Nazi-Aufmarsch in Berlin-Mitte (1)

Heute fand in Berlin ein Aufmarsch von Faschisten, nationalen Autonomen usw. statt. Es ging diesen Figuren um eine Kneipe in Niederschöneweide mit dem Namen „Zum Henker“, die Anlaufpunkt für nationale Sozialisten ist, um auf verarmtem ostdeutschen Boden ein gepflegtes deutsches Bier dort zu trinken. Wer aus Berlin ist, der weiß, was Sache ist. Wer nicht, hier kurz ein paar Informationen: Diese Kneipe „Zum Henker“ wurde kürzlich mit Molotow-Cocktails überfallen. Ein Nazi wurde schwer bzw. lebensgefährlich verletzt. Die Faschisten mutmaßen, daß es Linke gewesen seien (Nach ersten Ermittlungen ist dies jedoch nicht der Fall.). Insofern wurde heute am Alexanderplatz eine Demonstration gegen „linken“ „Terror“ durchgeführt, die quer durch Mitte zum S-Bahnhof Landsberger Allee ging. Hier die ersten Photographien. Weitere werden folgen. Was hier bei den jungen Männern teils ausschaut wie linke Autonome, das sind nationale Autonome, die Differenz liegt in ihren Handwerkerhosen mit doppelten Eingriff.

Eigentlich heißt dieser Blog ja Aisthesis, aber heute gibt es halt einmal etwas Anästhetisches.

 

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Nein, Oma ist keine Faschistin, wir haben das überprüft. Die ging da durch einen Zufall entlang.

 

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Alle Photographien: © Bersarin 2009

4 Gedanken zu „Nazi-Aufmarsch in Berlin-Mitte (1)

  1. Niemals vergessen! Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

    Die Tat berühre «die Integrität des zivilgesellschaftlichen Engagements gegen Rechtsextremismus und für Demokratie nicht«, sagte Bianca Klose, Leiterin der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR), gegenüber ND. Die MBR macht seit Monaten gegen den «Henker» mobil. «Das Engagement im Bezirk und der ganzen Stadt ist und bleibt unerlässlich.»

    Zu gegen sie nach dem Anschlag im Internet ausgesprochenen Drohungen wollte sich Klose vorerst nicht äußern. Sie prüfe derzeit noch, wie sie damit umgehen werde. «Ich sehe, dass die rechte Szene die Tat als Vorwand nimmt, mich und andere, die beim zivilgesellschaftlichen Engagement gegen Rechtsextremismus ihr Gesicht gezeigt haben, zu bedrohen», sagte Klose.

    Auf einer rechten Internetseite heißt es «Vielleicht hat ja Bianca Klose auch mal Lust auf eine kleine Schwimmstunde im Landwehrkanal – wie damals Rosa Lux», oder «Bianca Klose, sichten und v… … .!», was «vernichten» heißen dürfte. Der braune Aufzug steht unter dem Motto «Vom nationalen Widerstand zum nationalen Angriff».

    Aktuelle Infos: http://www.mbr-berlin.de

    Lieber Bersarin, ich zwinge mich nicht schon wieder Komplimente über Deine photographischen Qualitäten abzugeben. – Ich habe 3 Jahre in der (sic!) Seelenbinderstrasse gewohnt, Du weißt vermutlich, wer meine Nachbarn waren: Das Amtsgericht und das Haus mit dem grünen 24h Automobil vor der Tür. Ich recke trotz durchwachter Nacht und Grippe meine rechte Faust wie Thälmann an der Greifswalder Strasse und stimme ein:

    Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

    http://sukkulent.wordpress.com/2009/07/28/gutted/#comment-64

  2. Pingback: Da ham wa sie! « Metalust & Subdiskurse Reloaded

  3. Lieber Botschafter

    Danke für diesen ausführlichen Text. Ja, es zeigt, was für ein Kaliber da unterwegs ist. Seelenbinderstraße sagt alles.

    Das schlimmste an solchen Demos ist, daß man sich diese Blödsinn, der da aus denLautsprechern kommt, die ganze Zeit über anhören muß, ohne etwas dagegen sagen und machen zu können, weil es sonst mit der Arbeit vorbei wäre. Man ist froh über die Gegendemonstranten, die den Zug diesmal, aus einigem Abstand heraus allerdings, wenigstens lautstark begleiten durften.

  4. Was hier bei den jungen Männern teils ausschaut wie linke Autonome, das sind nationale Autonome, die Differenz liegt in ihren Handwerkerhosen mit doppelten Eingriff.

    LOL.
    Tja, ich hab mich ja schon immer gefragt, was eigentlich der Unterschied zwischen dem Gesocks ist… jetzt weiß ich’s ;).

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