße von beiden Seiten mit Polizei dichtgemacht, so daß niemand mehr herauskonnte.

Die 18 Uhr-Demonstration begann 1 ½ Stunden verspätet am Lausitzer Platz, dort wo vor 25 Jahren die Bolle-Filiale abbrannte und der Druck im Kessel sich entlud. Und so lautete das Motto der diesjährigen 1. Mai-Demo auch: „Der Druck steigt!“ (Nein, Plünderungen sind nicht gut, aber sie zeigen an, wie es um eine Gesellschaft bestellt ist. Wie in London vor einem Jahr: die Menschen besorgen sich die High-Tech-Geräte, welche ihnen jeden Tag in der Werbung vorgeführt werden, auf ihre eigene Weise. Und daran sieht die Industrie doch sehr gut: Werbung funktioniert!)

Zum Auftakt hielt Jutta Dithfurt eine sehr gute Rede, die insbesondere diesen ganzen inszenierten Titanic-Schmonzes, der uns die letzte Zeit dargeboten wurde, in Korrelation mit den getöteten Flüchtlingen im Mittelmeer brachte. Zudem verwies sie darauf, daß in all diesen Filmen und Berichten über das Schiffsunglück kaum einer der ersoffenen Arbeiter aus den Maschinen- und Arbeitsräumen unter Deck vorkam. Sehr gut gefiel mir, daß sie insbesondere dazu riet, die Waffe der Kritik zu schärfen. Veränderungen von Gesellschaft gibt es nicht in einem Jenseits, durch den Guru, durch den Dalai Lama oder Zen-Gequatsche, sondern einzig immanent, hier im irdischen Leben.

Gegen 19:30 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung. Aus Solidarität mir dem Glaserhandwerk, da es dem Mittelstand und dem Kleingewerbe wirtschaftlich nicht sonders gut geht, wurden zum Auftakt die Fenster einer Berliner Sparkasse entglast.

Beim Springer-Haus geriet die Veranstaltung aus den Fugen, die Menge wurde in Richtung Jüdisches Museum gedrängt. Davor standen auffällig wenig Polizeiketten. Und da es zum Leidwesen der Springerpresse und auch anderer Medien zur Beschädigung des Jüdischen Museums nicht kam, so mußte in der Berichterstattung wenigsten das Polizei-Wachhäuschen vor dem Museum herhalten: „hatten Demonstranten Steine auf ein Wachhäuschen vor dem Jüdischen Museum geworfen.“ So Morgenpost Online.

Taktik der Polizei war es, in kleinen Zügen inmitten der Menge zu stehen und ggf. von dort aus zu agieren. Hinzu kamen dann bei Bedarf die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit, die sich vereinzelt Menschen herausgriffen. Die Taktik bei dieser Art von Bad in der Menge besteht darin, daß die Polizei nicht mit Gegenständen beworfen werden kann, da solche Würfe womöglich auch die Demonstranten treffen könnten.

Ach ja und übrigens: Die Frau mit der Hamburg-Jacke auf einem der Bilder: das ist genau mein Typ von Frau. (Hier stehe ich und kann nicht anders.)

Nicht unterschlagen werden soll zum Schluß, daß wir der Deutschen Bank für das Sponsoring der Deutschen Polizei danken. Jetzt tragen sie sogar das Logo dieser Anstalt, wenngleich in Polizeigrün.

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Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.
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27 Antworten zu Daily Diary (28) – 1. Mai in Berlin

  1. Noergler schreibt:

    Mir fiel gerade auf (bei den Proteus-Bildern), dass die Polizisten heute in der Realität so aussehen, wie die Polizisten vor 30 Jahren in den dystopischen B-Movies.

  2. che2001 schreibt:

    Das Fliegende Auge lebt!

  3. Bersarin schreibt:

    Ja, die Ausrüstung der Polizei hat sich in den Jahren geändert. Sah ich in den 80er, 90er Jahren noch die Einheiten mit den eckigen oder runden Schildern, welche wie die Legionäre bei Asterix wirkten, und manche Bullen trugen auch mit Lederjacken statt dieser Ganzkörperkampfanzüge, so gibt es heute Protektoren für alle möglichen Körperstellen. Schilder tragen bloß noch ganz wenige Züge, sie behindern auch beim schnellen Laufen und beim raschen Zugriff. Damals hatten die meisten der eingesetzten Männer Oberlippenbärte und es gab in den Zügen keine Frauen und wenn es welche gab, so trugen auch die Oberlippenbärte.

    Vor drei Jahren habe ich bei einer Demo mal mit einer Polizistin (ohne Oberlippenbart!) die ganz Zeit über mit Blicken geflirtet: ich zu ihr, sie zu mir. Die Frau war sehr hübsch und ich glaube, wir hätten gut zusammengepaßt.

