Johannistische Apokalyptiker

Zurückgekommen von der Reise, bekehrt und gewandelt durch die aufstrebende Herrlichkeit des Straßburger Münsters sowie den Isenheimer Altar, lese ich vom Hurrikan über New York. Und so wie es Momorulez schreibt, sehe ich es auch: „Und dieser Hurricane im Osten der USA ist übrigens die Strafe Gottes für Michele Bachmann und homohassende Evangelikale.“ Dies zumindest ist zu hoffen. Und es wird ein Sturm fegen über die Verderber und die Verderbten gleichermaßen, und er wird treffen die Sündigen wie die Lästigen. Wer das ist, muß zunächst allerdings und aus dramaturgischen Gründen offen bleiben. (Und ich will schon gar nicht jenen Benjaminschen Sturm, der vom Paradiese her weht, bemühen.)

So lautet eine Inschrift am Straßburger Münster.X

Johannes, der Lieblingsjünger Jesu, saß zum Abschied des letzten Pessachfestes abgewandt von ihm. Sein milchiges, junges Gesicht kehrte sich in die andere Richtung. Jesus, der apokalyptische Prediger der Nicht-Revolution, in sich gekehrt, von seinen Jüngern abgefallen: an jenem letzten Tag des Pessachfestes, harrend, als die Dinge verspielt waren. An einen, der beim Gastmahl vorüberging, es vorzeitig verlassen mußte: „Trag den Krieg in die Städte, in die Hütten, in die Paläste!“

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Was folgte, ist bekannt. Szenarien der Verdunkelung zu der bestimmten Stunde. „Herr, vernichte diesen Staat. Zermalme alles. Mach, ein, zwei, viele Kofferräume! Es passen so viele hinein, es ist doch deine eigene Sache.“ Das Fleisch, welches sich wandelt, transformiert, transsubstantiiert, fault, reift. Aufersteht. Beim Blick auf den seiner ursprünglichen Funktion enthobenen, auseinander gelegten Isenheimer Altar, dessen Tafeln in Colmars „Musée d’Unterlinden“ einzeln aufgestellt sind, läßt sich gut die Transformation des Fleisches beobachten. Im Grunde ist es genau richtig gemacht, daß dieses exzeptionelle Stück der Hochrenaissance, welches so sehr ins Mittelalter und in die Spätgotik zurückgreift, nicht in einer Kirche und damit in einem Funktionsrahmen sich befindet. Der (religiöse) Kult verschwand zugunsten des Ausstellungscharakters. Die Altarbilder öffnen sich einer apokalyptischen Philosophie ohne Glauben und religio.

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The Tempest. Der Schmallippige aus Rom kündigt sich für den September in Deutschland an: Wir haben Dir und Deinesgleichen für den September und auch genug für danach mitgebracht: Haß und Verachtung. Wie ich lese, sollen die Proteste gegen diesen Besuch teils verboten werden.

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Und es nahte der Herr mit Brausen.

Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.
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16 Antworten zu Johannistische Apokalyptiker

  1. ziggev schreibt:

    Bersarin! Es fiel mir ja schon einmal auf, dass es mir außerordentlich gefällt, wenn du dich der Theologie zuwendest. Dennoch: Bersarin? – So verwandelt, transformiert scheinst du aus dem Urlaub zurückgekehrt zu sein …

    Es öffnet sich mir beim Lesen dieser überraschenden Text/Text/Bild-Collage ein sich immer weiter öffnender Assoziationsraum, durchaus auch für die andächtige Bewunderung dieses Meisterwerks, höchst amüsant zu lesen plus ein paar Schockmomente. (Ich meine das weißgewandete, hässlich grinsende Flerdermäuschen, das ich sonst eigentlich immer ganz süß finde, das kleine Teufelchen.)

