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	<title>AISTHESIS</title>
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	<description>Texte zur Ästhetik, Philosophie und Kunstkritik</description>
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		<title>10 Jahre „Tristesse Royale“</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 21:10:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bersarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Balzer]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Bessing]]></category>
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		<description><![CDATA[Zugegeben: ich habe als geistig Bessergestellter dieses Buch niemals lesen müssen, und keiner dieser fünf Herren hat mich sonderlich interessiert. Es gibt deshalb keinen vernünftigen Grund, um an dieses Buch zu erinnern, außer den, daß es in der Berliner Zeitung vom 15. Dezember in der Glosse „Unterm Strich“ einen Artikel dazu gab mit dem Titel [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=2039&subd=bersarin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Zugegeben: ich habe als geistig Bessergestellter dieses Buch niemals lesen müssen, und keiner dieser fünf Herren hat mich sonderlich interessiert. Es gibt deshalb keinen vernünftigen Grund, um an dieses Buch zu erinnern, außer den, daß es in der Berliner Zeitung vom 15. Dezember in der Glosse „Unterm Strich“ <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/1215/feuilleton/0013/index.html">einen Artikel</a> dazu gab mit dem Titel „Zehn Jahre Joachim“. Und zwar wurde eine Rezension noch einmal abgedruckt, die Jens Balzer vor zehn Jahren zu diesem Buch schrieb. Nun verhält es sich so, daß Balzer in der „Berliner Zeitung“ zuweilen lustige Texte und manche böse Musikkritik schreibt. Es befindet sich, wie es nun einmal beim Schreiben so ist, manches Gutes, aber auch das eine oder andere Schlechte darunter. Diese Kritik aber ist sehr treffend, gibt sie doch auf kleinem Raum die Stimmung jener 90er Jahre ganz gut wieder. Das war in Berlin nicht anders als in Hamburg und wird womöglich sogar in Frankfurt oder Bremen so gewesen sein. Es geht in dieser Kritik also um Joachim, genauer um Joachim Bessing. Hier ein paar schöne Zitate aus dem Text, die den Leser an diese eigentlich lustige, oft wundervolle Zeit erinnern sollen: </p>
<p style="padding-left:30px;">„Es ist hier von der enttäuschten Liebe zu einem beeinflussbaren jungen Mann zu berichten. Joachim war süße 21, als wir uns trafen, und gerade aus einem schwäbischen Dorf nach Hamburg gezogen: in die WG eines befreundeten Comiczeichners. Für das Klo dieses ersten Quartiers hatte er als Einzugsgeschenk ein kleines Plakat selbst gedruckt: ‚Ich lese Foucault, weil es in Hamburg auch einen Michel gibt.‘ Auch lag auf dem Kaffeetisch in seinem Zimmer dekorativ ‚Die Ordnung der Dinge‘ drapiert. Nach dem Zustand des Buches zu urteilen, hatte Joachim darin noch keine einzige Zeile gelesen. Aber er wusste immerhin aus Gesprächen, dass es darin um eine ‚Absage an den alten Subjektbegriff‘ ging. Dessen intellektuelle Kritik schien ihm die passende Ergänzung zu seinen zuletzt gesammelten Schallplatten zu sein: eine allerdings eindrucksvolle Auswahl an neuester niederländischer Gabba-Musik (‚Alles nar de klöten‘). Zum polyrhythmischen Geholze vom Plattenteller versuchte der junge Student, seine Gäste mit einem veritablen Pop-Theorie-Diskurs zu beeindrucken: War denn dieses anonym veröffentlichte, keinem identifizierbaren Schöpfer-Ich zuzuordnende Soundmaterial nicht der angemessenste Ausdruck einer subjektlosen Ästhetik? Dazu reichte er einen Salat aus ungeschälten, ungewaschenen Nicht-Bio-Gurken. Nur wer trotzdem aß, bewies damit, dass er die letzten Reste des zu verdammenden Hippietums in sich erfolgreich bekämpft hatte. Was wäre weniger ich-umsorgt als der Genuss gespritzten Gemüses!</p>
<p style="padding-left:30px;"> Menschen wie Joachim gab es, um 1992 herum, plötzlich sehr viele in Hamburg. Wie er, kamen sie meist aus der Gegend von Stuttgart und wirkten schon aus Gründen des Regionalkolorits hyperaktiv; fast alle versuchten, diese Disposition zu einer Art nervösem Intellektuellenstil auszubauen. Joachim hatte die Pose am besten geübt: Er wechselte bei seinem irren Gerede ständig die Lautstärken und gestikulierte wild mit den Armen. Natürlich interessierte er sich nicht im geringsten für das Pro und das Kontra in der Bewusstseinsphilosophie; die politischen Ansichten, die er vertrat, waren im Wesentlichen Quatsch. Doch in der entschlossenen Verquickung von Glamour und ‚Theorie‘ verkleidete er sein Nichtwissen im schönsten Spiel. Selten war Vortäuschung von Intellekt so unterhaltsam und sexy.“</p>
<p> Genau so ist es gewesen, auch mit Menschen, die nicht Joachim hießen. Das, was ich dem Poststrukturalismus so sehr übel nehme, sind die Rezeptionssubjekte, die er hervorbrachte. Ja, in solchen Augenblicken konnte man schwach werden, weil ich es ob des Geschwaffels nicht mehr aushielt, und machte den schönen Schwenk zu Habermas, zu Kant, zu Aristoteles, zu Hegel und von dort, holistisch passend, zu Luhmann, um wieder bei Adorno anzugelangen. Einzig an den Denk-Orten der Antike und beim Deutschen Idealismus plus Vorstufe Kant war man halbwegs sicher vor solchen Leuten. Warum hatten sie sich ausgerechnet Derrida und Foucault als Opfer ausgesucht?</p>
<p style="padding-left:30px;">„Während all der Jahre, in denen ich Joachim hungrig durch die weite Welt der Subkulturen streifend wähnte, hat er nämlich bloß den banalsten aller Boheme-Karrierewege beschritten: Er ist ein ‚Pop-Literat‘ geworden. Als solcher posiert er auf dem Einband eines preiswerten Paperbacks inmitten eines Quintetts junger Dichterdarsteller, die über den richtigen ‚Stil‘ bramarbasieren. Lange hat mich kein Bild, kein Buch mehr so ratlos gelassen. Der schönste Hysteriker von damals: innig vereint mit den trübsten Typen von heute, mit Ironiker-Zombies und schreibenden Polohemden. Gemeinsame Bekannte, denen das Bild vorgelegt wurde, verweigerten betreten den Kommentar.</p>
<p style="padding-left:30px;"> Doch vielleicht hat Joachim ja wirklich den Ort gefunden, an den er sich schon immer sehnte: den locus amoenus des Anti-Subjekts. So wenig ‚Ich‘ hat man jedenfalls selten gesehen wie auf den Gesichtern seiner neuen Kumpane. Zwar gereicht denen Halbwissen und Großmäuligkeit keineswegs zu einer erotischen Aura. Doch ist der Appeal des grauen Geschäfts wohl auch für Joachim jetzt sexy genug.“</p>
<p> Ja, eine schöne Kritik, eine Kritik, die gelungen ist und die trifft, weshalb ich sie an diesem Ort so ausführlich wiedergebe.</p>