  4. fk schreibt:

    hallo bersarin,

    das ist in der tat auffällig, wie schön viele polizisten und polizistinnen heute sind. gut gebaut und mit attraktiven, wenn auch zu weilen etwas gewöhnlichen, gesichtern gesegnet.
    und nein, es ist nicht nur die uniform…
    das aber nur am rande.

    ein klein wenig übel nehme ich dir allerdings das ‚Zen-Gequatsche‘. das ging mir nicht aus dem kopf und deshalb kam ich zurück.
    da bist du kürzlich schon mal drauf herum geritten. was hast du denn dagegen? den dalai lama doof finden gut. aber zen?
    ohne das kein budo…

    hgfk

  5. Bersarin schreibt:

    Es geht mir nicht generell gegen Zen. Ich werde nur sehr schnell sehr skeptisch, wenn sich jemand etwas erschleichen will, das im Grunde auf einer jahrtausendealten Kultur beruht. Es begreifen die Menschen hier nicht einmal eine gotische Kathedrale adäquat und dann wollen sie aber in zwei oder drei Jahren an die japanische Kultur sich heranwanzen. Lernen an der Volkshochschule Japanisch und merken im Grunde gar nichts.

    Zudem: dieses Zen-Gerede ist so ungeheuer beliebt bei denen, die als Manager den ganzen Tag die Subjekte zurichten und subtil traktieren. Hinterher wird dann als Korrektiv der Weg nach Innen, mit dem Außen vermittelt versteht sich, begangen.

    Zudem: die im Zen produzierten Weisheiten sind in etwa so nichtssagend wie die Ratschläge eines Astrologen. Ich mache jetzt auch mal einen Zen-Satz: „Der Weg nach Innen ist wie die Feder auf einem Rad.“ Und wenn Du dann noch dazu schreibst, in diesem Satz stecke eine ungeheure Tiefe, so einfach dieser Satz zunächst auch klingen mag, dann glauben’s die meisten. Ich bekomme dabei jedoch Schreikrämpfe.

    Ich sage es mal so: Wer Zen begreifen will, der lese vorher Hegels „Wissenschaft der Logik“, da kommen sie oder er der Sache schon näher, es geht da dann gleichsam vom europäischen ins asiatische Denken über. Denn wie gesagt: das Absolute kommt nicht aus der Pistole geschossen. Was ich jedoch ausgesprochen achte: Menschen, die hier in Europa ihr Leben abbrechen und in ein Zen-Kloster gehen und diesem Denken als Praktik sich hingeben. Aber nicht wenn jemand mal drei Wochen nach Japan reist und da herumwildert. Mich will es dünken, daß da mehr der Schick des Exotischen denn Zen eine Rolle spielt. Ähnlich wie beim Yoga und all diesen Esoterik-Sachen. Wer in diese Dinge eindringen will, die oder der brauchen verdammt viel Zeit.

  6. fk schreibt:

    lieber bersarin,

    ich lese mich auch noch nicht lange in das thema ein, beschäftige mich aber über kung-fu, und nun seit einiger zeit über eine variante davon, eigentlich schon länger damit. zu meiner freude habe ich jetzt eine sehr gute akademie entdeckt, in der dann zum physischen training eben auch die geistigen aspekte kommen. da geht es jetzt eigentlich noch gar nicht so sehr darum an eine andere kultur heranzugehen, sondern eher darum, ein verständnis für bestimmte aspekte der kampfkunst zu entwickeln.

    klar, dass man bei 2-3 mal die woche training und zugehörigem lesen einiger bücher nicht zum zen-mönch wird oder aufeinmal ein tiefes verständnis für die asiatische kulturen entwickelt.
    aber darum geht es ja auch gar nicht unbedingt.
    und dass managersemire das thema aufgreifen und es als selbstoptimierung anbieten – geschenkt. wenn ich jetzt ablehnen möchte was man dort gut findet wird es ja auch nicht besser für mich.

    spannend und aufschlussreich ist aber der damit verbundene perspektivwechsel, sowie die feststellung, dass bestimmte phänomene denen wir in unseren westlichen philosophien und kunsttheorien begegnen, im asiatische denken auf einmal in anderen konfigurationen und kontexten erscheinen.

    ob man nun wirklich soweit gehen muss, sein leben von grund auf zu ändern und ins klosterm zu gehen, um der zen-idee näher zu kommen, weiß ich nicht.
    ich bin auch schon in nike-turhschuhen auf attac-demos mit gelaufen und habe gelernt mit diesen widersprüchen leben zu können.

    deinen hinweis zu hegels „wissenschaft der logik“ nehme ich aber dankend auf, diese werde ich mir dann alsbald vornehmen.

    hgfk

  7. Bersarin schreibt:

    Ich will gegen die Perspektivierung eines Anderen auch gar nicht so viel sagen. Mir ist nur in dem ganzen Gerede über Zen, das Japanische, das Asiatische zu viel Jargon dabei und häufig paar sich das mit dieser Ideologie der Innerlichkeit, die alles unternimmt, um nur nicht ins Denken zu kommen.

