Daily Diary (5)

Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.
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8 Antworten zu Daily Diary (5)

  1. Stiff Chainey schreibt:

    Diese Fotografie ist sehr gelungen, und hat zudem etwas vom Spirit eines Daido Moriyama, neben Araki dem wohl bekanntesten japanischen „Straßenfotografen“. Der streunende Hund ist eines seiner bekanntesten Motive. Wollte ich nur klugscheißen!

  2. Bersarin schreibt:

    Nein, das ist kein Klugscheißen. Wissen ist hier immer willkommen, zumal ich beide Photographen nicht kenne. Ich werde mir ihre Photographien anschauen. Danke also für diesen Hinweis.

  3. Stiff Chainey schreibt:

    Ich bin lieber zurückhaltend, nicht falsch verstehen, nichts ist mir mehr verhasst, als Menschen, die mit ihrem Wissen direkt Macht ausüben oder prahlen wollen. Moriyama, Araki, Eikoh Hosoe, Tomatsu – das sind vor allem Fotografen, die zwar im Stile Brassai’s oder auch Weegee’s Momente einfangen, eine Technik, die in den Großstädten entstanden ist, aber eben mit einem anders zentrierten Blick, das macht ihre Werke so spannend, ohne billigen Exotismus zu bedienen.

  4. Bersarin schreibt:

    Ich meine, daß es keinen Grund für Deine Zurückhaltung gibt. Zumal Du hier ganz wesentliche Zusammenhänge aufzeigst.

  5. Stiff Chainey schreibt:

    Ja, danke dafür. Mit der Fotografie beschäftige ich mit neben der Literatur am längsten, da bleibt am meisten hängen. Ich habe auch mit Interesse deinen Artikel über Cy Twombly gelesen, dessen fotografisches Werk ich bald in Siegen sozusagen „live“ sehen werde, denn im Gegensatz zu den meisten deiner Blog-User, wie mir scheint, lebe ich nicht in einer Großstadt sondern mitten in der (reaktionären) Provinz bei Köln. Ein Verbrechen! Verfügst du über einen eigenen Foto-Blog?

  6. Bersarin schreibt:

    Ja, ich habe auch einen Photoblog, da stelle ich die längeren Photo-Serien hinein; der Blog ist hier zu finden:
    http://proteusphotographie.wordpress.com/

    Von der Cy Twombly-Ausstellung in Siegen habe ich gelesen, doch ich werde es wohl nicht mehr schaffen, die auch noch zu besuchen. Gerne hätte ich hier mehr zu Twombly geschrieben, aber ich bin momentan mit der Zeit ein wenig knapp.

  7. Stiff Chainey schreibt:

    Da sind sehr gute Photographien bei. Du hast, meiner bescheidenen Meinung nach, ein gutes Auge für spontane Lichtverhältnisse, die dem Bild dann etwas Erhabenes verleihen. Obwohl ich mit Berlin immer s/w assoziiere, ich weiß auch nicht, warum, vielleicht erscheint es mir einfach adäquater. Kann auch ein Vorurteil sein.

    Das, was ich bis jetzt über Twombly als reinen Photographen sagen kann, ist, das er, ebenso wie in seinem bildnerischen Spätwerk, den Mythos (oder Anleihen derer) vor allem im Moment abbildet. Unscharfe, verschwommene Photographien, die zum reflektieren einladen. Schade, das du sie nicht sehen kannst.

  8. Bersarin schreibt:

    Vielen Dank für das Kompliment.

    Ich habe über die Jahre nur s/w (analog) mit zwei Nikon F3 und einer Rolleiflex Mittelformatkamera gemacht. Nun ist die Farbe dran. Das Digitale macht es da einfacher. Ich schaue aber immer, wie es gerade paßt.

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