    Ist das jetzt Intertextualität? Aber das bekümmert mich eigentlich recht wenig. Und es wäre taktlos von mir, spräche ich Postmoderne etc. In diesem Sinne: sei bitte nicht betrübt, sollte ich dich mal wieder vollkommen missverstanden haben. – Danke also für diesen Text!

  2. fk schreibt:

    spannendes experiment mit text und bild. schliesse mich dem vorgänger an. es lohnt sich bestimmt da weiter zu machen. ich zumindest würde gerne mehr davon sehen.

    hgfk

  3. Bersarin schreibt:

    @ ziggev

    Ach, es sind, was die Lektüren und das Verstehen betrifft, in diesen Fällen zumeist produktive Mißverständnisse. Es macht nichts, wenn man mich mißversteht, solange mir dieses Mißverständnis gefällt. Für einen richtigen Poststrukturalisten, der durch die (Lektüre-)Schulen Derridas und Lacans gegangen ist (zumindest ansatzweise), für den ist das Mißverständnis geradezu konstitutiv.

    Benedikt XVI., ich begeben mich mit diesem Satz ins Fegefeuer, wenn nicht in die Vorhölle, ist theologisch nicht einmal uninteressant. Aber am Ende ist es wie mit Carl Schmitt: theoretisch sicherlich an einigen Stellen bedenkenswert, aber was dann die Ergebnisse sind, das ist geradezu erschreckender homophober bzw. wie bei Schmitt rassistischer, katholischer Dreck. Klassische Wert- und Rollenmodelle. Es nützt da die katholische Soziallehre auch nichts mehr.

    Was aber nicht zu vergessen ist: die theologischen Aspekte durchdringen an zahlreichen Stellen die abendländische Philosophie, und das eben interessiert mich und das muß mit ins Denken geholt werden. Ein Hegel ist ohne Aristoteles und die christliche Philosophie kaum denkbar. Wenn man Avicenna (bzw. ibn Sīnā) mit hinzunimmt, dann ergibt das ein sicherlich interessantes Gemenge, welches insbesondere fürs Jetzt genug Spreng- und Denkkraft bereithält. Studierte ich heute noch einmal Philosophie – in der Rente nehme ich das Studium dann wieder auf – beschäftige ich mich, das ist versprochen, weniger mit dem modischen Kram des Poststrukturalismus oder mit Agamben, sondern vermehrt mit der mittelalterlichen Philosophie.

    Ich selber wäre wohl gerne Pfaffe geworden. Ich könnte predigen und vom lieben Gott erzählen, ohne auch nur ein Stück daran zu glauben. Manchmal überkommt mich sogar die Lust, ein Wunder-Rabbi zu werden. Nein, das war bloß ein Scherz. Aber:

    „(…)

    Rabbi, knirschte ich, Rabbi
    Löw:

    Diesem
    beschneide das Wort,
    diesem
    schreib das lebendige
    Nichts ins Gemüt;
    diesem
    spreize die zwei
    Krüppelfinger zum heil-
    bringenden Spruch
    Diesem.

    (…)“

    (P. Celan, Einem, der vor der Tür stand.)

    Meine Großmutter meinte: „Der Junge wird später Theologe!“ Ich stellte mit fünf Jahren Fragen über den Tod. Das macht jedes Kind. Ich stellte aber sehr viele Fragen, was sicher daran lag, daß meine Eltern mir abends aus der Kinderbibel vorgelesen haben. Ein Buch, das mich als Kind faszinierte. Auch wollte ich gerne wissen, ob es möglich wäre, seine Bettdecke – es war dies eine niedliche Kinderdecke mit einem Dreierpaar Enten darauf, die eine davon hatte einen Hut auf – mit in das Grab zu nehmen und ob diese Decke ebenso mit in den Himmel käme. Tja, und so wurde ich, was ich bin.