Posted in Literatur Tagged: Jens Balzer, Joachim Bessing, Tristesse Royale <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bersarin.wordpress.com/2039/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bersarin.wordpress.com/2039/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bersarin.wordpress.com/2039/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bersarin.wordpress.com/2039/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bersarin.wordpress.com/2039/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bersarin.wordpress.com/2039/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bersarin.wordpress.com/2039/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bersarin.wordpress.com/2039/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bersarin.wordpress.com/2039/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bersarin.wordpress.com/2039/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=2039&subd=bersarin&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Zum 150. Todestag von Wilhelm Grimm</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 21:32:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bersarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Todestage]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Korbes]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelm Grimm]]></category>

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		<description><![CDATA[Einer meiner Lieblingstext aus den Grimmschen Märchen, und der soll, vom Ende her gedacht recht passend, zum Anlaß des heutigen Tages natürlich nicht vorenthalten werden. All die schöne Wesen und Dinge, die sich da nebeneinander und miteinander versammeln; ein geradezu kommunikatives Geschehen, Tiere und Dinge sprechen sich ab, ein Treffen von Nähmaschine und Regenschirm auf [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=2035&subd=bersarin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Einer meiner Lieblingstext aus den Grimmschen Märchen, und der soll, vom Ende her gedacht recht passend, zum Anlaß des heutigen Tages natürlich nicht vorenthalten werden. All die schöne Wesen und Dinge, die sich da nebeneinander und miteinander versammeln; ein geradezu kommunikatives Geschehen, Tiere und Dinge sprechen sich ab, ein Treffen von Nähmaschine und Regenschirm auf dem Operationstisch; fast zumindest. Auf alle Fälle aber ein ungewohntes, eigenwilliges Zusammentreffen. </p>
<p>Da reist eine zunächst kleine, dann aber stetig anwachsende Gesellschaft, die am Ende dem Menschen das letzte Geschenk darbringt. Die Ordnung der Dinge, die den Tod des Subjekts betreibt. Ob sich diese am Ende strategisch operierenden Gesellen zufällig getroffen haben, oder mag es verabredet gewesen sein? Sicherlich kannte Franz Kafka dieses Märchen. </p>
<p style="text-align:center;"><strong>Herr Korbes</strong> </p>
<p style="padding-left:30px;">Es war einmal ein Hühnchen und ein Hähnchen, die wollten zusammen eine Reise machen. Da baute das Hähnchen einen schönen Wagen, der vier rote Räder hatte, und spannte vier Mäuschen davor. Das Hühnchen setzte sich mit dem Hähnchen auf, und sie fuhren miteinander fort. Nicht lange, so begegnete ihnen eine Katze, die sprach »wo wollt ihr hin?« Hähnchen antwortete</p>
<p style="padding-left:30px;"> „als hinaus<br />
nach des Herrn Korbes seinem Haus.“ </p>
<p style="padding-left:30px;">„Nehmt mich mit,“ sprach die Katze. Hähnchen antwortete „recht gerne, setz dich hinten auf, daß du vornen nicht herabfällst. </p>
<p style="padding-left:30px;">Nehmt euch wohl in acht,<br />
daß ihr meine roten Räderchen nicht schmutzig macht.<br />
Ihr Räderchen, schweift,<br />
ihr Mäuschen, pfeift,<br />
als hinaus<br />
nach des Herrn Korbes seinem Haus.“ </p>
<p style="padding-left:30px;">Danach kam ein Mühlstein, dann ein Ei, dann eine Ente, dann eine Stecknadel, und zuletzt eine Nähnadel, die setzten sich auch alle auf den Wagen und fuhren mit. Wie sie aber zu des Herrn Korbes Haus kamen, so war der Herr Korbes nicht da. Die Mäuschen fuhren den Wagen in die Scheune, das Hühnchen flog mit dem Hähnchen auf eine Stange, die Katze setzte sich ins Kamin, die Ente in die Bornstange, das Ei wickelte sich ins Handtuch, die Stecknadel steckte sich ins Stuhlkissen, die Nähnadel sprang aufs Bett mitten ins Kopfkissen, und der Mühlstein legte sich über die Türe. Da kam der Herr Korbes nach Haus, ging ans Kamin und wollte Feuer anmachen, da warf ihm die Katze das Gesicht voll Asche. Er lief geschwind in die Küche und wollte sich abwaschen, da spritzte ihm die Ente Wasser ins Gesicht. Er wollte sich an dem Handtuch abtrocknen, aber das Ei rollte ihm entgegen, zerbrach und klebte ihm die Augen zu. Er wollte sich ruhen und setzte sich auf den Stuhl, da stach ihn die Stecknadel. Er geriet in Zorn, und warf sich aufs Bett, wie er aber den Kopf aufs Kissen niederlegte, stach ihn die Nähnadel, so daß er aufschrie und ganz wütend in die weite Welt laufen wollte. Wie er aber an die Haustür kam, sprang der Mühlstein herunter und schlug ihn tot. Der Herr Korbes muß ein recht böser Mann gewesen sein.</p>
Posted in Aufklärung, Literatur, Todestage Tagged: Herr Korbes, Wilhelm Grimm <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bersarin.wordpress.com/2035/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bersarin.wordpress.com/2035/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bersarin.wordpress.com/2035/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bersarin.wordpress.com/2035/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bersarin.wordpress.com/2035/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bersarin.wordpress.com/2035/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bersarin.wordpress.com/2035/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bersarin.wordpress.com/2035/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bersarin.wordpress.com/2035/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bersarin.wordpress.com/2035/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=2035&subd=bersarin&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Tannöd</title>
		<link>http://bersarin.wordpress.com/2009/12/13/tannod/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 09:26:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bersarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Maria Schenkel]]></category>
		<category><![CDATA[Krimis]]></category>
		<category><![CDATA[Tannöd]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ein paar Wochen lief der Film „Tannöd“ im Kino an. Er ist, wenn man den Kritiken folgt, eher schlecht zu nennen. Sowieso sind Literaturverfilmungen meist heikel und mißglücken. Interessant mag der Film allenfalls für die sein, welche Monica Bleibtreu in ihrer letzten Rolle sehen möchten. Doch immerhin brachte der Film ein Gutes für den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=2031&subd=bersarin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Vor ein paar Wochen lief der Film „Tannöd“ im Kino an. Er ist, wenn man den Kritiken folgt, eher schlecht zu nennen. Sowieso sind Literaturverfilmungen meist heikel und mißglücken. Interessant mag der Film allenfalls für die sein, welche Monica Bleibtreu in ihrer letzten Rolle sehen möchten. Doch immerhin brachte der Film ein Gutes für den Buchhandel und den Nautilus Verlag, denn ich dachte bei mir „Ach Bersarin, warum nicht einmal wieder nach langer Zeit einen Krimi lesen?“ Zudem übt ein sechsfacher brutaler Mord immer eine gewisse Faszination aus.</p>
