Weimar – zum Vatertag, zur Himmelfahrt

Es gilt heute, einige Photographien aus der schönen Stadt Weimar zu zeigen. Das bekannteste Bild, welches im kollektiven deutschen Gedächtnis seine Wurzel geschlagen hat: es ist jenes Denkmal, welches, vor dem Nationaltheater in Weimar stehend, die unverbrüchliche Freundschaft zwischen Schiller und Goethe in Stein verwandelte:

Goethe, Schiller, Herrentag: eine gute Kette. Aber vergessen wir den Salon der Johanna Schopenhauer in Weimar nicht.

Ich hatte vorgehabt, hier im Blog einmal wieder ein kleines Quiz zu machen: „Wer weiß, wo Goethes Haus wohnt?“ Einige angenehme Bilder von Häusern, Eingängen und Fenstern hätte ich dazu parat gehabt und präsentiert. Die Betrachter hätten raten müssen. Unter anderem zeigte ich auch ein Gebäude bzw. eine Fensterchen aus Buchenwald. Allein: am Ende meiner Reflexionen darüber schien mir das doch zu bitter und zu zynisch. Andererseits: wenn die „Titanic“ diese Bilder zeigt:

Warum darf ich dann nicht dürfen?

„Wann gibt es eigentlich wieder Theorie und Kunst, statt dieser Nebenschauplätze des Alltags?“, so wird manche(r) sich schon ungeduldig fragen und harren. Bald, bald.

Hier aber einige Bilder aus Weimar. Die Photographien folgen einer inneren Unruhe, die für Weimar nicht gemäß erscheint, jedoch keiner Ordnung, keiner Geschichte, keiner Chronologie, keiner Erzählung. Es bricht hier zwar nicht das Kleistsche in Weimar ein, aber das goethesche Maß ist es sicherlich auch nicht, das hier seinen Ort fand.

Über Bersarin

Wir erzeugen die Texte und die Strukturen innerhalb derer wir unsere Diskurse gruppieren. Wir sind das Fleisch von Eurem Fleische und Euch doch gänzlich unähnlich. Wir sind die Engel der Vernichtung und wir schreiten durch Eure Schlafzimmer, wenn Ihr nicht mit uns rechnet. Wir entfachen das Feuer und die Glut. Aber wir löschen Euch nicht, wenn Ihr verbrennt. Wir sind der kalte Blick, der die Welt als eine Struktur sieht.
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