Der gelungenste Satz meines Lebens – Aufruf zum Gossenpoetenwettbewerb

Ich habe einen Wettbewerb schon zu Heidegger gemacht, leider, leider mit sehr geringem Erfolg. (Noch einmal rufe ich Dank an „Hanneswurst“, dessen Preisgeld ich verpraßte.) Doch ich ermüde keinesfalls, desillusioniere nicht. Ich treibe das jetzt auch mal mit Helene Hegemann und rufe hiermit einen Helene Hegemann-Intertextuell-Schreib-Ähnlichkeitswettbewerb aus.

Oder um keine Namen zu nennen, weil es mir eigentlich zu doof und zu billig ist, auf einer 17jährigen weiter herumzuhacken: Ich rufe den Dirty-Writing-Dirty-Writer-Wettbewerb aus. Wer mir den besten Gossenpoetensatz (oder Sätze) macht, der darf auf meinem Blog einen Beitrag veröffentlichen. Die Sätze sollen direkt in die Kommentarfunktion hineingeschrieben werden; ich zensiere nichts, sie sollten jedoch nicht zu lang sein, es kann sich um Geklautes, Eigenes, Herbeizitiertes, Verfremdetes handeln – ganz egal.

Dabei disclaime ich vorausschauend schon einmal, daß ich mir keinen dieser Sätze zu eigen mache und daß sie keinesfalls die Meinung, Ansichten, Weltanschauungen, Positionen von Bersarin wiedergeben. Denn Bersarin ist Proteus. Neuankömmlinge werden freigeschaltet, sobald ich sie bemerke. Und die übrigen, die hier manchmal etwas schreiben, sind ja bereits freigeschaltet.

Also: Hey ho let‘s go, wie schon die legendären „Ramones“ zu berichten wußten.

PS: Im Tag-Bereich schreibe ich – hintertextuell aus Publicity-Gründen – trotzdem Helene Hegemann, damit möglichst viele diesen Aufruf lesen und ihm folgen. Woll‘n doch mal sehen, was man so Lustiges mit der Sprache machen kann., damit die Sprache dann hinterher was mit uns macht. (Ich formuliere das so, weil hier gewiß viele junge Menschen lesen und ich, unerfindlich und ich weiß nicht warum, ein wenig wie ihr (schlechter) Deutschlehrer klingen möchte.)

8 Gedanken zu „Der gelungenste Satz meines Lebens – Aufruf zum Gossenpoetenwettbewerb

  1. jdkio

    すっごいよ!
    オナニー
    オナニー
    逆援助<
    SEX
    フェラチオ
    ソープ
    逆援助
    出張ホスト
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    中出し
    セックス
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    包茎
    逆援
    性欲

  2. @ オテモニャン
    brüskierend! empörend, gerade zu! schonungslos wird noch das letzte tabu großbuchstäblich zerschmettert. bravo! oder verbergen sich, schelm, unlauter hinter fremden lettern noch gewagtere unaussprechlichkeiten?
    so ahnend, find ich mich nah der erschütterung.

    @ bersarin:
    ich mag Ihre beiträge und das engagement, mit der Sie überlegungen zum ästhetischen anführen und disputable machen, weit, von dirty zu kirkeby (als gattungsexemple). der porn ist adorn‘ ka dorn im aug‘, sieht er doch gerade in der analyse dessen eine zugangsmöglichkeit, den treibenden zeitgeist klarer zu fassen: maschinerie des unberührten. (DA)
    an der hat auch hegemanns buch anteil. weniger weil sie dirty schreibt, eher weil die erlebnisse, die sie beschreibt, sie nicht wirklich angerührt zu haben scheinen. wäre das der fall gewesen, sie hätte sie als die erfahrung anderer geachtet, anstatt in poetry-coolness damit zu jonglieren (und nicht mal das hat sie prächtig) schade irgendwie. ihren film „torpedo“ finde ich in vielerei hinsicht bemerkenswert, und keineswegs nur geachtet ihres alters. oberflächlich ginge er gut auch als dirty durch, aber vielmehr ist er messerscharf – in der beobachtung und entrüstet sich über den coolplay mit coolplay.
    soweit, mit bestem gruß,
    lyra

  3. Was Sie zum Erfahrungsbegriff von Helene Hegemann schreiben, trifft die Sache sehr genau.

  4. „Ich glaube allen Ernstes noch an die Schönheit von Menschen, die bei sich selbst sind und sich nicht verbiegen lassen – eine Idiotenästhetik, eine Verliererästhetik.“

    (2te Fassung)

    ;-)

  5. Unterwegs auf der Route 66 zum Berghain, wo die Priester Jaspers durch die Pfeife schniefen. „Wo zum Borges ist unsere Würde geblieben,“ fragte der schwankende Melancholiker, das Jacket vom Stroboskoplicht zerstreift, „und wo ist Jarmuchs Brille?“

  6. Den Punkt bitte durch einen Doppelpunkt ersetzen ;-)

    オテモニャン s Kommentar ist sowieso unschlagbar ….

  7. Na ja, es darf auch ein Satz mehr sein, das ist schon ok. Ich schrieb ja auch, das Feld erweiternd, wengleich halbherzig „Sätze“.

    „オテモニャン s Kommentar ist sowieso unschlagbar ….“

    Nein, noch ist nichts entschieden, es sind ja bisher auch zu wenige Sätze geschrieben worden. Aber warten wir ab, und wer weiß, vielleicht steuert diesmal die Sowjetmacht, vertreten durch die Sowjetische Kommandantur Berlin-Karlshorst, auch ihren Teil bei.

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