    Für den Wechsel in der Perspektive benötige ich jedoch nicht Zen oder ähnliches. (Wobei ich Dir, fk, Deine Erfahrungen und das, was für Dich gut und wichtig ist, nicht kleinreden will.) Mir reichen freilich die Bahnen der Ästhetik aus, und wenn ich ganz verwegen bin, dann nehme ich mir Nietzsche, Bataille und Blanchot zur Hand. Und sowieso geschieht der schönste und gelungenste Wechsel in der Perspektive in der Liebe, wenn ich den Blick der oder des Anderen zu dem meinen mache und mich im (unvermeidlichen) Scheitern daran sowie im Anspruch und im Abbruch abarbeite.

    Dies wäre einen eigenen Essay wird: Anspruch und Abbruch und der Blick des oder der Anderen.

  8. ziggev schreibt:

    @ „der lese vorher Hegels “Wissenschaft der Logik”, da kommen sie oder er der Sache schon näher“ – Und was ist, wenn eins da durch ist?

    ————

    Und die erste blöde Frage stellt, dreht einem dann ADORN-O oder HE-GEL die Nase um? Sonst ist es kein Zen, in dem plötzliche Erleuchtung als Möglichkeit ausdrücklich vorgesehen, bzw. was – „das Absolute kommt nicht aus der Pistole geschossen“ – für Zen sogar charakteristisch ist?

  9. Bersarin schreibt:

    Was mir an diesem Zen aus Europa nicht schmeckt: Die objektlose Innerlichkeit und die Abwesenheit von Gesellschaft und Diskurs.

  10. fk schreibt:

    was mir an zen und dem damit verbundenen denken aktuell schmeckt ist der starke mythologische aspekt, den ich dort ausmache. die unterscheidung in hier die paradoxen künste, dort die rationale reflektion, wie ich sie unserem europäischen denken immer wieder treffe, sind dort etwas anders gewichtet. es erscheint, zumindest auf den ersten, schnellen blick stärker durchmengt.
    der dualismus der sich bei uns an sovielen stellen findet wirkt anders.

    während eine wie auch immer geartete dialektik meist doch noch eine zeitliche komponente, des nacheinander oder der zeitlichen abfolge beinhaltet, geht es beim zen ja immer auch um eine gleichzeitigkeit. ying und yang als einheit, nicht als sich abwechselnde opposition.
    mir sagt dieser existentialistische ansatz aktuell sehr zu.

    ich möchte aber hier nicht zum apologeten irgendwelcher ideologien, philospophien oder religiös angehauchten weltanschauungen werden.

    es erscheint mir derzeit nur einfach sinnvoll, versuche zu unternehmen aus dem europäischen geprägten philosophien etwas auszusteigen. um so den zugrundeliegenden rationalismus, dessen muster letztlich die basis für jegliche form der spekulation ist, einmal zu überwinden.

    irgendwie müssen wir die vollends aufgeklärte welt ja mal wieder hinter uns lassen und bekanntlich ist nur jenes aufklärerische denken stark genuge, dass… etc, man kennt das hier zu genüge.

    zu guter letzt kann man die sache auch ganz pragmatisch angehen.
    die zukunft der avantgarde-kultur liegt nicht zwangsläufig im europa der kettlerfahrrad-fahrenden best-ager und studiosis-reisenden, sondern eher im unfassbar jungen, hungrigen und lebendigen asien.
    es kann eigentlich nicht schaden unser denken mit dem dortigen zu kreuzen.

    hgfk

  11. Bersarin schreibt:

    Die Hegelsche Dialektik, Zenbuddhismus für Preußen, wie es heißt, führt ebenso ein anderes Konzept von Zeit.

    Sich für anderes Denken zu öffnen, halte ich ebenfalls für wichtig. Aber wenn der Preis dann in den Flachsinn eines Fridjof Capra mündet, da bleibe ich dann besser rationalorientierter Europäer, zumal die Logik der Warenwirtschaft und der Verwertung meines Wissens auch Asien und insbesondere Japan umfaßt.