    @fk
    Recht vielen Dank. Ich will sehen, inwiefern ich das weitermachen kann. Mal geht das ganz gut, dann wieder weniger. Bei der Besprechung des Isenheimer Altars werde ich das wahrscheinlich fortsetzen. Aber ich mag nichts versprechen. Hinterher schaffe ich nur die Hälfe. Oder weniger.

  4. hanneswurst schreibt:

    Ich versichere Ihnen, dass die KInderdecke bereits im Himmel ist.

  5. Bersarin schreibt:

    Aufgrund Ihres Status, welchen Sie in subtiler Argumentation entfalteten, schenke ich Ihnen gerne Glauben.

  6. fk schreibt:

    werter bersarin.
    eventuell sogar mal konkret die collage anstelle der bildstrecke – oder in kombination mit ihr – wagen? es ist ganz spannend zu sehen wie sich aus dem bild heraus dann manchmal der text weiter entwickelt. erstaunlich, oft geht das dann ganz automatisch ganz gut. ein automatisches schreiben aus dem bild heraus und vielleicht auch wieder ins bild hinein.
    nix neues, nix weltbewegendes – sicherlich vielfach elaborierter verhandelt als in diesem kommentar – aber sowohl im prozess als auch im ergebnis unterhaltsam und erhellend.

    hgfk

  7. MelusineB schreibt:

    Lieber Besarin, das ist ein inspirierender Beitrag. „Die Altarbilder öffnen sich einer apokalyptischen Philosophie ohne Glauben und religio.“ – Ja – und doch t r a g e n sie (die Last der Jahrhunderte des Aberglaubens, der Selbsterniedrigung und Gasteiung u n d den Willen, der diese Farben findet, diese Wucht heraushaut und aus dem Dunkel leuchtet). Verdammt in alle Ewigkeit! ;-).

    Und: Gott sei Dank, für diesmal, dass Ihr in Berlin so einen sexy Bürgermeister habt (nur bei der Gelegenheit sei er gepriesen). Herr Ratzinger hat´s auch nicht leicht (aber immer schöne Schuhe).

    (Ungeduldig harret die Blog-Welt deines sehnsüchtig erwarteten Beitrags zu „Mein Platz/My Places“ – inzwischen übrigens durch Iris auch schon theologisch ausgedeutet…)

  8. Bersarin schreibt:

    Ja, vielen Dank. Ich hoffe, daß ich in bezug auf den zu schreibenden Text den Mund nicht zu voll genommen habe. Momentan weiß ich gar nicht mehr, was ich zu „Mein Platz“ schreiben kann. Aber vielleicht, im gelungenen, geglückten Augenblick, geschieht etwas.

    Und was für sexy Bewohner Berlin erst hat.

  9. Irisnebel schreibt:

    herzliche grüße von vor, unter und hinter diesen Colmar-bildern… ;)
    es ist schon bewegender, wenn man die jahrelang in büchern betrachteten bilder einmal im original sieht. die madonna im rosenhag von Schongauer wurde ja nun auch in selbige kirche verbracht, das heisst umgesiedelt. ich denke, dass bilder im kirchlichen rahmen völlig anders wirken als in museen und galerien, weil das licht ein anderes ist. das mystische verstärkt sich im halbdunkel.
    abgesehen davon ist ein handwerkliches geschick am original zu erleben, was kaum eine reproduktion zu leisten vermag.
    gibt es hier andere dinge, die du mir weiterempfehlen könntest? sind noch einen tag in der gegend. das museum unterlinden ist closed. fachwerkhäuser ja… aber die touris nehmen einem echt de luft zum atmen… ;)

  10. Bersarin schreibt:

    Ach, wie schön, das tolle Colmar und der Grünewald.