<p>Nun ist es aber mit Krimis, die von Frauen geschrieben wurden, eine besondere Sache. Ich habe da meine Vorurteile, und es verhält sich ein wenig wie mit „Tatorten“, wo Kommissarinnen ermitteln: diese langweilen mich in der Regel furchtbar und rufen einen leider nicht heilsamen Schrecken hervor: Wenn ich die ansonsten großartige Eva Mattes als Kommissarin sehe, dann graust es mich; Charlotte Lindholm alias Maria Furthwängler ist ein Alptraum, Andrea Sawatzki macht mich aggressiv. Was Krimiautorinnen betrifft, muß ich allerdings zugeben, daß ich gar nicht so viele kenne. Mir haben ein paar Sätze von Patricia Highsmith gereicht, um krimischreibende Frauen für furchterregend, spannungszerstörend, unliterarisch zu halten. Andererseits gibt es natürlich Thea Dorn, deren Krimis mir gut gefallen haben. Doch mag hier der für den Kritiker verhängnisvolle Fall von Beeinflussung vorliegen, und ich werfe womöglich das Aussehen mit der literarischen Qualität zusammen; idealisiere wegen ersterem letztere. Ach, Thea Dorn, meine Augenweide.</p>
<p>Aber ich schweife vom Wesentlichen ab, also zurück auf Anfang. „Bersarin, warum nicht einmal einen Krimi kaufen“, dachte ich mir also, und pflugs fuhr ein Kradmelder der Sowjetischen Kommandantur Karlshorst in den Westteil dieser geteilten Stadt, wo er in einer jener schönen Buchhandlungen, die noch aussehen wie früher, das Buch bestellte. Artig sagte mein braver Fahrer in seinem schlechten Deutsch mit dem unverkennbar georgischen Akzent: „ Ich hätte gerne einmal von Andrea Maria Schenkel das Buch ‚Tannöd‘. Aber bitte in der Ausgabe mit der Zeichnung von Tomi Ungerer vorne drauf.“ „Das müssen wir bestellen.“ Ich setze jenen Bestelldialog, den der Kradmelder mit der freundlichen Buchhändlerin führte, nicht fort, sondern komme sogleich zum Buch selber.</p>
<p>Zum Anfang erzählt ein Mann oder eine Frau, die in jenes Dorf aus der Kindheit fährt, wo gerade eine Bauernfamilie sowie ihre Magd ermordet wurden. Das einst von der Erzählerin als schön erinnerte Dorf im ersten Jahr nach dem Krieg wurde einige Jahre später zum „Morddorf“. Die Fakten, welche diesem Krimi zugrunde liegen, dürften hinlänglich bekannt sein. Schließlich wurde um diesen Kriminalroman ein Plagiatsprozeß geführt, den die Autorin gewonnen hat. Denn der Krimi fußt auf einer wahren Begebenheit, die allerdings von der Autorin aus den zwanzigern in die fünfziger Jahre verlegt wurde.</p>
<p>Dieser Besuch des Erzählers, der eigentlich eher ein Beobachter und Sammler von Fakten ist, gibt den Auftakt zu einem Roman, der wie ein Puzzle funktioniert: Stück für Stück fügen sich die Teile, bis sich zum Schluß die Tat aufklärt. Aber natürlich machen wir es nicht wie einst Wolfgang Neuss, der zum sechsteiligen Fernseh-Krimi „ Das Halstuch“ den Täter verraten hat.</p>
<p>Nein, mit dem Vater der ermordeten Familie konnte man wenig Mitleid haben: Ein Mann, der unter den Augen seiner Frau vermutlich seine Tochter mißbrauchte und mit ihr zwei Kinder zeugte. Beliebt war diese als geizig verschrieene und verluderte Familie, die etwas abseits eines kleinen bayrischen Dorf auf dem Tannöd-Hof lebte, nicht.</p>
<p>Viele aus dem Dorf kommen zu Wort, um eine Begebenheit zu rekonstruieren: so Betty, die Schulkameradin des ermordeten Tannöd-Mädchens, die Bewohner des Nachbarhofes, ein Monteur, der auf dem Tannöd-Hof eine Reparatur ausführte. Aber auch die Innenperspektiven der Enkelin oder die der Magd werden, sozusagen rückblickend, erzählt. Dadurch entsteht eine Unheimlichkeit, weil man bereits Tote sprechen hört. Kompositorisch ist das interessant gemacht und gut geschachtelt. Spannungsbögen bauen sich auf, so daß man das Buch in einem Zuge weiterliest. Mancher Dorfbewohner erhebt seine Stimme, mutmaßt, streut Gerüchte, wie es so üblich ist.</p>
<p>Auch der kleinen Enkelin des Bauern, die nachts aus ihrem Bettchen aufsteht, folgt die Erzählung; bis hin zu jenem einschneidenden Moment, bis zu jener letzten Sekunde, die zwischen Leben und Tod liegt: „Sie ruft nach ihrer Mutter. Nach ihrer Großmutter. Aber es kommt keine Antwort.</p>
<p>Das Mädchen geht durch den langen düsteren Futtergang. Sie zögert, bleibt stehen. Ruft erneut nach ihrer Mutter, nach ihrer Großmutter. Diesmal etwas lauter. Wieder keine Antwort.</p>
<p>Im Stall sieht sie das Vieh angebunden, mit Ketten an den eisernen Ringen des Futterbarrens. Die Leiber der Kühe bewegen sich ruhig. Der Raum ist nur durch eine Petroleumlampe erleuchtet.</p>
<p>Am Ende des Futtergangs sieht Marianne, dass die Tür zum Stadel offen steht.<br />
Ihre Mutter wird im Stadel sein. Sie ruft erneut nach der Mutter, wieder ohne Antwort.<br />
Sie geht den Gang weiter entlang in Richtung Stadel. Aber an der Tür bleibt sie erneut und unschlüssig stehen. Keinen Laut vernimmt sie aus dem Dunkel. Sie atmet tief durch und geht hinein.“</p>
<p>Karg ist die Sprache des Buches. Keine Metaphern, nichts Ausuferndes trifft man da an. Doch gerade durch diese Reduktion entfaltet diese Sprache das ländliche Szenario, diese Lebenswelt eines abgeschiedenen Dorfes sehr viel besser als die Sprache des trivialen Heimatromans in ihrem Ausufernden. Sicherlich steht dieser Krimi der Heimatgeschichte in vielem nahe. Durch das Karge jedoch ruft er ein eigentümliches Verhältnis von Nahe und gleichzeitiger Distanz zu dem Dörflichen hervor. Nichts ist affirmativ, nichts ist kritisch. Es bleiben die Fakten, dargeboten aus verschiedenen Perspektiven; eine (fast polizeiliche) Annäherung an die Grausamkeit, an das Irrationale, das seinen Gründen folgt.</p>
<p>Zum Ende hin machen wir es also nicht wie Neuss, und es sei nur soviel gesagt, daß ich von der Auflösung dieses Falls zunächst ein wenig enttäuscht war. Aber das Leben ist eben manchmal ganz profan. Insofern paßt der Schluß des Krimis dann doch ganz gut. Ein Kunstwerk echt wie das Leben, nur leider etwas zu knapp geraten. Man wünschte sich mit dieser kompositorischen Technik eine längere Strecke; die Autorin hätte ruhig ein wenig mehr fortfahren und in das Detail gehen können. Insofern wurde mit diesem eigentlich gelungenen Buch zugleich auch eine schöne Chance verspielt.</p>
Posted in Literatur Tagged: Andrea Maria Schenkel, Krimis, Tannöd <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bersarin.wordpress.com/2031/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bersarin.wordpress.com/2031/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bersarin.wordpress.com/2031/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bersarin.wordpress.com/2031/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bersarin.wordpress.com/2031/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bersarin.wordpress.com/2031/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bersarin.wordpress.com/2031/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bersarin.wordpress.com/2031/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bersarin.wordpress.com/2031/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bersarin.wordpress.com/2031/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=2031&subd=bersarin&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Dem Ruf des Seins folgend</title>
		<link>http://bersarin.wordpress.com/2009/12/10/dem-ruf-des-seins-folgend/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 21:22:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bersarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musikalisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch einmal möchte ich auf den Aufruf zum Heidegger-look-alike-contest der Sowjetischen Kommandantur Berlin-Karlshorst hinweisen. Es wäre wünschenswert, der Anrufung nachzukommen. Denn bisher erreichte uns keine Einsendung.