    Daß die Zukunft in Asien liegen mag, ist wohl richtig, und es kann in der Tat nicht schaden, sich mit dem dortigen Denken und den dort herrschenden Denksystemen zu befassen. Dies immerhin ist die Aufgabe der Philosophie und auch des Ethnologen, auch will ich dem sogenannten eurozentrischen Blick nicht das Wort reden. Wo aber dieser Asienkram zur Ideologie wird und ich mir Banalitäten anhören muß, die man mir als tiefe Weisheiten verkaufen möchte, da werde ich dann jedoch sehr skeptisch. Wie gesagt: ich mache solche Sätze, über die man ganz lange nachdenken kann und die bedeutungsschwer klingen, in Fließbandproduktion: Pro Minute drei Stück: Der Klang der Stimme steht in der Tiefe des Himmels. Der Raum des Nichts ist die Anwesenheit des Zaubers. Die zwei Wege, die in den einen münden usw. Das sind bereits hundert Jahre Denksport – zumindest innerhalb der Ideologie der Langsamkeit: Mein Motto bleibt: Live fast; think fast, sei immer schon dort, wo die anderen sich noch nicht befinden und schaue ihnen zu.

    Ich will mich aber vor bestimmten Aspekten des Zen nicht verschließen, ich sehe da ebenfalls Dinge, die interessant sein mögen, weil es sich eben um ein anderes Denksystem handelt, das mit einer anderen Zeit operiert. Über Hegel bin ich dem sicherlich in einem bestimmten Sinne auch nahe. Aber andererseits ist mir das Europäische Denken bereits zu komplex als daß ich nun auch noch das asiatische in extenso mir zuführen könnte, zumal man fremdes Denken nicht begreifen kann, solange eine(r) das eigene nicht erfaßt hat.

    Zudem: Auch dieser Gegensatz Ost/West scheint mir ein Stück Ideologie zu sein, um zu verdecken, wie sehr sich die Blöcke mittlerweile doch ähneln.

    Um das Europäische Denken samt seinem Rationalismus in die Kritik zu nehmen, hat bei mir vor allem Adorno mit seiner „Dialektik der Aufklärung“ sowie der „Negativen Dialektik“ ganze Arbeit geleistet. Diese Werke halte ich nach wie vor für wesentlich. Hinzu käme noch Foucault. Sicherlich mag auch Zen seinen Teil beitragen, und ich lasse mich gerne darüber aufklären oder lese mir dazu Blogbeiträge bzw. Texte durch, die man mir empfiehlt.

  12. ziggev schreibt:

    Bewundernswert, mit welcher zenartigen Ruhe und Gelassenheit Du Nichtneuigier praktizierst.

  13. Pingback: Osho-Entertainment und Bhagwan-Sound fürs Wochenende – Zwei Anfänge von Osho-Diskursen. « wortanfall

  14. che2001 schreibt:

    Erstmal heißt es Yin und Yang, nicht Ying und Yang, und außerdem ist das nicht Zen, sondern Daoismus. Aus der Sichtweise Ostasiens könnte man ja auch sagen „Die heilige Dreifaltigkeit des Islam“, und das jüdische Kastensystem sollte mal untersucht werden. Wirklich gar nichts gegen Zen, als alter Karateka habe ich da sogar Wurzeln, aber es sollte sich ausgekannt werden, worüber man bloggt.

  15. ziggev schreibt:

    @ che, „… no interest in any esoteric nonsense, no interest in metaphysics at all …“ (Hervorhebung von mir.) Sich auskennen wollen, neugirig sein – das ist der Fehler. Meine Bemerkung eben war übrigens ganz und gar nicht ironisch gemeint.

  16. Bersarin schreibt:

    @ ziggev
    Als Ironie habe ich Deine Bemerkung auch nicht verstanden.

    _________

    Zum Zen oder überhaupt der buddhistischen Lehre/Philosophie: Ich habe mit 16 Jahren angefangen, mich mit der Philosophie zu beschäftigen. Obwohl: nein: das stimmt nicht, denn ich habe bereits mit 5 Jahren begonnen (zumindest zu einer Zeit als ich noch nicht zur Schule ging), während ich eines Tages einmal allein zu Hause war und hin und her und durch das Wohnzimmer stapfte, auf und ab, und als ich mir beständig meinen eigenen Namen und den Ort meiner Geburt vor mich hersagte, wie ein Mantra, immerzu, und ich mich fragte, warum genau ich hier bin und was dieser Name, den man mir gab und der wie das Leben an mir kleben blieb, mit mir zu tun habe und was dieser Ort der Geburt mit mir zu schaffen habe und warum ich hier gehe. Ich bin zu keinem befriedigenden Ergebnis gekommen. Bis heute nicht.

