Berlin – Schöneweide

Ich weise auf eine neue Bildserie aus der ein wenig in Vergessenheit geratenen Reihe „Zwanzig Jahre keine DDR“ hin. Diese Serie wird am Sonntag ihr Ende finden.

Diese Woche kommt hier dann der dritte Teil zu „Kunst und Geschmack“. Ich bitte die Verzögerung zu entschuldigen.

8 Gedanken zu „Berlin – Schöneweide

  1. Dankeschön. Ich hatte seinerzeit in meinem Blog Bilder und Texte in einem. Das war jedoch keine gute Idee. Ich war bereits im Zweifel und den Ausschlag gab der Blogger Hanneswurst, der darauf hinwies. Und so habe ich die Photographien nun ausgegliedert und die stehen dann da ohne Text. So wie es sein muß.

  2. Nun muss ich schon wieder widersprechen. (So bin ich halt: der Geist, der stets verneint.) Es „muss“ nicht so sein. Ich verstehe allerdings, dass es Sinn macht, wenn die Bilder selbst künstlerischen Anspruch erheben können und sollen. Das Illustrative jedoch lehne ich nicht ab. Und auch nicht ein – sage ich mal verwegen – emblematisches Wort-Bild-Verhältnis, das zwischen Bild und Text den allegorischen Riss öffnet. Es kommt darauf an, worum es jeweils geht. Ob man überhaupt „programmatisch“ vorgeht. Oder auf das Assoziative setzt. Die Kraft der Bilder. Mit Lichtenberg glaube ich, dass das (unscharfe) metaphorische Bild dem Begriff Tiefe und Weite voraus hat: „Die Metapher ist weit klüger als ihr Verfasser und so sind viele Dinge. Alles hat seine Tiefen. Wer Augen hat zu sehen, sieht alles in allem.“ Daher setze ich auch auf die Produktivität der Missverständnisse. (zum Beispiel auch beim Lesen Walter Benjamins, dessen Bilderreichtum oder „raunendes“ Schreiben gerade nicht – wie ich finde – nur eine „richtige“ Lesart ermöglicht.)

  3. Nein. Da besteht kein Widerspruch zwischen Ihnen und mir (ich wundere mich schon fast und bin über mich selber erstaunt). „So wie es sein muß“ meinte ich nicht generalisierend, sondern es bezieht sich auf mich, auf den Augenblick. Zu einem anderen Zeitpunkt mag es angehen, daß ich Bilder und Texte kombiniere und zusammenlese.

    Die Produktivität des Mißverständnisses sollte eine Selbstverständlichkeit sein, vor allem für einen alten Derrida-Schüler wie mich.

    Und es existiert natürlich nicht nur eine einzige Lesart. Aber es gibt falsche Lesarten.

    Eine Metapher, ein Text sind immer klüger als ihr Autor.

  4. Auch ich habe zu danken. Waren es doch meine Erstaundungen in punto Kommandantura – Photographia immer eher als meine similia und contradicta oder commentaria in pagina Heideggeria sententiara, die mich immer wieder lockten.
    Habe mir also erlaubt meineigene Verlinkung dahingehend zu modifizieren. Danke nach Karlshorst.

  5. Vielen Dank und schön einmal wieder etwas vom Neuköllner Botschafter zu hören und vor allem auf seinem Blog zu lesen. Demnächst wird es hier (womöglich!) eine Neukölln-Serie geben.

  6. Vielen Dank für die Links. Ein angemessene Photographie, und auch die Bilder auf dem Blog sind ganz im Sinne einer gelungenen Dokumentation.

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