Als freundliche Einladung spielen wir dieses Animationsvideo:

Also: Wir sind gespannt auf die ausgefallenen Einsendungen, auch auf die Kritik der Fundamentalontologie: Laßt tausend Blumen blühen!
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			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Noch einmal möchte ich auf den <a href="http://bersarin.wordpress.com/2009/11/27/aufruf-zum-heidegger-think-alike-look-alike-contest/">Aufruf zum Heidegger-look-alike-contest</a> der Sowjetischen Kommandantur Berlin-Karlshorst hinweisen. Es wäre wünschenswert, der Anrufung nachzukommen. Denn bisher erreichte uns keine Einsendung.</p>
<p>Als freundliche Einladung spielen wir dieses Animationsvideo:</p>
<p><object width="450" height="363"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/JbB1s7TZUQk&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/JbB1s7TZUQk&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="363" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Also: Wir sind gespannt auf die ausgefallenen Einsendungen, auch auf die Kritik der Fundamentalontologie: Laßt tausend Blumen blühen!</p>
Posted in Musikalisches  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bersarin.wordpress.com/2025/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bersarin.wordpress.com/2025/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bersarin.wordpress.com/2025/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bersarin.wordpress.com/2025/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bersarin.wordpress.com/2025/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bersarin.wordpress.com/2025/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bersarin.wordpress.com/2025/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bersarin.wordpress.com/2025/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bersarin.wordpress.com/2025/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bersarin.wordpress.com/2025/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=2025&subd=bersarin&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Über Geschmack</title>
		<link>http://bersarin.wordpress.com/2009/12/04/uber-geschmack/</link>
		<comments>http://bersarin.wordpress.com/2009/12/04/uber-geschmack/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 15:23:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bersarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ästhetische Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Geschmack]]></category>
		<category><![CDATA[John Waters]]></category>

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		<description><![CDATA[Da ich im Beitrag zu Adorno und seinen Aufsatz zum Fetischcharakter von der Kategorie des Geschmacks schrieb, die im 18. Jahrhundert für die Emanzipation des Bürgertums eine so große Bedeutung hatte, so möchte ich an dieser Stelle einen anderen Aspekt hinsichtlich des Geschmacks eröffnen: Für eine im emphatischen, starken Sinne verstandene Ästhetik taugt diese Kategorie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=2020&subd=bersarin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Da ich im <a href="http://bersarin.wordpress.com/2009/11/07/adorno-und-die-„musik-in-der-verwalteten-welt“/">Beitrag zu Adorno und seinen Aufsatz zum Fetischcharakter</a> von der Kategorie des Geschmacks schrieb, die im 18. Jahrhundert für die Emanzipation des Bürgertums eine so große Bedeutung hatte, so möchte ich an dieser Stelle einen anderen Aspekt hinsichtlich des Geschmacks eröffnen: Für eine im emphatischen, starken Sinne verstandene Ästhetik taugt diese Kategorie aus den bekannten Gründen nicht mehr. Ästhetische Urteile sind weniger Geschmacksurteile, sondern sie kommen, wie es Adorno formuliert, vielmehr dem Erkenntnisurteil nahe; sie handeln von der Wahrheit des Kunstwerks oder ein wenig mit Habermas gesprochen: Sie rekurrieren auf die interne Stimmigkeit/Wahrhaftigkeit, wobei ich den Ausdruck „Wahrhaftigkeit“ im Rahmen der Ästhetik für eher mißglückt halte; denn er trifft das Kunstwerk in seinem Gemachtsein unzureichend, zudem ist der Begriff moralisch konnotiert. (Man muß allerdings hinzusetzten, daß Habermas den Ausdruck „wahrhaftig“ nicht ausschließlich für den ästhetischen Bereich reservierte.)</p>
<p>Doch egal wie es sich verhalten mag: Geschmack als ästhetischer Begriff ist abgelebt und als Gestalt des Lebens nicht nur alt geworden, sondern bereits verstorben. Als emanzipatorische Kraft taugt jener Begriff schon lange nicht mehr. Völlig unzureichend mittels dieser Kategorie etwas vom ästhetischen Objekt zu erfahren. Ob einer Tschaikowskys „Schwanensee“ als schön empfindet, sagt nichts über die Oper, verrät jedoch einiges über den Urteilenden. (Womöglich sogar, daß er keinen Geschmack habe. Es bestünde aber sehr wohl die Möglichkeit, diese Oper subjektiv als schön und dennoch als zugleich ästhetisch vollständig mißlungen zu kennnzeichnen.) Insofern hat mittlerweile der Geschmack ganz woanders seinen Ort gefunden. Vor allem im Gebiet der (sozialen) Distinktionen wirkt der Begriff: Jene, die Geschmack habe, und die, welche durchfallen: Design/Style vs schlechter Geschmack, szenig sein und nicht-szenig sein: Kreuzberg vs Steglitz, Friedrichshain gegen Wilmersdorf, in der Schanze oder in Tonndorf wohnen.</p>
<p>Wollte man den Begriff des Geschmacks noch der Ästhetik zuschlagen, muß man diesen im Sinne des Begriffs der Aisthesis weit fassen, so daß etwa das ganze Reich des Sinnlichen, die lebensweltlichen Bereiche dort hineinfallen: der Habitus, der Stil, das Design. Vor allem aber hängt Geschmack zusammen mit Definitionsmacht. Er verschafft Orientierung im eigenen Feld, er unterscheidet In- und Out-Groups.</p>
<p>Doch lassen wir nun <a href="http://www.zeit.de/2009/49/Interview-John-Waters">John Waters</a> zum Geschmack sprechen, um dessentwillen ich diesen kurzen Text schrieb:</p>
<p>„ZEIT: Irgendwie sind Sie immer noch der König des schlechten Geschmacks.</p>
<p><em>Waters</em>: Der König des <em>guten</em> schlechten Geschmacks! Es gibt auch schlechten.</p>
<p>ZEIT: Wo liegt der Unterschied?</p>
<p><em>Water</em>s: Guter schlechter Geschmack blickt zu seinem Objekt auf und macht sich nicht darüber lustig. Er hängt nicht von Geld oder Bildung ab. Ein älteres Ehepaar, das vor seinem Wohnwagen sitzt und auf rosa Blechflamingos blickt, ist einfach schön. Das ist guter schlechter Geschmack. Der Yuppie, der diese Figuren in seinem Garten aufstellt, macht sich hingegen über die Menschen lustig, denen sie gefallen. Der beste schlechte Geschmack besteht darin, sich völlig ohne Ironie schlecht anzuziehen. Diese Leute wissen oft gar nicht, wie großartig sie aussehen. Und der schlechteste schlechte Geschmack besteht darin, sich verbissen für geschmackvoll zu halten. Schauen Sie sich Victoria Beckham an. Sie sieht immer aus, als hätte sie gerade etwas Schlechtes gerochen.</p>
<p>ZEIT: Sind Sie ein Geschmackshumanist?</p>
<p><em>Waters</em>: Vielleicht.</p>
<p>ZEIT: Gehen Sie manchmal auch mit sich selbst geschmacklos um?</p>
<p><em>Waters:</em> Ich habe mir mal eine Reihe von Schlagzeilen zu meinem Tod vorgestellt. Am besten gefiel mir: ‚John Waters von Müllauto überrollt.‘“</p>
<p>Und zum Schluß noch diese schönen Sätze, einige Gesprächsminuten zuvor:</p>
