Daily Diary (27) – Death, Destroy and Destruction (2)

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Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.
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13 Antworten zu Daily Diary (27) – Death, Destroy and Destruction (2)

  1. Iris schreibt:

    So wird aus dem Wesen ein Gewesen.
    Gefallen mir gut, diese Fotos, deren Kunst für mich darin liegt, dass sie das Auge auf die bis in die Schwanzspitze kunstvolle Gestaltung des kleinen Tierkörpers lenken. Ein unpathetischer Erweis der Würde.

  2. Bersarin schreibt:

    Danke! Und angemessen gegenüber diesen Bildern, wie Du mit zwei Sätzen das zu sagen wußtest, was ich nicht hätte sagen können und worum ich mich im Bild abmühe.

    Manchmal denke ich, es wäre besser, sich auf eines der beiden Medien zu beschränken: Sprache oder aber Photographie. Von Zeit zu Zeit zweifle ich daran, daß beides gleichermaßen geht, daß ich beides in der gleichen Intensität machen kann. Aber dafür ist ein Blog da: er funktioniert wie ein Notiz- und Arbeitsbuch.

  3. hanneswurst schreibt:

    Ich dachte erst, das wäre eine Anspielung auf „Blondi-Mausi“ und hatte bereits alle Hoffnungen in Bezug auf diese Liaison aufgegeben.

  4. Bersarin schreibt:

    Nein, ich spiele nie an, und selbst da, wo ich es mache, existiert ein überbordender Kontext und ein Überschuß, der sich in keiner Ökonomie händeln läßt.

    Aber vielleicht, bester Hanneswurst, komponieren Sie bei sich ein feines Musikstück, welches dieser doch zum Beginn so hoffnungsvoll schimmernden Liaison dangereuse neuen Auftrieb gibt und präsentieren diese Arbeit anschließend in ihrem Blog.

    Ach, Meister der Musik: Komponiere er ein Werk in meinem Auftrag!

  5. hanneswurst schreibt:

    Das zu den unflätigen Kübeln, die Sie und Herr Nörgler über dem armen Ding ausgeschüttet haben, passende Lied gibt es ja längst: http://soundcloud.com/wurstlbanger/lick-my-chainsaw-adorno

  6. ziggev schreibt:

    diese Fotos erinnern mich an die vollkommen überflüssigen Anmerkungen der neuen Proust-Ausgane (Surkamp), wo erwähnt wird, dass Proust am Sichzutodequälen von Ratten, magische Tiere, sich ergötzt haben soll.

    Iris´ Kommentar fand ich auch überrauschend, ich weiß jetzt nicht, was ich präziser finden soll, die Anmerkung oder die beiden Fotos.

  7. ziggev schreibt:

    P.S. Könntest Du nicht vielleicht nicht doch ausnahmsweise ein paar Infos zum Zustandekommen dieser Bilder bereitstellen á la „für diese Fotos wurden weder Tire gequält noch mussten welche sterben“?

  8. Bersarin schreibt:

    @ ziggev
    Tier zu quälen ist eigentlich nicht meine Art. Aber es kommen nach diesem Satz wahrscheinlich sogleich die Vegetarier und Veganer daher und schreiben: „Bereits Tier zu essen sei …“ Undsoweiterundsofort

    Doch: für dieses Photo mußte ein Tier sterben, insofern der höhere Sinne des Todes dieser Ratte darin liegt, von mir in einem Bild fixiert zu werden. Aber keine Sorge: ich bin nicht Proust.

  9. Noergler schreibt:

    Um nicht noch mehr zu provozieren, wurde das Halsband mit der Aufschrift „Friederike“ vermittels Photoshop entfernt.

  10. che2001 schreibt:

    Womit wir bei der BDSM-Thematik wären und Netbitch aktiv werden müsste.

  11. Bersarin schreibt:

    @ Nörgler
    Nie sollst Du ihren Namen nennen! Und verrat doch nicht alle meine Betriebsgeheimnisse!

    @che
    Es käme dann sicherlich ein etwas qualifizierterer Beitrag als ich sie bisher von den Affirmateuren jenes Drecksblattes habe lesen müssen

  12. entdinglichung schreibt:

    http://www.zeno.org/Literatur/M/Baudelaire,+Charles/Lyrik/Die+Blumen+des+B%C3%B6sen+%28Auswahl%29/Spleen+und+Ideal/Das+Aas

    Die Fliegen summten um die modernden Atome,

    Indes gedrängt und schauerlich

    Der Larven ekle Schar, in schwerem, schwarzem Strome

    Durch die lebendgen Fetzen schlich.

  13. Bersarin schreibt:

    Stimmt. Ich dachte zunächst gar nicht daran, aber auch das ist es. Die verwesende Natur.

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