    Ich bin bis heute nicht fertig und durch mit der abendländischen Philosophie, die mittelalterliche Scholastik zum Beispiel. Und in bezug auf diesen eklatanten Mangel bleibt mir – so vermute ich – wenig Zeit, mich mit dem Zen zu befassen. Aber ich schweife andererseits auch gerne ab und gehe ich Richtungen, die bisher nicht in meinem Blick lagen, und wer einen guten Text dazu mir nennen kann: bitte, gerne. Aber ich vermute, daß es mit dem Zen wie mit der Philosophie ist. Man bräuchte zwei Leben, um beides zu bewältigen.

  17. che2001 schreibt:

    Eklektizistische Einführung: Zen ohne Zen-Meister von Camden Benares, Robert Pirsig, Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten und, dann deutlich „orthodoxer“ Auf Bootsfahrt mit Dōgen. Zen und Philosophie. In: Karl Baier (Hrsg.): Handbuch Spiritualität. Zugänge, Traditionen, interreligiöse Prozesse

  18. ziggev schreibt:

    das mit den Motorrädern – vielleicht, was für dich und netbitch, Motoradfreaks – habe ich auch mal aus Neugier gelesen. Ein Typ fährt mit seinem Sohn, glaube ich, durch die Gegend, man erfährt, dass es Leute gibt, die damit leben können, den Ring am Tankverschluss der chromglänzenden BMW-Maschine durch einen Coladosendeckel zu ersetzen, andere nicht. Das ist einfach Zeitverschwendung, das zu lesen. Dann gibt es dieses Buch von dem niederländischen Krimiautor, der von seinem Japanaufenthalt berichtet. Wenn du selber mal versucht hast, zu meditieren, ödet dich das einfach nur an, was der daraus in den Krimis macht. Darauf kann man getrost verzichten. Das ist Popliteratur, Siebzigerjahre. Schilderungen von Ches Cliffhängererlebnissen sind da interessanter. Ungefähr so interessant, wie wenn ich davon berichte, dass mir Meditation das Leben rettete (etwas übertrieben vielleicht, aber ich weiß ja nicht, was sonst passiert wäre), dass ich jedenfalls so eine ziemliche Krise überwand, sogar Psychotheratpien (und es gibt dann auch noch Schlimmeres Sozialtherapeuten) überstand ohne die Selbstachtung zu verlieren („gecentert sein“), die erste Therapeutin, die mir Medikamente andrehen wollte und mit dieser unsäglichen „konfrontativen“ Methode ankommen wollte, derart zusammenschiss, dass die ein, zwei Woche später in einem berliner Krankenhaus, wo sich die Leute, die schweren Fälle, nicht wehren konnten, anfing zu arbeiten. Ich saß auf der Terrasse mit der Zigarette und meinem Kaffee und sah zu, wie sie ihre Sachen Packte, ging runter wie Öl. Koinzidenz? Jedenfalls fragte mich die nächste als erstes, ob ich vor hätte, sie ebenfalls fertig zu machen. „Bei der letzten haben Sie ja, … wollen Sie etwa bei mir jetzt auch wieder…?“ Ich verneinte, und sie wendete (immer dieses „wandt“! – Leute vom Schlage Adornos benutzten noch selbstverständlich „wendete“, wie er ja auch das „selber“, das immer etwas anheimeld-kindlich klingt, gegenüber dem „selbst“ bevorzugt), sie spurte jedenfalls, öffnete sich und ging empathisch vor. Als ich ihr sagte, dass ich das eine Bild, das ich zu einem ihrer Spezialgebiete gemacht hatte, ihr überlassen wollte, hatte die einen echten Freude-Ausraster. Im Gruppengespräch gelang es mir sogar, als sie mich fälschlicherweise bezichtigte, zu spät gekommen zu sein, das Gespräch umzudrehen, sodass sich die anderen anfingen über sie lustig zu machen. Zum Glüch artete das nicht aus … Einmal war da diese „konfrontative“ Vertretung. Angst, er fing irgtendwas mit Angst an. hüstel, Angst? Das war ein ängstlicher, verkniffener Scheißer, das habe ich dem auch klar gemacht und hatte meine Ruhe. Und als das Gespräch mit dem „Stations“leiter stattgefunden hatte, der da in sloderdijkscher Selbstzufriedenheit, gegen die ich ziemlich mich zur Wehr gesetzt hatte, im verdunkelten Raum saß, kam mir die blonde Medizinstundentin, die da ein Praktikum machte und dabeigewesen war, im Gang entgegengeeilt, richtete sich auf, warf den Kopf nach oben, und strahlte mich mit ihren blauen Augen an: „Herr Ziggev!“ Seitdem waren die Gespräche zw. dem und mir recht insilbig verlaufen. Ein Schulfreund ist Psychiater geworden, ich ragte ihn, wieviel % in dem Bereich seiner Meinung nach einschließlich Sozialtherapeuten kompetend seien: „3 Prozent“, nahm er mir das Wort aus dem Mund.