<p>„Ich liebe Ingmar Bergman. Eine unterschätzte Leistung von ihm ist, dass er als erster Regisseur das Kotzen im Kino gesellschaftsfähig machte. Heute sieht man in jedem zweiten Hollywoodfilm jemanden kotzen. Man gewinnt keinen Oscar mehr, ohne es zu tun. Noch dazu hat Ingmar Bergman den ersten Sexfilm gedreht, den wir damals in Baltimore sahen. Tatsächlich hatten sie einfach die Dialoge aus einem Bergman-Film herausgeschnitten und die Titten drin gelassen. Sie nannten ihn „Die Sünden der Monika“. Zusammen mit Divine habe ich Bergmans „Die Stunde des Wolfes“ auf LSD gesehen. Dazu muss man Fan sein!“</p>
Posted in Ästhetische Theorie Tagged: Ästhetik, Geschmack, John Waters <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bersarin.wordpress.com/2020/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bersarin.wordpress.com/2020/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bersarin.wordpress.com/2020/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bersarin.wordpress.com/2020/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bersarin.wordpress.com/2020/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bersarin.wordpress.com/2020/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bersarin.wordpress.com/2020/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bersarin.wordpress.com/2020/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bersarin.wordpress.com/2020/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bersarin.wordpress.com/2020/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=2020&subd=bersarin&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Berlin – Hohenschönhausen (4 und Ende)</title>
		<link>http://bersarin.wordpress.com/2009/12/02/berlin-%e2%80%93-hohenschonhausen-4-und-ende-2/</link>
		<comments>http://bersarin.wordpress.com/2009/12/02/berlin-%e2%80%93-hohenschonhausen-4-und-ende-2/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 16:42:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bersarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[20 Jahre keine DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Photographie]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenkstätte Hohenschönhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Hohenschönhausen]]></category>

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		<description><![CDATA[20 Jahre keine DDR (Teil 13)
Nicht mehr ganz ein Jahr haben wir noch vor uns, bis diese Serie ins Ende gehen muß. So zeigen wir also einmal wieder ein paar Photographien zur gefälligen Ansicht. Sputen müssen wir uns bis zum nächsten 3. Oktober. (Demnächst gibt es Photographien rund um den Alexanderplatz.)
Die vier Teile Hohenschönhausen zeigen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=2010&subd=bersarin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>20 Jahre keine DDR (Teil 13)</strong></p>
<p>Nicht mehr ganz ein Jahr haben wir noch vor uns, bis diese Serie ins Ende gehen muß. So zeigen wir also einmal wieder ein paar Photographien zur gefälligen Ansicht. Sputen müssen wir uns bis zum nächsten 3. Oktober. (Demnächst gibt es Photographien rund um den Alexanderplatz.)</p>
<p>Die vier Teile Hohenschönhausen zeigen unter anderem die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gedenkstätte_Berlin-Hohenschönhausen">Untersuchungshaftanstalt der ehemaligen Staatssicherheit der DDR</a> sowie die unmittelbare Umgebung. Zu DDR-Zeiten war dieses Gebiet ein Sperrbereich. Lohnenswert ist es, einmal an einer Führung in der jetzigen Gedenkstätte teilzunehmen.</p>
<p><span style="color:#000000;">X</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;"><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_01_1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1984" title="09_12_01_1" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_01_1.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></span></p>
<p><span style="color:#000000;">x</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;"><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_01_2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1985" title="09_12_01_2" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_01_2.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></span></p>
<p><span style="color:#000000;">x</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;"><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1986" title="09_12_1_3" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_3.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></span></p>
<p><span style="color:#000000;">x</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;"><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1987" title="09_12_1_4" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_4.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></span></p>
<p><span style="color:#000000;">x</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1988" title="09_12_1_5" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_5.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></span></p>
<p><span style="color:#000000;">X </span></p>
<p><span style="color:#000000;"><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_6.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1989" title="09_12_1_6" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_6.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></span></p>
<p><span style="color:#000000;">X</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_7.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1990" title="09_12_1_7" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_7.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></span></p>
<p><span style="color:#000000;">X</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_8.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1991" title="09_12_1_8" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_8.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></span></p>
<p><span style="color:#000000;">X</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_9.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1992" title="09_12_1_9" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_9.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></span></p>
<p><span style="color:#000000;">X</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_10.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1993" title="09_12_1_10" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_10.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></span></p>
<p><span style="color:#000000;">X</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_11.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1994" title="09_12_1_11" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_11.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></span></p>
<p><span style="color:#000000;">X</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_12.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1995" title="09_12_1_12" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_12.jpg?w=412&#038;h=611" alt="" width="412" height="611" /></a></span></p>
