Lauenburg

 Leider verwechsele ich die Städte Lauenburg und Lüneburg zuweilen. Dabei kann man die gar nicht durcheinanderbringen, weil der eine Ort an der Elbe liegt und der andere an der Ilmenau. Am Samstag also war ich in Lüneburg und wenn ich „Lüneburg“ sage, meinte ich eigentlich „Lauenburg“.

„Jetzt fahren wir nach Lüneburg!“ „Häh? Nach Lüüünebuurg? Wir wollten doch nach Lauenburg!“ „Ach so, stimmt ja.“ Ich war am Samstag also in der Stadt, die an der Elbe gelegen ist. Dabei sollte gerade der Berliner mit den Ähnlichkeiten im Namen seine Erfahrungen haben und aus Gründen der Zeitökonomie nicht durcheinander kommen: Frichdrichshain, Friedrichsfelde und Friedrichshagen, Mariendorf und Marienfelde, Frohnau und Friedenau, Lichterfelde und Lichtenberg. Wer fährt schon gerne nach Frohnau, wenn er eigentlich nach Friedenau muß.

Und mit dieser Photographie verweise ich, wenngleich wenig subtil, sondern eher platt, sogleich auf das nächste Thema:

Denn wenn man schon einmal in Lüneburg ist, dann sollte man sich auch den letzten Tag der Gerhard Richter-Ausstellung im Bucerius Kunstforum in Hamburg nicht entgehen lassen, denn bekanntlich liegt Hamburg vor den Toren Lauenburgs. Wieweit es jedoch sinnvoll ist, über eine Ausstellung zu schreiben, die der Schreiber am letzten Tag besuchte und die somit endet, lasse ich einmal dahingestellt. Es ergibt dieser Text dann einen jener Berichte, die melancholisch stimmen, weil die Leserin etwas liest, wo sie nicht mehr hin kann, was sie nicht mehr sehen kann; etwas, das unwiederbringlich vorbei ist.

Ich hoffe, daß ich auch morgen noch Spaß daran habe, einen Text über die Bilder von Gerhard Richter zu schreiben, der dann hier im Blog gegeben wird.

Auf dem Photographieblog Proteus Image zeige ich einige Bilder von Lauenburg. Der zweite Teil folgt.

2 Gedanken zu „Lauenburg

  1. Eine schöne Serie von Photographien!
    Speziell die Unterstadt von Lauenburg hat wirklich etwas Morbides – gerade auch dann, wenn die Elbe mal wieder versucht sich zu holen, was ihr gehört, wie z.B. im letzten Jahr.
    Die Fassaden haben keine Zeit und keine Lust mehr sich von diesen permanenten Annäherungsversuchen zu erholen und ergeben sich in ihr Schicksal.

    Mit besten Grüßen aus dem anderen Lüneburg :-)

  2. Vielen Dank für das Lob. Auch ich mag Lauenburg sehr gerne, es hat diesen morbiden Charme und der Fluß wirkt dort auf eine ganz andere Weise als dann zur Nordsee hin.

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