    Ich gebe keine Tips ab, bin ja kein „Meister“. (Würde mich ja nur wederholen.) Selber meditieren, dann sieht man schon, was sich für einen lohnt zu lesen.

  19. che2001 schreibt:

    „Das ist einfach Zeitverschwendung, das zu lesen.“ —- Ja, unter der Bedingung, das Gelesene nicht begriffen zu haben. Ich fand das ziemlich großartig.

    http://www.aurora-magazin.at/medien_kultur/maier_pirsig_frm.htm

    http://www.amleto.de/zitate/zpirsig.htm

    „Selber meditieren, dann sieht man schon, was sich für einen lohnt zu lesen.“ —- Das ist zweifellos richtig, sogar weise, aber ohne jede Anleitung einfach drauflos meditieren? Wüsste nicht, wie das gehen sollte.

  20. Bersarin schreibt:

    @ ziggev
    Das sehe ich ebenso wie che: es fängt doch keiner einfach mal an zu meditieren und setzt sich im Schneidersitz auf die Couch im Wohnzimmer oder auf den Boden oder im Lotussitz und dann geht man mal in sich. Dazu bedarf es einer Anleitung, eines Lehrers – ähnlich wie in der Philosophie. Kaum einer liest sogleich einen Text von Hegel.

  21. Bersarin schreibt:

    @che
    Danke für die Lektüre. Da Buch von Pirsig steht bei mir sogar im Regal, irgendwer schenkte es mir einmal.

  22. ziggev schreibt:

    danke für die Links.

    der Sinn des Lebens: „Ich lebe, um zu rauchen“ Musil, Nachlass zu Lebzeiten.

    Vielleicht ist es die damalige Frustration, die mich so krass urteilen ließ. Was war das für eine Frustration? ich war ungeübt im Lesen / also mit dem Umgehen mit nicht- oder halbverstandenem. Nicht nur, dass es schon einwenig kränkte, den Punkt nicht mitbekommen zu haben. Aber was sollte das mit dem Sand. So weltbewegend nun wieder auch nicht! Wahrscheinlich ein Topos, der hier zitiert wurde, musste weiterverfolgt werden. Das Bild selbst war banal. Einiges verstehe ich jetzt besser; anderes sehe ich heute noch genauso. Die Lobpreisung der mit deutscher Gründlichkeit hergestellten, chromglänzenden Maschinerie einer BMW; big deal?

    Ich muss dazu sagen, dass ich damals künstlerische Ambitionen hatte. Selbstverständlich interessierte mich die Frage nach der Qualität; die Idee vom Umschlagen von Quantität in Qualität hatte ich schon immer unbefriedigend gefunden; ich frage einen Freund, der aus musischem Eltenhaus stammte: Qalität sei perfektionierte Quantität; dann dieser Kult ums Design in den Achtzigern, leichter machte der das nicht.

    Ich fing einmal an zu weinen wegen des Farbauftrags bei Degas; mir wurde klar, dass ich künstlerische Qualität wohl nie zustandebringen würde; die Skizze/der Entwurf, der Prozess reichte mir schon immer. Was half es mir, dass die Mauer schön war, weil die Maurer ihrer Sicht wegen es unbewusst richtig machten? Außerdem fand ich das herablassend.

    „Erst alles lernen, ums dann wiederzu vergessen“. Dazu reichte mein Talent offenbar nicht aus, oder es fehlten mir die Ressourcen. Dieses Werk hatte ich nicht verstanden und musst es sofort wieder vergessen. Ich musste, trotz allem, schon selber machen.

    Die Lektüre war wie Husserls Analysen des Inneren Zeitbewusstseins. Über weite strecken leuchtet das alles unmittelbar ein, dann musste ich mir wieder eingestehen, dass sich mir Stellen überhaupt nicht erschlossen, bzw sinnlos erschienen.

    Mir fallen plötzlich viele Sachen wieder ein: das ist verrückt, ich war mal ein anderer. Es kann aber gut sein, dass mich das Buch im Hintergrund doch ziemlich beeinflusst hat. Es gibt schon ein paar Punkte, mit denen ich mich beschäftigt habe; ohne heute noch zu wissen, ob ich mir lediglich die Topoi gemerkt habe; es gibt aber Dinge, von denen ich sicher weiß, dass die Beschäftigung vor der Lektüre lag. Vielleicht fand ich einfach, dass hier Fragen, die sich sowieso stellten, gestellt wurden – ohne jedoch mit zufrieddenstellenden Antworten aufzuwarten; vielleicht war ich auch einfach zu jung; manchmal dachte ich: what the f**** interessierte mich das.