<p><span style="color:#000000;">X</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_13.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1996" title="09_12_1_13" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_13.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></span></p>
<p><span style="color:#000000;">X</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_14.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1997" title="09_12_1_14" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/12/09_12_1_14.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></span></p>
<p><span style="font-size:x-small;">Alle Photographien: <span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;">©</span></span> Bersarin 2009</span></p>
Posted in 20 Jahre keine DDR, Fotografie, Photographie Tagged: Berlin, Fotografie, Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hohenschönhausen, Photographie <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bersarin.wordpress.com/2010/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bersarin.wordpress.com/2010/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bersarin.wordpress.com/2010/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bersarin.wordpress.com/2010/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bersarin.wordpress.com/2010/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bersarin.wordpress.com/2010/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bersarin.wordpress.com/2010/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bersarin.wordpress.com/2010/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bersarin.wordpress.com/2010/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bersarin.wordpress.com/2010/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=2010&subd=bersarin&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Aufruf zum Heidegger-think-alike-look-alike-Contest</title>
		<link>http://bersarin.wordpress.com/2009/11/27/aufruf-zum-heidegger-think-alike-look-alike-contest/</link>
		<comments>http://bersarin.wordpress.com/2009/11/27/aufruf-zum-heidegger-think-alike-look-alike-contest/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 19:26:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bersarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Heidegger]]></category>

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		<description><![CDATA[It&#8217;s not a trick, it&#8217;s not a Zonie, it‘ a Heidegger:
Ab jetzt und hier, in Bild und Schrift
Auch dieses Jahr soll es wieder einen Weihnachts- und Neujahrsspaß geben. Und so ruft dieser Blog, inspiriert durch einen Kommentar vom Nörgler, dazu auf, an einem Heidegger-Ähnlichkeitswettbewerb teilzunehmen. Einzureichen bei „Aisthesis“ ist ein Text, der 9000 Zeichen (mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=1974&subd=bersarin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><h5>It&#8217;s not a trick, it&#8217;s not a Zonie, it‘ a Heidegger:<br />
Ab jetzt und hier, in Bild und Schrift</h5>
<p>Auch dieses Jahr soll es wieder einen Weihnachts- und Neujahrsspaß geben. Und so ruft dieser Blog, inspiriert durch einen Kommentar vom Nörgler, dazu auf, an einem Heidegger-Ähnlichkeitswettbewerb teilzunehmen. Einzureichen bei „Aisthesis“ ist ein Text, der 9000 Zeichen (mit Leerzeichen) nicht überschreiten soll. Erlaubt ist Prosa und Poesie, jede Form von Text. Es darf auch eine ins Kritische gewendete Fundamentalontologie sein. Die Marcuse-Schüler und, falls vorhanden,  -Schülerinnen unter meinen Lesern und Leserinnen werden hier sicherlich etwas zu schreiben wissen. Heidegger-Parodien, die mit einem direkten Zitat aus einem Heidegger Text erzeugt wurden, sind natürlich auch erlaubt, werden aber nicht prämiert, wenn ich das Abschreiben entdecken sollte. Besser ist es also, das Eigene zu produzieren und diesem eine heideggerische Wendung zu geben, die ich für tricky, witzig oder gut erachte. Wie gesagt: erlaubt ist alles. </p>
<p>Als Zusatzaufgabe zu diesem eigentlich leichten Unterfangen wäre es gut, ein Bild einzureichen, das einen Bezug zu Heidegger herstellt. Es kann ein Portrait sein, auf dem der Schreiber oder die Schreiberin des Textes seine/ihre Ähnlichkeit mit Heidegger dokumentiert. Es darf aber auch etwas anderes sein. Einzige Bedingung: Es muß ein Bezug zu Heidegger vorhanden sein. (Um den Witz gleich vorwegzunehmen: Bilder von A. Hitler werde ich nicht veröffentlichen, ausgenommen, sie sind eminent kosmischer, nee komischer Natur.) Diese Bild-Aufgabe ist kein „muß“; es geht natürlich auch ohne Bild, doch wenn sie gut erfüllt wird, ergäben sich in der Wertung freilich Bonuspunkte, die ausschlaggebend sein könnten. </p>
<p>Warum um alles in der Welt sollten die Leserin oder der Leser diese Arbeit auf sich nehmen? Gibt es einen Preis? Nein, eigentlich nicht. Außer daß die besten Beiträge auf meinem Blog veröffentlicht werden. Gibt es zu viele gute Heidegger-think-alike-look-alike-Einsendungen, was ich aber eher nicht glaube, muß eine Auswahl durch die Sowjetische Kommandatur Berlin-Karlshorst getroffen werden. Der Sieger dieses fröhlichen Wettbewerbs erhält zudem die Möglichkeit, über ein Thema nach seiner Wahl auf meinem bescheidenen Blog zu schreiben. (Vielleicht überlege ich es mir aber auch anders, und dann gibt es, neben der Veröffentlichung eines Textes, trotzdem einen Preis. </p>
<p>Denn: Leistung muß sich wieder lohnen: Also, auf, auf!) </p>
<p>Ach ja: Einsendeschluß für die Beiträge ist der 31.12.2009. Alle Beiträge sind zu senden an Bersarin11@aol.com oder schneepart71@aol.com, Bilder sind als Anhang im jpg-Format zu senden, Texte so, daß ich die Dateien öffnen und lesen kann. Alles klar? </p>
<p>So wünsche ich nun viel Erfolg und gutes Gelingen.</p>
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		<title>Es ist nicht alles Kunst, wo Kunst draufsteht. Oder: ein kurzes Zwischenspiel zur Postmoderne</title>
		<link>http://bersarin.wordpress.com/2009/11/25/es-ist-nicht-alles-kunst-wo-kunst-draufsteht-oder-ein-kurzes-zwischenspiel-zur-postmoderne/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 17:20:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bersarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Postmoderne]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetische Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Bolz]]></category>

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		<description><![CDATA[Norbert Bolz, die Ästhetik und die Moderne 
Um einmal wieder ein unsystematisches Zwischenspiel zur Postmoderne zu geben und einen Autor sprechen zu lassen, den man wohl zu ihren – leider schlechten – Vertretern wird rechnen können, was die Theorie zu den neuen Medien (na ja, so neu nun auch nicht mehr, nichts altert schneller als das [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=1970&subd=bersarin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Norbert Bolz, die Ästhetik und die Moderne</strong> </p>
<p>Um einmal wieder ein unsystematisches Zwischenspiel zur Postmoderne zu geben und einen Autor sprechen zu lassen, den man wohl zu ihren – leider schlechten – Vertretern wird rechnen können, was die Theorie zu den neuen Medien (na ja, so neu nun auch nicht mehr, nichts altert schneller als das Neue, die Moderne und das Postmoderne), die Kunst sowie politische Philosophie (früher sagte man dazu Gesellschaftstheorie) betrifft. Er schrieb seine Dissertation zu Adorno, assistierte bei Jakob Taubes, sein neustes Buch ist ein Plädoyer für die Ungleichheit: ja, ich meine Norbert Bolz:</p>