    Ich wünsche Dir oder Euch einen tollen Aufenthalt. Mit ein wenig Neid im Gruß ;-)

  11. Bersarin schreibt:

    Nun kann ich, nachdem ich von einer kurzen Reise zurückkehrte, ausführlicher Antworte, liebe Irisnebel. Ja, auch ich schätze das Original. Keine Reproduktion reicht da heran. Dabei geht es jedoch gar nicht einmal so sehr um das Auratische – das wäre am ehesten noch mit einer fetischhaften Besetzung zu bezeichnen und deutet sicherlich auch darauf, daß ein (europäisches) Gemälde seinen Ursprung im Theologischen hat –, sondern der Auftrag der Farben, die Farbe im Original, ihr Schimmern oder das modrige Grün, das Vergiftete, welke, das Leuchtende der Aureole wie bei Grünewald können von keine Reproduktion abgebildet werden. Die Materialität des Gemäldes liegt in seinem Vorhandensein. Das Bild eines Schuhs ist ja schließlich auch kein Schuh und läßt sich anziehen, sondern nur das Bild eines Schuhs. Insofern ist – in vager Analogie – das Bild eines Bildes nicht das Bild.

    Was ich unbedingt empfehle würde, ist ein Ausflug in die Vogesen. Wunderbare Natur, karge Höhe der Berge und auf alle Fälle noch eine Fahrt über die Weingüter unternehmen. Dort probieren und vor allem einkaufen! Museen haben wir eigentlich wenige angeschaut. Die verschiedenen Städtchen, wie Obernai mit seinem Fachwerk, sind sicherlich sehenswert. Aber das viele Fachwerk und das Beschauliche gehen schnell auf die Nerven. Lieber sich die abgelegenen Ecken anschauen. Unbedingt wäre Straßburg zu empfehlen. Dort das Tomi Ungerer-Museum besuchen, sofern man ihn mag, aber das vermute ich bei Dir schon, und natürlich das Straßburger Münster. Straßburg ist eine agile Stadt. Banlieus meiden, sofern man dort niemanden kennt! Lohnenswert ist es, sich einfach über die Dörfer, durch die Dörfer mit dem Auto treiben zu lassen, um dort auszusteigen, wo es einem interessant anmutet. Ich würde allerdings, eher in die gebirgigen Gegenden des Elsaß fahren, weil es dort landschaftlich interessanter ist als in der Ebene zum alten Vater Rheine hin. Ach, unsere herrlichen deutschen Landschaften! Unsre Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer, unsre Heimat sind auch all die Bäume im Wald. Selbst weit links des Rheins.

    Euch eine gute, erholsame Reise. Das Elsaß ist ein sehr besonderer Teil Frankreichs, sehr unfranzösisch in vielem.

    Herzliche Grüße aus dem staubigen Berlin, der Tristesse des Alltags, der ich jeden morgen ein zackiges Bonjour entgegenschleudere.

  12. Irisnebel schreibt:

    hehe cool…. dank dir. ich kann da alles unterschreiben. ;)
    wir waren früh in Eguisheim und dachten: na gott sei dank, etwas ruhiger, wenige Touris. ;)
    aber je später desto ähnlicher dem Colmarer gewühle. egal. das fachwerk ist interessant gewesen… bis auf dass es dann doch mit der zeit auf die nerven ging, weil bis zur unkenntlichkeit mit zu viel deftiger farbe verkitscht. man kam sich vor wie in der Frankfurter altstadt oder anderen orts in deutschland. typisch französisches gebäck mundete. wieder in Colmar gelandet, erfuhren wir die ursache des heidenlärms vor unserer absteige: der präsident war ganz unspektakulär wegen der gedenkfeierlichkeiten zum 1. weltkrieg hier mit seiner maschine gelandet. http://www.ekd.de/aktuell/edi_2014_08_02_erster_weltkrieg.html

    morgen gehts bei uns ja schon weiter… nach Besancon, nächste station der frankreichtour.

  13. Irisnebel schreibt:

    nachtrag: http://aktuell.evangelisch.de/artikel/108464/deutsch-franzoesisches-gedenken-nebenkriegsschauplatz

    wusste ich noch net…

    ja, dein urlaub scheint vorbei zu sein, wenn du den berliner mief geniessen darfst ;)
    für mich war Berlin allerdings selbst immer interessanter urlaubsort.