    Z.B. meine Vorliebe für Gebrauchsanweisungen. Die, wenn ich jetzt so drüber nachdenke, vielleicht doch nicht der (späteren) Lust am Reduktionismus geschuldet ist/war. Aha, das ist also eine Möglichkeit. Es ist die (eigene) Endlichkeit, die uns zum Lächeln bringt. So schrieb ich auch einmal einen an den späten Wittgenstein gemahnenden Text über das Abreißen einer Mauer; ohne je einen Blick in einen seiner Texte geworfen zu haben. (Wir hatten in einem Bunker mit Vorschlaghämmern so eine Mauer niedergerissen; irgendwie war das mehr gewesen, als nur die Mauer und das Niederreißen.) Keine Ahnung, wo ich das herhatte, ob da Pirsig seine Finger im Spiel gehabt hat.

    Die Bewunderung für Qualität war aber schon vorher da; etwa einige Fotos, nicht nur Fotos, des Porsche 911, die ich mal gesehen hatte. Mir hatte mal ein angehender Kameramann versucht was zur Warenästhetik zu erklären; ein Porsche sei schön, als sei das revolutinär. Die Frage war doch eine ganz andere!

    Bis heute umgebe ich mich lieber mit qualitativ hochwertigen Dingen als mit stilistischem Schrott. Dann lieber mit Sachen, die ich „meine Heidegger“ nenne; mit von irgendwelchem Bauernhäusern abgeschraubten „Zeug“.

    Die Erfahrung, dass Dinge beredt erscheinen können; und einen „zur Ruhe über der Frage nach der Existenz bringen können“, wie ich irrlichternd formulierte. „Erst alles lernen, ums dann wiederzu vergessen“. Dazu reichte mein Talent offenbar nicht aus, oder es fehlten mir die Ressourcen. Dieses Werk hatte ich nicht verstanden und musst es sofort wieder vergessen. Ich musste, trotz allem, schon selber machen.

    Wie gesagt, irgendwie hat mich das Buch „durch die Hintertür“ vielleicht doch beeinflusst. Inzwischen weiß ich ja die Antwort auf die Frage nach der Qualität: das sieht man doch!

  23. ziggev schreibt:

    @ zum Meditieren: natürlich mit Anleitung, die kann jedoch denkabar einfach sein. Das, womit ich experimentierte, wurde bir im Prinzip einmal gezeigt. Ich weiß nur von einem Menschen, der spontan eine Meditation entdeckte, bzw., die ihm zufolge wohl eher keine Meditation ist und die ihm offenbart wurde: das ein gewisser Subuh.

    dabei handelt es sich jedoch um „Techniken“. Im Zen scheint es gar keine „Technik“ zu geben. Vielleicht braucht man da wirklich einen „Lehrer“, während Zen-Lehrer eigentlich eine contradiction in terms ist. Einfach nur sitzen, und los! Etwas schwierig, nie probiert. Wenn ich mir z.B. diese Zen-Sendung auf Bayern anschaue, bin ich skeptisch, was diese „Hilfestellungen“ betrifft. Als ich aber noch regelmäßig meditierte, ließ ich mir das hingegen ganz gerne gefallen.

    So war meine Bemerkung zu verstehen, man sehe dann schon, „was sich für einen lohnt zu lesen.”

    Vielleicht gibt es ein Missverständnis: Unter Meditation verstehe ich, eine bestimmte „Technik“ zu praktizieren: mach das und das, Ende der Durchsage. Für den Anfang ist das nicht schlecht. Unter Meditation stellt man anders jedoch sich oft vor, irgendwie „nichts zu tun“. Tja, und weil „meditieren“ ein Verb ist, ist die Verwirrung groß. Also denkt man, meditieren, heißt, sich in tiefer Meditation, dem „Nichtstun“ zu befinden. Dazu ist in der Tat jahre- jahrzehntelange Übung erforderlich. In diesem Sinne habe ich also nie meditiert, das zu behaupten, wäre anmaßend.

    Weshalb ich skeptisch bin gegen vorängiger „theoretischer“ Beschäftigung hat seinen Grund darin, dass falsche Ehrfurcht einem den Glauben eingibt, man müsse da immer etwas falsch machen. Zuviel Beschäftigung mit der „exoterischen“ Seite, lässt einen sich immer mit gelesenem/gehörten vergleichen; dabei soll ja das Urteilen abgestellt werden. Deshalb lautet bei diesen einfachen Techniken eine der Anweisungen: denke nicht, dass du etwas falsch machst.