<p style="padding-left:30px;">„Man sucht heute im System der Vernunft ein Fenster zum Mythos. So unternimmt eine ruinierte Moderne den Versuch, den Grundvorgang zu widerrufen, dem sie ihre Existenz verdankt: die Entzauberung der Welt und die Zerstörung ihrer Aura. Die Entfremdung der aufgeklärten Welt soll durch Strategien ihrer Re-auratisierung erträglich gemacht werden; sie soll den rationalistisch entzauberten Menschen den Trost einer ästhetischen Ersatzverzauberung bringen.</p>
<p style="padding-left:30px;">Dieser Bedarf ist so groß, daß er der Kunst ermöglicht, ihr eigenes Ende zu überleben. Man muß hier aber wohl von einem Pyrrhussieg der Kunst über den Satz vom Ende der Kunst sprechen. Jetzt ist Kunst unsterblich als Surrogat ihrer selbst. Der ästhetische Code unterscheidet heute nur noch: Das ist/ist nicht Kunst. Damit wird aber jedes Kunstwerk eine Definition der Kunst. Mit anderen Worten: Der Code der Kunst schließt es aus, daß irgend etwas als kunstunfähig ausgeschlossen wird. Natürlich: Es gibt ‚nicht Kunst‘, aber es gibt nichts, was nicht zu Kunst erklärt werden könnte. Jeff Koons etwa erklärt den Kitsch als das ehedem andere der Kunst zur Kunst.</p>
<p style="padding-left:30px;">Ich meine deshalb: Die Idee der Postmoderne ist eine ästhetische Aufheiterung über die Landschaft der westlichen Welt nach dem Ende der Geschichte im emphatischen Sinn. Sie nimmt nämlich nicht nur Abschied vom Avantgardismuszwang der Moderne, sondern leistet zugleich eine ästhetische Umwertung der bedrückenden Diagnosen, die Soziologen und Anthropologen unter den Titel Posthistorie gestellt haben. Die entropische, also von Natur überformte Geschichte zeigt eine neue Schönheit: als Ruine.“ (S. 23)</p>
<p>Nein, diese Zeilen sind nicht aus der Jetztzeit genommen. Wer damals schon Ohren hatte zum Hören, der konnte hören und lesen, bis einem zumindest jenes vor Ärger verging. Der Text stammt aus dem Jahre 1996, und zwar aus dem Buch „Ruinen des Denkens Denken in Ruinen“ (hrsg. v. N. Bolz und W. v. Rejien, bei Suhrkamp, das fehlende Satzzeichen ist keiner Unaufmerksamkeit meinerseits geschuldet, sondern Bestandteil des Titels. Wie‘s scheint, ist auch die Interpunktion im Hause Suhrkamp ruinös). Der Text spiegelt eine im Grunde schon damals vorhandene Debatte wider, die mit wechselnden Protagonisten bis ins Heute hineinragt. Sloterdijk fügt sich da gut ein.</p>
<p>Und hier haben Denker wie Habermas (und nicht nur er) sicherlich recht, als sie vor einer solchen Postmoderne gewarnt haben, die zurückrollen möchte in das voraufklärerische Zeitalter: eine „Dialektik der Aufklärung“, welche keine Dialektik mehr ist, weil der kritische Part dieser Schrift abgeschnitten wurde zugunsten des Affirmativen: der Mythos als Gegeninstanz, die Revitalisierung einer reduktiv wahrgenommenen Lebensphilosophie.</p>
<p>Dabei sind manche der Feststellungen von Bolz nicht einmal falsch, wenngleich trivial und zum Allgemeingut herabgesunken: so etwa, daß die Entzauberung der Welt einige unangenehme Nebeneffekte mit sich brachte (was ja bereits Lukács sowie Adorno/Horkheimer erkannten) und eben jenes schon von Max Weber konstatierte Gefängnis und Stahlgehäuse der Rationalität erzeugte, wo das Andere ausgesperrt bleibt. Doch die Thesen, welche Bolz aus den Feststellungen ableitet, sind schlicht falsch.</p>
<p>Was die Kompensationsleistung im Hinblick auf eine ruinöse Moderne betrifft, so springt hier nicht nur die Kunst ein, um die kalte Rationalität zu mildern, sondern das System selbst erzeugt an zahlreichen Stellen und in ganz heterogenen Bereichen seine Selbsterhaltungen und Affirmationskonzepte in den unterschiedlichsten Ausdrucksformen: von der Philosophie, die das Andere in binärer Opposition kultiviert, über die Esoterik, die seit den 70ern bis heute hin an Bedeutung gewann, nachdem die Religion den Resonanzraum nicht mehr auszufüllen vermochte: eine Esoterik, die den Platz für wohlige Gefühle und Begriffsirrsinn schafft, bis hin zu all den Produktion der Kulturindustrie, von Pop über Film sowie der Kunst als Konsumware. Das alles und noch viel mehr trägt zur Kompensation bei. Diese Widersprüche einer Moderne werden bei Bolz aber nicht mehr ins Denken aufgenommen und als ihr Bestandteil ausgemacht, sondern in der Reflexion überspielt und in eine (ästhetisch) aufgeheiterte Landschaft überführt.</p>
<p>Die Wendung der Re-auratisierung, aber auch <span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;">Kunst und Ästhetik werden ins Affirmative gewendet und damit (bewußt) ihres kritischen Gehaltes beraubt. Sie fungieren bei Bolz als (metaphysische) Trostpflaster in der ansonsten entzauberten Welt. Die komplexe Bewegung einer ästhetischen Theorie, die sich in das Werk hineinbegibt, die Strukturen, den Gehalt, das Formprinzip, die Widersprüche freilegt und zeigt, warum ein Werk mit Grund als ästhetisch gelungen, stimmig und angemessen bezeichnet werden kann, wird eingezogen zugunsten des bloßen Geschmacks oder eines rein sinnlichen Elements: So kann dann auch Jeff Koons auftauchen.</span></span></p>
<p>So erweist Kunst sich in solchem Denken als fungibel. Die Öffnung der Formen, die Pluralisierung der Verfahrensweisen im Umgang mit dem ästhetischen Material wird zum Aufhänger genommen, um Kitsch und Beliebigkeit das Wort zu reden. Kunst geht dabei über in den bloßen Geschmack, wird, wie bei Koons (zumindest was etwa seine Ballonskulpturen und die Kitschobjekte betrifft) und vielen mehr zum gefälligen Objekt, vom Designgegenstand eigentlich kaum zu unterscheiden. Nicht mehr binnenästhetische Kriterien bzw. die Verfaßtheit des Kunstwerkes entscheiden über seine objektive Bedeutung, sondern die binäre Binnendifferenzierung bleibt beim gefallen/mißfallen stehen. In solchem Rahmen bedarf es dann eigentlich auch nicht mehr der Kritik und des Kommentars. Entlarvungen, daß der Kaiser eigentlich nackt ist, sind im Kunstbetrieb eher unerwünscht oder geraten selbst zum Happening. Das einzige, womit in der Tat noch ernst gemacht wird, ist, daß nichts mehr ernst genommen wird.</p>
<p>Allerdings sind diese Thesen Bolz‘ eben dem Duktus seiner Theorie geschuldet. Und hier liegen dann – bei aller Unterschiedlichkeit freilich in den Theoriekonzepten – wiederum die Berührungen von Bolz, Bohrer und eben auch Habermas: Wenn man die utopische, messianische Sphäre der Adornoschen Theorie abschneidet, wenn die geschichtsphilosophische Perspektive getilgt wird zugunsten eines reinen Immanenzzusammenhangs, der sich lediglich in dem zu bewegen vermag, was sowieso schon ist, dann wird es schwierig, noch eine Ausgangstür oder zumindest die Imago derselben zu finden. Bei Habermas führt dies dazu, daß Ästhetik kaum bei ihm vorkommt, was ich andererseits jedoch bewundere, weil hier einer wenigstens schweigt, wenn er von einer Sache meint, wenig zu verstehen.</p>
