70 Jahre Luftschlacht um England

Diese haben wir nun dank Gottes stellvertretendem Überfliegender endlich gewonnen. Wir sind nicht nur Papst des Verstandes, sondern auch Papst des Herzens geworden. Der Blick der so genannten Queen, als sie so neben dem Papst stehen mußte, hat mir allerdings gut gefallen: Diese Mischung aus Ekel und Pflicht. (Klingt wie ein Werk des mittleren Sartre; könnte aber auch ein Sexspiel sein.)

Ich bin von diesem Wochenende etwas übermüdet, weil ich auswärts zwei Nächte schlecht schlief. Außerdem bin ich übellaunig, sehr sogar, weil mir morgen eine zweistündige Zahnarztbehandlung droht. Nein, sie droht nicht nur, sondern sie wird sich als gewiß erweisen, und sie wird sich 24 Stunden später als gewiß erwiesen haben. Unter solchen Bedingungen ist das sonntägliche Schreiben undenkbar. Nächste Woche gibt es dann wieder einen theoretisch-ästhetischen Text.

7 Gedanken zu „70 Jahre Luftschlacht um England

  1. Vielen Dank an alle meine Leser für diese zahlreichen mitfühlenden Wünsche. Es haben mich von überall her Zuschriften erreicht. Die Kommentarsektion war so voll, daß ich gar nicht alle Bekundungen der Solidarität veröffentlichen konnte.

    Ja, es ging alles soweit in Ordnung. Hätte besser laufen können. Aber das sagt man ja sogar manchmal nach dem Sex. Warum nicht auch einmal nach dem Zahnarztbesuch?

  2. Ich für meinen Teil weiß mich ganz gut aus der Affäre zu ziehen (ohne, dass ich das direkt auf das Thema Sex beziehen möchte): ich hatte einfach das Verhältnis einer zweistündigen Zahnbehandlung zu „Siebzig Jahre[n] Luftschlacht um England“ als so erbärmlich, und zwar zu Ihren Ungunsten, betrachtet, dass ich mir dachte, das sei sicher das letzte, was der Herr Stadtkommandant möchte: Mitleid und Anteilnahme (das wäre vom Titel her ein Anti-Sartre). Deswegen habe ich es unterdrückt, aber ich wollte eigentlich gleich gestern losflennen, weil ich Ihnen doch kaum eine Überlebenschance gegeben hatte. Gehirntumor und Kunstherz sind ja heute Routineangelegenheiten, das geht ja sogar ohne Anästhesie. Aber Zahnbehandlung? Ich freue mich jedenfalls, dass Sie so rege Anteil nehmen an sich: vier Kommentare gleich!
    Aléa

  3. Ja, wie sangen es bereits die legendären Lassie Singers in einer Cover-Version: „Ich bin alles, was ich habe auf der Welt. Ich bin alles, was ich will“ (Gut, ich habe freilich noch mehr Menschen, es gibt zum Glück auch andere. Ich will ja nicht kokettieren.)

    Danke auch noch einmal für das Adorno-Photo. Ich (schon wieder ich) bin bisher nicht zum Mail-Schreiben gekommen, weil ich diese Mail-Adresse für den Blog eigentlich eher selten nutze.

  4. Da sich der „Battle of Britain“ dieses Jahr zum 70. Mal jährt, zeigt die BBC einige Dokufilme zum Thema(http://www.bbc.co.uk/tv/seasons/battle-of-britain-season/). Besonders kurios und anrührig ist die Doku „Spitfire Women“ über eine international zusammengewürfelte Gruppe Frauen bei der Royal Airforce, die Bomber und Kampfflugzeuge flogen und an die Front ausgeliefert haben. Den Film kann man sich in zwei Teilen hier herunterladen:

    http://www.sendspace.com/file/wlue3a
    http://www.sendspace.com/file/bvmffs oder hier:
    http://www.rapidshare.com/files/419886913/Spitfire_Women.ST.part1.rar
    http://www.rapidshare.com/files/419904550/Spitfire_Women.ST.part2.rar

    Spitfire Women
    http://www.bbc.co.uk/programmes/b00tw1m1

    During World War Two, a remarkable band of female pilots fought against all odds for the right to aid the war effort. Without these Spitfire Women the war may never have been won.

    These trailblazers were part of the Air Transport Auxillary, a
    thousand-strong organisation that delivered aircraft to the frontline RAF
    during Britain’s darkest hours. Every day, responsibility fell on their
    shoulders to get the planes to the fighters which often pushed them into
    dangerous and even deadly situations.

    Using interviews with the last few surviving veterans, archive footage and
    dramatic reconstruction, this documentary brings to life the forgotten
    story of the ATA. The resilience of these women in the face of open
    discrimination is one of the most inspiring and overlooked milestones in
    women’s rights. Their story is one of courage, sexism and patriotism, but
    above all a story about women who want to break the confines of the world they live in and reach for the skies.

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