  14. Bersarin schreibt:

    Den Wunsch nach der Freiheit von Touristen kann ich verstehen. Solange wir Reisenden nicht vergessen, daß wir selber Touristen sind. Das erinnert mich – umswitchen und anderer Zusammenhang jetzt – am die zugezogenen Berlinerinnen und Berliner, die irgendwann die Freiheit von Touristen und Gentrifizierung als unverbrüchliches Menschenrecht einklagen und doch selber Zugezogene sind. (Mal davon abgesehen, daß der Begriff des Autochtonen einen Mythos darstellt.) Aber es gibt sicherlich Verhaltens- und Sichtweisen, die spezifisch touristisch sind und die wir nicht so gerne praktizieren.

    Vom Hartmannsweilerkopf wußte ich, grausam wie alles, eine der ersten Schlachten, las es noch einmal, als wir im Elsaß weilten. Ich wäre dort gerne hingefahren, hätte mir ebenso gerne die unterirdischen Bunkeranlagen angeschaut. Aber meine Reisebegleiterin ist für solche Dinge wenig empfänglich gewesen.

    Wie schön – eine Frankreichtour. Euch eine gute Reise, viele Eindrücke und vor allem genießt, kostet, schmeckt die wundervolle französische Küche!

  15. Irisnebel schreibt:

    ja, auch da stimme ich dir zu. genauso ist es auch bei einer in einer deutschen familie eingeheirateten japanerin, die sich immer über die vielen ausländer in Berlin beklagt. ;)

    ich mache allerdings auch einen unterschied zwischen den scharen aus touristenbussen mit pauschalreisenden und individualreisenden, dich sich in der regel mit print-reiseführern durchschlagen und etwas mehr zeit zum verweilen mitbringen oder stärker vorbereitet sind, mehr im dahinter suchen und sich nicht wie elefanten im porzellanladen dampfwalzend durch die einheimischen bewegen und fragen stellen oder sich für etwas spezielles interessieren.

    mich ärgert, dass ich kein französisch kann.

  16. Bersarin schreibt:

    Was die Touristen betrifft, sehe ich es genauso: es ist der Blick, der den Unterschied macht. Mögen wir überall dort Touristen sein, wo wir nicht wohnen, aber die Aufmerksamkeit für die Dinge, die Situationen zeichnet den Unterschied zu denen aus, die bloß etwas sehen wollen, was sie dann doch nicht sehen. Es sind meist die Namen von Orten, die als Fetisch herhalten müssen.

    Was die Sprache betrifft: In Elsaß-Lothringen spricht man deutsch. Aber Spaß beiseite: sei froh, daß Du nicht Französisch kannst, denn sofern Du es nicht perfekt beherrscht, behandeln Dich zumindest die Pariser so, als wärst Du ein ungebildeter Kretin. Jenseits der menschlichen Gesellschaft. Oder sie tun ganz einfach so, als hätten sie Dich nicht verstanden. Besser ist es, gar nicht erst zu verstehen, was die Französinnen und Franzosen sagen. Obwohl: diese Arroganz, die mir selber nicht ganz fremd ist, kommt meist in der Region Paris vor. (Das wurde in den 90ern in Paris dann etwas angenehmer.) Je weiter südlich, desto besser wird es. In Bordeaux z.B. und an der südlichen Atlantikküste sprachen lauter freundliche Franzosen, die sich freuten, wenn man ihre Sprache redetet und nicht in Zungen oder in Englisch. (Leider ist der Franzose im Englischen nicht sehr geübt.) Im Elsaß war es so lala. Meine freundlichen Versuche in Französisch beendete der Kellner mit dem deutschen Satz: „Sie wollen also einen Zwiebelkuchen und einen Riesling, dazu eine Flasche Wasser!“

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