<p>Zudem: was Bolz hier als ein postmodernes Phänomen ausgibt, die Differenzierung Kunst/Nicht-Kunst, ist eine durchaus moderne Angelegenheit, die bald 100 Jahre alt ist und etwa mit Duchamp als dem prominentesten Vertreter ihren stärksten und bekanntesten Ausdruck fand. Man denke etwa an den Flaschentrockner (1913) oder das Urinoir (1917). Die Postmoderne samt den ästhetischen Fragestellungen reicht also sehr, sehr weit zurück.</p>
<p>Die These, daß die westliche Welt in die Nachgeschichte bzw. in den posthistorischen Zustand eingetreten ist, in dem die Geschichte zu ihrem Ende kam, dürfte wohl als erledigt gelten und zudem selber einem teleologischen Geschichtskonzept verhaftet sein.</p>
<p>Was bleibt, ist der Aspekt des Ruinösen.</p>
Posted in Ästhetische Theorie, Kunst, Moderne, Postmoderne Tagged: Ästhetik, Norbert Bolz, Postmoderne <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bersarin.wordpress.com/1970/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bersarin.wordpress.com/1970/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bersarin.wordpress.com/1970/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bersarin.wordpress.com/1970/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bersarin.wordpress.com/1970/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bersarin.wordpress.com/1970/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bersarin.wordpress.com/1970/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bersarin.wordpress.com/1970/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bersarin.wordpress.com/1970/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bersarin.wordpress.com/1970/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=1970&subd=bersarin&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Liberalistische Vertragstheorie</title>
		<link>http://bersarin.wordpress.com/2009/11/21/liberalistische-vertragstheorie/</link>
		<comments>http://bersarin.wordpress.com/2009/11/21/liberalistische-vertragstheorie/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 22:40:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bersarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Groth]]></category>

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		<description><![CDATA[Lütt matten, de Has´,
de maak sick een Spaß
he weer bi´t Studeern
dat Danzen to lehrn
un danz ganz alleen
op de achtersten Been
Keem Reinke de Voss
un dach: dat´s een Kost!
Un seggt: „Lüttje Matten,
so flink op de Padden?
Un danzst hier alleen
op dien achterste Been?
Kumm laat uns tosam!
Ik kann as de Daam!
De Kreih, de speelt Fidel,
denn geiht dat kandidel,
denn geiht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=1966&subd=bersarin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Lütt matten, de Has´,<br />
de maak sick een Spaß<br />
he weer bi´t Studeern<br />
dat Danzen to lehrn<br />
un danz ganz alleen<br />
op de achtersten Been</p>
<p>Keem Reinke de Voss<br />
un dach: dat´s een Kost!<br />
Un seggt: „Lüttje Matten,<br />
so flink op de Padden?<br />
Un danzst hier alleen<br />
op dien achterste Been?</p>
<p>Kumm laat uns tosam!<br />
Ik kann as de Daam!<br />
De Kreih, de speelt Fidel,<br />
denn geiht dat kandidel,<br />
denn geiht dat man scheun<br />
op de achtersten Been!“</p>
<p>Lütt Matten geev Poot,<br />
de Voss beet em dood.<br />
Un sett sick in´n Schatten,<br />
verspies de lütt Matten.<br />
De Kreih, de kreeg een<br />
vun de achtersten Been</p>
Posted in Gedichte Tagged: Klaus Groth <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bersarin.wordpress.com/1966/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bersarin.wordpress.com/1966/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bersarin.wordpress.com/1966/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bersarin.wordpress.com/1966/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bersarin.wordpress.com/1966/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bersarin.wordpress.com/1966/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bersarin.wordpress.com/1966/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bersarin.wordpress.com/1966/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bersarin.wordpress.com/1966/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bersarin.wordpress.com/1966/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=1966&subd=bersarin&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Berlin – Hohenschönhausen (3)</title>
		<link>http://bersarin.wordpress.com/2009/11/17/berlin-%e2%80%93-hohenschonhausen-3/</link>
		<comments>http://bersarin.wordpress.com/2009/11/17/berlin-%e2%80%93-hohenschonhausen-3/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 17:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bersarin</dc:creator>
				<category><![CDATA[20 Jahre keine DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Photographie]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>

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		<description><![CDATA[20 Jahre keine DDR (Teil 12)
 

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  Alle Photographien: © Bersarin 2009

Posted in 20 Jahre keine DDR, Fotografie, Photographie Tagged: DDR, Fotografie      <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bersarin.wordpress.com&blog=6490723&post=1950&subd=bersarin&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>20 Jahre keine DDR (Teil 12)</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/11/09_11_17_1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1952" title="09_11_17_1" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/11/09_11_17_1.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/11/09_11_17_2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1953" title="09_11_17_2" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/11/09_11_17_2.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/11/09_11_17_3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1954" title="09_11_17_3" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/11/09_11_17_3.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/11/09_11_17_4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1955" title="09_11_17_4" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/11/09_11_17_4.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/11/09_11_17_5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1956" title="09_11_17_5" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/11/09_11_17_5.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1957" title="09_11_17_6" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/11/09_11_17_6.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/11/09_11_17_7.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1958" title="09_11_17_7" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/11/09_11_17_7.jpg?w=450&#038;h=304" alt="" width="450" height="304" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/11/09_11_17_8.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1959" title="09_11_17_8" src="http://bersarin.files.wordpress.com/2009/11/09_11_17_8.jpg?w=412&#038;h=611" alt="" width="412" height="611" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>  <span style="font-size:x-small;">Alle Photographien: <span style="font-family:Times New Roman, serif;"><span style="font-size:small;">©</span></span> Bersarin 2009</span></p>
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