    Diese übergroße „Ehrfurcht vor der ehrwürdigen fernöstlichen Tradition“, hat halt oft nur den Zweck, sich ihr bloß nicht zu nähern. Am Ende kommen die Schirrmachers an, „wir haben doch auch eine tolle, abendländische Tradition“, „ich kann doch auch, wenn ich Bach höre, meditieren, beim Gebet in der Kirche“ – das sehe ich als feindliche Übernahme an. Am Besten noch mit Zen-„Philosophie“. Es ist aber ist gezielte Verblödung.

    Vielleicht deshalb meine gereiztze Reaktion, ich muss mich ein wenig entschuldigen.

    @ „Zen oder die Kunst, …“ — ich habe mir die Links angesehen, plötzlich sind mir tausend Sachen präsent, die darauf hindeuten, dass mich dieses Buch vielleicht, sogar sehr, beeinflusst hat. Das ist jetzt verrückt: ich war mal ein anderer!

  24. che2001 schreibt:

    Sehr schön, das hier zu lesen, ein starkes und gehaltvolles Posting!
    Meine eigenen Meditationserfahrungen sind ja auch eher eklektizistisch als systematisch, habe Mantra, Einfach-nur-in-mir-sitzen, den Trancetanz der Derwische, katathymes Bilderleben und Einiges Andere probiert, das sich Einstellen innerer Leere bei gleichzeitiger Hyperaufmerksamkeit auf großen Bergtouren hat sich aber als mein ureigener Weg erwiesen.

  25. Bersarin schreibt:

    @ ziggev
    Ich denke, daß ich in der Tat mitten im Zen bereits mich befinde. Ich versenke mich in die Texte, ich befasse mich, seit ich ungefähr 16 Jahre bin, mit der Philosophie. Ich beschäftigte mich weiterhin und auf die intensivste Weise mit ihren Texten zehn Jahre lang als Studium, als es noch keine Masterstudiengänge gab und ein wenig der Geist Humboldtscher Bildung durch die Universitäten wehte, doch bereits derart verdünnt, daß einer schon lange, sehr lange suchen muß, damit er den Hauch noch spüre.

    Das Lesen von Aristoteles, Kant, Hegel und anderen ist einer höchsten Konzentration geschuldet, und wenn ich Satz für Satz eines solchen Textes lese und es in mein Inneres flüstert und wispert, ein Akt der Meditation, wenn man es denn so nennen mag. Und wer sagt eigentlich, daß man in der Meditation ruhig werden muß? Sollten dort nicht vielmehr die untersten Gedanken nach oben gekehrt werden, damit das Gebäude in Unruhe gerät?

  26. fk schreibt:

    @che: danke für das g. das wusste ich nicht. passiert mir nie wieder.
    und von zen habe ich, so wie bei den allermeisten dinge, in der tat wirklich keine ahnung. daoismus ist aber auch ok, das seh ich nicht so eng. auch hier danke für den hinweis!
    ebenso dank für die links.

    @bersarin: hegel geht mit sicherheit auch zum training der konzentration. is ja eigentlich nur wichtig, dass man im fall der fälle länger durchhält als der andere, damit dann dieser und nicht man selber als erster auf die zwölf bekommt.
    und hegel muss ja eh noch, wenn er also einem einen vorteil bei ner möglichen fetzerei verschafft, umso besser.

    schreiben wollte ich aber aus anderem grund.
    als lektüretip hätte ich eugen herrigel ‚Zen in der Kunst des Bogenschießens‘ anzubieten. habe es noch nicht gelesen, ist aber empfehlung aus absolut topvertraulicher quelle und bei mir schon im warenkorb.

    dann wäre da noch max müller (kennt den hier jemand?), bei uns eher unbekannt, aber in indien der bekannteste deutsche, so bekannt dass man die goethe institute dort nach ihm benannt hat.

    ich hoffe ich konnte weiter helfen.
    wir lesen uns & alles gute!

    hgfk

  27. Bersarin schreibt:

    Der Kommentator T. Albert erwähnte Herrigel. Dieser machte fein unter den Nazis Karriere: Achse Deutschland – Japan. (Das Buch mag brauchbar sein – ich weiß es nicht. Es steht bei mir irgendwo in der Bibliothek, da wo ich Unsortiertes und Bücher stehen habe, die eher so „na ja“ sind.) Tibet kann man bei diesen Verquickungen auch noch hinzunehmen. Die Fragwürdigkeit des Dalai Lama. Ich habe nie so recht verstanden, weshalb sich Menschen hier freiwillig einer religiösen Autorität unterwerfen.

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